Restaurant Malcomess‘ in Wetzlar

Manuela Malcomess

Kochen ohne Geschmacksverstärker: Das Malcomess‘ in Wetzlar kocht für Allergiker und Intolerante

Auf Ihrer Website steht, dass Sie Slow Food unterstützen. Wie sieht das konkret aus? Wie wirkt sich dies aus auf Ihr Angebot?

Manuela Malcomess: Nachhaltig (produziert). Sauber (hergestellt). Fair (gehandelt). Regional ist genial!

Anhand dieser Schlagworte kann man erahnen, wie sich unser Angebot zusammensetzt. Die Auswahl der Zutaten und Rohstoffe macht da eine Menge aus. Die Unterstützungsarbeit läuft hauptsächlich darüber, dass wir viel über Slowfood und das "Warum" sprechen. Slowfood hat mit den Schlagworten genau das in Worte gefasst, was unserer Philosophie entspricht. Dadurch ist uns der Beitritt zu Slowfood recht leicht gefallen.

Sie führen regelmäßig Weinproben für Ihre Gäste durch. Präsentieren Sie auch fruktosearme, histaminarme oder vegane Weine?

kai malcomess restaurant malcomessGastgeber Kai Malcomess vom Restaurant Malcomess' in WetzlarKai Malcomess: Slowfood steht für eine Ursprüngliche Herstellung, gerade im Weinsektor sorgt das dafür, dass die Weine in der Regel unfiltriert abgefüllt werden. Das heißt, so wie sie aus dem Tank kommen. Dadurch sind die Weine schon mal Ei-frei, d.h. vegan. Histamin ist in der Regel schwieriger festzustellen. Spontanvergärungen werden in der Regel besser vertragen, als Reinzuchthefen. Weißwein enthält in der Regel weniger Histamin als Rotweine. Fruktosearme Weine herzustellen klappt hier und da recht leicht, solange die Weine richtig trocken sind. Es gibt auch Winzer, die den Zuckergehalt nicht nur als „Restzucker" ausweisen, sondern aufgeschlüsselt nach Fruktosegehalt, was aber eher seltener ist. Bisher hatten wir bei einer Weinprobe noch nicht die Anfrage ob das fruktosearm möglich ist. Hinbekommen, würden wir das allerdings.

Den von den Grünen angeregten "vegetarischen Donnerstag haben Sie im Malcomess' bereits eingeführt - wie ist die Resonanz?

Manuela Malcomess: Der vegetarische Donnerstag wird bei uns immer besser angenommen. Allerdings merkt man in einer kleinen Arbeiterstadt wie Wetzlar auch immer mal wieder, dass es noch eine Menge Leute gibt, die auf ihr "täglich Fleisch" nicht verzichten wollen. Wobei es auch hier immer wieder überraschte Gesichter gibt nach dem Motto: "Das war richtig lecker!"

Wie immer bei "besonderen" Aktionen, es gibt gute und weniger gute Tage. Wir fallen mit einigen Sachen aus der Reihe, was manchmal auf Unverständnis trifft. Aber das ist o.k. für uns, da wir das nicht dogmatisch sehen.

Und die letzte Frage – welches Rezept verraten Sie uns?

Manuela Malcomess: Ich verrate Ihnen das Rezept für unser glutenfreies und laktosefreies Kartoffel-Tomaten-Zucchini Gratin, aber jeder der ein Rezeptbuch lesen kann, und sich ein wenig mit der Materie “Kochen“ auseinandersetzt, wird feststellen: Kochen ist nicht schwer, man muss nur wissen wie es geht und eine extra Portion Liebe hinzufügen!

Frau Malcomess, Herr Malcomess, vielen Dank für dieses Interview!

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