Functional Food

Dipl. oec. troph. Birte Willems, Studio für Ernährungsberatung in Esselbach

Funktionelle Lebensmittel – Functional Food: Wie sinnvoll ist das?

Gesünder sein durch die richtigen Lebensmittel, das wünschen sich viele Verbraucher und Funktionelle Lebensmittel, auch Functional Food genannt, sollen hierzu einen Beitrag leisten. Doch was genau versteckt sich hinter Funktionellen Lebensmitteln? Sind Funktionelle Lebensmittel gesünder als „normale“ Lebensmittel? Wann ist es sinnvoll auf Functional Food zurückzugreifen? MeinAllergiePortal sprach mit Dipl. oec. troph. Birte Willems, Studio für Ernährungsberatung in Esselbach über die Einsatzmöglichkeiten von Funktionellen Lebensmitteln.

Frau Willems, wie lautet die Definition für „Funktionelle Lebensmittel“ oder auch „Functional Food“ und welche Produkte fallen in diese Kategorie?

Unter funktionellen Lebensmitteln oder Functional Food werden im Allgemeinen Produkte verstanden, die zusätzlich zu ihrem reinen Nährwert noch einen gesundheitlichen Nutzen aufweisen, also z.B. dazu beitragen sollen, bestimmte Erkrankungsrisiken zu verringern.
Dazu zählen Produkte unterschiedlichster Warengruppen, beispielsweise Milcherzeugnisse, Müsli oder Säfte.

Als „funktionelle“ Zutaten werden Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren, aber auch probiotisch wirkende Mikroorganismen oder Pflanzenstoffe wie Aloe Vera oder Guarana eingesetzt. Gesetzlich definiert ist der Begriff nicht.

Was kann man mit Funktionellen Lebensmitteln erreichen und was nicht?

Nach den Versprechen der Hersteller sollen sie den Körper mit "lebenswichtigen" Stoffen versorgen, Wohlbefinden und Leistungskraft stärken oder sogar das schnelle Altern verhindern sowie Krankheiten vorbeugen.

Wer gesund isst und sich vielseitig und ausgewogen ernährt, braucht in der Regel keine besonderen funktionellen Lebensmittel. In bestimmten Bevölkerungsgruppen aber liegt die Zufuhr an Jod, Folat, Vitamin D und Omega3-Fettsäuren unter dem Referenzwert. Mit diesen Nährstoffen angereicherte Funktionelle Lebensmittel können hier sinnvoll sein.

Bisher ist auch nicht bewiesen, dass eine Versorgung mit einzelnen Nährstoffen deutlich über den gültigen Referenzwerten, z.B. antioxidative Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe etc., in Funktionellen Lebensmitteln das Risiko von Erkrankungen senken kann.

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