Kokosblütenzucker Birkenzucker Xylit

Fabienne Sophie Engel vergleicht in ihrem Gastbeitrag Kokosblütenzucker und Birkenzucker (Xylit)

Kokosblütenzucker vs. Birkenzucker: Zwei neuartige Süßungsmittel im Vergleich

Etliche Male am Tag sind wir mit verschiedenen Süßungsmitteln konfrontiert. Der handelsübliche Raffinade-Zucker gerät dabei immer mehr in die Kritik. Davon profitiert der Markt für Zuckeralternativen. Neben eventuellen gesundheitlichen Vorteilen bieten sie Abwechslung und sind manchmal für Allergiker oder Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten besser geeignet. Heute soll es im Freiknuspern-Beitrag um zwei sehr bekannte, aber auch sehr unterschiedliche Zuckeralternativen gehen: Kokosblütenzucker und Birkenzucker (Xylit). Um die Unterschiede der beiden Süßungsmittel besser hervorheben zu können, unterteile ich den Artikel in mehrere Kapitel.

Kokosblütenzucker vs. Birkenzucker: Wie werden sie hergestellt?

Kokosblütenzucker, auch Kokoszucker oder Kokosnektar genannt, wird aus dem Blütennektar von den Blüten der Kokospalme gewonnen. Dieser Nektar wird anschließend schonend eingekocht, bis sich die feinen Zuckerkristalle bilden.

Birkenzucker, auch bekannt als Xylit oder Xylitol, ist ein Zuckeraustauschstoff oder Zuckeralkohol. Als natürlicher Zuckeralkohol kommt er in vielen Gemüsesorten und Früchten vor (beispielsweise Blumenkohl, Pflaumen und Himbeeren), aber auch in der Rinde bestimmter Holzarten wie Birke und Buche. Auch der menschliche Organismus bildet bestimmte Mengen an Xylit beim Kohlenhydrat-Abbau.

Industriell wird Xylit mit Hilfe von Holzzucker (Xylan, später Xylitol) hergestellt. Dafür werden Xylan-haltige Pflanzenmaterialien wie Holz, Rinde oder Maiskolbenreste mit Wasser aufgekocht, sodass sich das Xylan auflösen kann und einzelne Holzzucker-Moleküle (Xylitol) entstehen. Aus diesem Xylitol wird in weiteren chemischen Verarbeitungsschritten dann Xylit.1) Es gibt mittlerweile allerdings auch andere Herstellungsverfahren, da die Nachfrage nach Xylit stark gewachsen ist und das ursprüngliche Verfahren sehr zeitaufwendig ist.

Kokosblütenzucker vs. Birkenzucker: Wie setzt man sie ein?

Da die beiden Süßungsmittel als Zuckeralternativen eingesetzt werden sollen, ist es wichtig zu wissen, wie vergleichbar sie mit dem handelsüblichen Zucker sind, wie sie sich beim Backen und Kochen verhalten und wie stark ihre Süßkraft ist.

Kokosblütenzucker gilt als Ersatz für Braunen Zucker bzw. Rohrzucker, man kann ihn 1:1 wie solchen verwenden. Sowohl zum Kochen, als auch zum Backen, als Topping im Kaffee, für Gewürzmischungen oder auf dem Müsli ist er beispielsweise anwendbar. Er hat eine etwas geringere Süßkraft wie der handelsübliche Raffinade-Zucker.

Birkenzucker sieht dem Haushaltszucker nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sondern ist auch 1:1 wie dieser einsetzbar. Die Süßkraft ist nahezu identisch, dennoch weist der Birkenzucker viel mehr gesundheitliche Vorteile auf, aber dazu später mehr!

Besonders beim Backen lässt Birkenzucker sich hervorragend verwenden, da er sich schnell auflöst und den jeweiligenTeigen anpasst.  

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