Histamin Fructose App

Die Gründer Tanja Credner und Jürgen Dittert im Interview: Histamin, Fructose und Co. - die richtige App für „Intolerante“!

Histamin, Fructose und Co.: Die richtige App für Intolerante

Ist man „intolerant“ gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen von Nahrungsmitteln, sprich leidet man an einer nicht allergisch bedingten Nahrungsmittelunverträglichkeit, kann man beim Essen nicht mehr unbeschwert zugreifen. Man muss wissen, welche Nahrungsmittel die unverträglichen Stoffe enthalten und welche Fertigprodukte gemieden werden sollten. Hilfreich ist hierbei die App „Histamin, Fruktose und Co.“, denn damit kann man auf den ersten Blick erkennen, was man essen darf und was nicht. MeinAllergiePortal sprach mit den Gründern Tanja Credner und Jürgen Dittert.

Frau Credner, Herr Dittert, wie kamen Sie auf die Idee, „Histamin, Fructose und Co.“, eine App für Menschen mit „Intoleranzen“ bzw. Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu entwickeln?

Die Idee für unsere App „Histamin, Fructose & Co.“ entstand bereits vor etwa 10 Jahren. Damals begann gerade der Siegeszug der Smartphones und wir hatten die Idee, eine App zum Thema Lebensmittelunverträglichkeiten zu entwickeln. Wir sind beide persönlich von Lebensmittelunverträglichkeiten betroffen und wissen, wie sehr man nach der Diagnose mit dem Thema überfordert ist. Man musste im Zweifelsfall unterwegs die zuvor ausgedruckten Listen durchforsten, weil man ja nicht immer schwere Ratgeber mit sich schleppen konnte – gerade bei Mehrfachunverträglichkeiten war diese Lösung einfach nicht praktikabel.

Mit dem Smartphone hatten wir die Möglichkeit, einen mobilen Ratgeber umzusetzen, den man jederzeit dabei hat und mit dem man beispielsweise Such- oder Filterfunktionen realisieren konnte, die ein Buch einfach nicht bieten kann.

Uns fiel außerdem auf, wie unzuverlässig und widersprüchlich die Informationen zum Thema waren. Wir wollten unbedingt eine App mit medizinisch verlässlichen Informationen machen und haben dafür jahrelang alle verfügbaren Daten gesammelt und ausgewertet und in die App einfließen lassen, die wir dann im Jahre 2011 veröffentlicht haben und seitdem weiter pflegen.

 

Welche potenziell unverträglichen Stoffe deckt „Histamin, Fructose und Co.“ ab?

Der Schwerpunkt der App liegt auf nicht-allergisch bedingten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, dazu zählen Histaminintoleranz, Fructosemalapsortion, Sorbitunverträglichkeit, Lactoseintoleranz, Salicylatintoleranz und Glutenunverträglichkeit. Zusätzlich gibt es die Option, sich den Gehalt von allen kurzkettigen Kohlenhydraten und Zuckeralkoholen anzeigen zu lassen. Diese werden im Darm nur unzureichend absorbiert und führen deswegen bei vielen Menschen zu Blähungen, Durchfällen oder Reizdarmbeschwerden. Diese Stoffe werden unter dem Begriff FODMAPs zusammengefasst.

Daneben gibt es zusätzliche Profile, die für Allergiker und Vegetarier interessant sind, z. B. Weizen, Soja, Hefe, Milch, Ei, Rindfleisch, Schweinefleisch, Fleisch (allgemein), Honig und Sulfite. Durch die hohe Zahl der abgedeckten Unverträglichkeiten und Allergien kann man die App sehr genau an seine individuellen Bedürfnisse anpassen. Weil die Materie doch sehr komplex ist, gibt es eine umfangreiche Infosektion mit Artikeln zu den jeweiligen Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Histamin, Fructose und Co. deckt auch problematische Medikamente und Zusatzstoffe ab…

Es gibt in der App eine Kategorie für potenziell problematische Medikamente bei Histaminintoleranz. Wir geben an, ob ein Medikament eine DAO-hemmende Wirkung hat bzw. ob es Histamin freisetzen kann. Man findet außerdem eine umfangreiche Liste mit Lebensmittelzusatzstoffen und deren problematische Wirkung bei verschiedenen Unverträglichkeiten.

 

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Wie reagieren die Nutzer auf das Angebot?

Der überwältigende Teil unserer Nutzer reagiert sehr positiv auf unsere App. Wir bekommen unglaublich viel Feedback von unseren Nutzern, die uns über ihre Erfahrungen mit der App und ihrer Erkrankung berichten. Viele der Geschichten gehen einem richtig unter die Haut und wir freuen uns wahnsinnig, wenn wir jemanden dabei helfen konnten, seine Erkrankung in den Griff zu bekommen.

Wir bekommen auch viele Verbesserungsvorschläge und nützliche Tipps. Dadurch wissen wir schnell, bei welchen Themen noch Unklarheiten bestehen. Der Kontakt mit unseren Nutzern motiviert uns sehr, die App ständig weiterzuentwickeln, auch wenn wir natürlich nicht jeden Wunsch umsetzen können, der uns zugetragen wird.

Können Sie sagen, welche Unverträglichkeiten am stärksten nachgefragt werden?

Am häufigsten wird die App von Menschen genutzt, die an Verwertungsstörungen von bestimmten Kohlenhydraten oder Zuckeralkoholen leiden. Das liegt vermutlich daran, dass diese Kohlenhydratmalabsorptionen mittlerweile vergleichsweise zuverlässig diagnostiziert werden können. Bei anderen Unverträglichkeiten ist dies leider nach wie vor ein großes Problem.

Welche weiteren Funktionen bietet Histamin, Fructose und Co. den Nutzern?

Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, unsere Nutzer mit sorgfältig recherchierten Ernährungsempfehlungen zu versorgen, die sich individuell an den Bedürfnissen des Nutzers orientieren. Leider gibt es keine pauschale Ernährungsweise, die für jeden passt. Deswegen legen wir großen Wert darauf, dass der Nutzer die App so flexibel wie möglich konfigurieren kann.

Mit einem mehrstufigen Bewertungssystem kann man den Schweregrad seiner Unverträglichkeit individuell festlegen und unverträgliche Lebensmittel bequem mit einer Filterfunktion ausblenden. Man kann außerdem jederzeit Bewertungen manuell anpassen und eigene Notizen verfassen.

Und was ist geplant?

Wir sind gerade mit den Arbeiten an einer neuen Version beschäftigt, die einige inhaltliche Überarbeitungen enthält und u. a. eine neue Blogfunktion  (http://www.baliza.de/blog/index.html) einführt. Wir wollen so unsere Nutzer über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Darüber hinaus werden wir die App, die für iOS und Android erhältlich ist, auch in Zukunft mit nützlichen neuen Inhalten und Funktionen erweitern.

Frau Credner, Herr Dittert, herzlichen Dank für dieses Interview!

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