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Advertorial
Immunsystem Darm

Prof. Martin Storr zur Frage: Hilft ein gesunder Darm zur Stärkung des Immunsystems?

Immunsystem stärken? Hilft ein gesunder Darm?

Welche Erkrankungen können das Immunsystem schädigen?

Alles, was den Körper schwächt, schwächt auch das Immunsystem. Das gilt zum Beispiel für bakterielle Erkrankungen, die im Körper eine Art „Abwehrschlacht“ auslösen. Dem Körper stehen dann an anderer Stelle weniger Ressourcen zur Verfügung.

Die Infektanfälligkeit wäre dann eine Folge eines geschwächten Immunsystems?

Ein geschwächtes Immunsystem wird häufig durch eine erhöhte Infektanfälligkeit spürbar. Manche Menschen spüren das sehr genau und stellen fest, dass sie dann schneller zu Erkältungen, gastrointestinalen Infekten oder Unwohlsein neigen. Auch Stress hat einen enormen Einfluss auf das Immunsystem – das wird leicht vergessen! Dazu gehören psychischer Stress, aber auch ein rastloser Körper kann, etwa durch zu ausgeprägte sportliche Betätigung, Stress verursachen. Damit wir uns richtig verstehen: Ein Spaziergang verursacht keinen Stress, ein Marathonlauf schon.

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Und was wirkt sich positiv auf unser Immunsystem aus?

Alles, was unseren Stresslevel reduziert, wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Jede Form der Entspannung, ein achtsamer Lebensstil und die Vermeidung von Noxen, das heißt von Stoffen, die eine schädigende Wirkung auf den Organismus ausüben. Zu den Noxen gehören zum Beispiel Rauchen und Alkoholgenuss. Weitere positive Faktoren sind eine gesunde Ernährungsweise, die sich positiv auf die Darmbakterien auswirkt und ein gesunder Ernährungsstil. Man sollte mit Muße essen, nicht Schlingen, sondern Kauen.

Was sollte man zum Zusammenhang zwischen Darmbakterien und dem Immunsystem wissen?

Die Darmbakterien sind Teil des Darmmikrobioms und das Darmmikrobiom ist Teil der Darmbarriere – man könnte sagen, die Außenhaut.

Die Darmbarriere hat vier Schichten:

  • 1. Die Schleimhaut mit den Schleimzellen
  • 2. Die immunologische Schicht, die Immunzellen enthält
  • 3. Der Schleim mit darin enthaltenen Antikörpern
  • 4. Das Darmmikrobiom als schützende Schicht

Dieses hochkomplexe System interagiert und sorgt dafür, dass schädigende Substanzen abgewehrt werden. Dabei sorgen bestimmte Bakterien dafür, dass schädliche Eindringlinge dem Immunsystem präsentiert werden, damit eine körpereigene Abwehrschlacht beginnen kann. Funktioniert das „System Darm“ gut, entsteht ein gesundes und nützliches Darmmikrobiom, man nennt das Eubiose. Kommt es zu Abweichungen und zu einer Reduzierung der Bakterienvielfalt des Darmmikrobioms, spricht man von Dysbiose. Ein solches Darmmikrobiom ist nicht in der Lage, das Immunsystem ausreichend zu unterstützen.

Das bedeutet, ein eubiotisches Darmmikrobiom ist automatisch auch ein gesundes Darmmikrobiom und dieses unterstützt dann das Immunsystem?

Noch können wir dies nicht mit letzter Sicherheit sagen, wie ein perfektes Darmmikrobim genau aussehen sollte. Wir wissen aber, dass zum Beispiel die Laktobazillen oder die Bifidobakterien eher günstig für das Darmmikrobiom sind. Auch gibt es Hinweise darauf, dass eine große Vielfalt an Darmbakterien günstig ist. Der sogenannte Shannon-Index gibt die Vielfältigkeit der Darmmikrobiom an. Liegt der Shannon-Index bei 2,3 besagt dies, dass das Darmmikrobiom aus sehr vielen verschiedenen Bakterienarten besteht, die in einem günstigen Verhältnis stehen. Bei Patienten, die Antibiotika bekommen haben, konnte man nachweisen, dass der Shannon-Index abfällt. Das bedeutet die Vielfalt der Darmbakterien, wurde durch das Antibiotikum reduziert und man weiß, dass dies einen ungünstigen Einfluss auf das Immunsystem hat. Ein weiterer relevanter Faktor für die Darmgesundheit sind Vitamine.