Gasthaus zur Schmelz Allergien Intolerantzen

Gernot Michel vom Gasthaus zur Schmelz im Mossautal

Sorglos wandern: Glutenfreie und laktosefreie Speisekarte im Gasthaus zur Schmelz

Viele Ihrer Lieferanten kommen aus der Region und produzieren ohne Zusatzstoffe. Sind das Hardthof-Eis oder die Hütthenthal Molkerei. Diese Produkte müssten sich eigentlich auch für Histaminintolerante eigenen…

Frischkäse, Milch, Sahne, Butter und Kochkäse aus der Molkerei gewiss. Auch gibt es einen sehr leckeren Ziegenkäse, ähnlich dem Feta. Beim Frühstückskäse, Vesperkäse, Rodensteiner sollte man vorsichtig sein. Hier kommt es auf die individuelle Verträglichkeit an, denn diese Sorten sind mit einer Rotschmierekultur behandelt. Der Nibelungenkäse, ein Schnittkäse mit 45% Fett i. Tr., in gelber Wachshülle, könnte verträglich sein. Er ist dem Butterkäse ähnlich.

Vom Hardthofeis würde ich nur das Vanilleeis einmal versuchen. Erdbeer-, Waldbeer-, Nuss-, Schokoladeneis sind laut Tabellen aufgrund der Nüsse/Früchte unverträglich und das Joghurteis enthält Zitronensäure.

Sie bieten auch Gerichte vom Soay Wildschaf an, was ist das Besondere daran?

Das Soay-Schaf kam in den frühen Zeiten des Neolithikums (5000 bis ca. 3000v. Chr.) bereits in Europa vor und hat sich bis in die heutige Zeit kaum verändert. Die Tiere  überlebten auf dem St. Kilda-Archipel nordwestlich vor Schottland im Atlantik, auf der 99 ha großen Insel Soay. „Soay“ bedeutet Schafinsel, dort lebt seit mehr als 80 Jahren kein Mensch mehr, weil es viel zu unwirtlich dort ist.

Das Soayschaf ist die älteste europäische Hausschafrasse und dem Mufflon noch sehr ähnlich. Sie sind recht klein (ca. 50 – 60 cm hoch) und leicht (23-43 kg Bock, 20-35 kg Muttertier) und wachsen bis zum 4. Lebensjahr. Die Tiere können das ganze Jahr im Freien bleiben, sie brauchen nur einen Unterstand, der sie vor der Sonne schützt. Im Frühjahr kommen, wie bei Wildtieren üblich, die Jungen zur Welt. Zwillingsgeburten sind recht häufig. Im Frühsommer verlieren die Schafe ihr Fell, sie brauchen nicht geschoren zu werden. Sie ernähren sich überwiegend von kargem Rauhfutter, Dornen, Disteln, Gestrüpp, auch Seetang können sie fressen (auf St. Kilda). Zu nahrhaftes Futter macht sie krank. Die Schafe lassen sich nicht mit Hunden zusammentreiben, bei Gefahr vereinzeln sie sich und springen in alle Richtungen davon. Der Geschmack des Fleisches liegt zwischen Rehwild und Lamm, es ist normalerweise magerer als Fleisch von anderen Rassen.

Freunde von uns halten Soay-Schafe zur Pflege ihrer Wiesen in Hanglage, die schlecht zu mähen sind. Ein Metzger hier bei uns im Ort schlachtet sie.

Sie legen den Schwerpunkt auf die regionale Küche. Was sind denn typische Odenwälder Speisen, die man bei Ihnen auch glutenfrei und laktosefrei bekommen kann?

Der „Odenwälder Kartoffelbrambel“, das sind gekochte Äpfel mit gekochten Kartoffeln grob zerstampft, darauf gebratene Blutwurst. Gekochtes Rindfleisch mit grüner Soße, Rinderbraten in Rotweinsoße, Braten vom Wildschwein mit Kartoffelknödeln, frische Forellen „blau“ oder gebraten.

Unsere Nachbarin hat eine Forellenzucht, zwei Jäger aus dem Dorf liefern Wildbret.

Nicht  „original Odenwald“ - aber aus Hüttenthal - gibt‘s Ragout oder Braten vom Soay-Wildschaf mit überbackenen Kartoffeln, wenn frisch geschlachtet wurde auch Leber mit Zwiebeln und Bratkartoffeln.

Je nach Jahreszeit kommen noch Kartoffelgerichte (z.B. Kartoffelpuffer mit geräuchertem Forellenfilet), Gänsebraten mit Äpfeln und Maronen, Spargel mit Wildschweinschinken etc. dazu.

Herr Michel, welches Rezept verraten Sie uns?

Es gibt gebratenes Lammrückenfilet mit Kartoffeltörtchen und Zucchini!

Herr Michel, herzlichen Dank für das Gespräch, das Rezept kommt gleich in die Allergie Rezepte Datenbank!

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