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Advertorial
Immunsystem Darm

Prof. Martin Storr zur Frage: Hilft ein gesunder Darm zur Stärkung des Immunsystems?

Immunsystem stärken? Hilft ein gesunder Darm?

Ein starkes Immunsystem ist eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes Leben. Dabei spielen der Darm bzw. das Mikrobiom des Darmes, eine große Rolle. Aber wie genau stärkt man sein Immunsystem und wie hilft dabei ein gesunder Darm? Was kann man tun, damit der Darm gesund bleibt? MeinAllergiePortal sprach mit Prof. Dr. med. Martin Storr, Gastroenterologe am Zentrum für Endoskopie am Gesundheitszentrum Starnberger See.

Herr Prof. Storr, über das Immunsystem wird viel diskutiert, welche Funktion hat es eigentlich bzw. wie „funktioniert“ es?

Das Immunsystem soll uns vor unbekannten und schädlichen Substanzen und Keimen schützen. Dabei handelt es sich beim Immunsystem nicht um ein Organ im eigentlichen Sinne, sondern um Zellen, die im ganzen Körper verteilt sind. Diese Immunzellen sind sehr variabel. Sie können über die Blut- oder Lymphbahnen überall dahin gelangen, wo sie gebraucht werden. Immunzellen können zum Beispiel Fresszellen sein, Zellen, die Antikörper bilden oder auch „Killerzellen“ – man nennt diese auch „zytotoxische Zellen“. Es gibt aber auch lokale Immunzellen, die vor allem an den Barrieren, den Schleimhäuten sitzen.

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Haben die Immunzellen an den Schleimhäuten dann eine Art „Wächterfunktion“?

Alle Schleimhäute, aber auch die Haut, sind immunologisch aktiv. Sie bilden die Grenzen unseres Körpers zur Außenwelt und haben tatsächlich eine Art „Wächterfunktion“. Es gibt Schleimhäute die einen sehr intensiven Außenkontakt haben, dazu zählen beispielsweise die Schleimhaut der Lungen, die Schleimhaut der Atemwege insgesamt und insbesondere auch die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes, vom Mund bis zum After. Deshalb spielt der Darm in Bezug auf das Immunsystem und die Gesundheit eine wichtige Rolle.

Warum ist der Darm so wichtig für Immunsystem und Gesundheit?

Vielen ist nicht bewusst: Alles, was sich in unserem Darm befindet, ist genau genommen noch lange nicht in unserem Körper! Aus der Perspektive unseres Körpers befindet sich der Darminhalt außerhalb. Der Darm ist deshalb so wichtig, weil er eine kontinuierliche Barriere zur Außenwelt quasi eine „Außenhaut“ darstellt. Es ist die Darmbarriere die regelt, was tatsächlich in den Körper gelangen darf und was abgewehrt wird. Deshalb ist der Darm so wichtig für unser Immunsystem - im positiven wie im negativen Sinne.

Welche Faktoren haben denn einen negativen Einfluss auf den Darm bzw. das Immunsystem?

Alle Substanzen und Lebewesen, die von außen kommen und versuchen, in unseren Körper einzudringen, müssen zunächst von der Darmbarriere bewertet werden, denn viele davon sind ungünstig. Das können schädliche Substanzen sein, Giftstoffe, aber auch andere Organismen, wie Bakterien, Viren oder Pilze. Das Darm-Immunsystem prüft in jedem einzelnen Fall, ob es die „Eindringlinge“ als positiv oder negativ bewertet. Je nachdem, zu welchem Ergebnis es kommt, lassen das Immunsystem und die Darmbarriere die Substanzen dann passieren oder wehren sie ab. Dieses Prinzip gilt auch für unsere Nahrung, zum Beispiel wenn diese Zusatzstoffe, Füllstoffe, Trägerstoffe oder Geschmacksverstärker enthält. Einen schädigenden Einfluss auf das Immunsystem haben jedoch nicht allein Erkrankungen, sondern auch gewisse Umweltfaktoren.

Welche Umweltfaktoren können das Immunsystem schwächen?

Bestimmte Umweltfaktoren können dem Immunsystem schaden, weil die Energie dann in eine Abwehrleistung kanalisiert wird und an anderer Stelle fehlt. Dazu gehören zum Beispiel kalte oder zu trockene Luft, eine feuchte Umgebung, große Hitze, Stress, alles Dinge, die wir in der Regel sehr gut beeinflussen können. Ein typisches Beispiel: Auf kalte feuchte Füße reagiert der Körper schnell mit einer Blasenentzündung, diese entsteht aber nicht an den Füßen. Generell beeinflussen solche Umwelt- und Umgebungsfaktoren die Infektanfälligkeit.

Allerdings nehmen wir auch Schadstoffe aus der Luft auf, indem wir sie einatmen und verschlucken. Umweltverschmutzung spielt sich daher auch am Darm ab. Mit all diesen Faktoren muss unser Darm und damit die Immunabwehr umgehen. Es gibt aber auch Erkrankungen, die das Immunsystem schädigen können.


Welche Erkrankungen können das Immunsystem schädigen?

Alles, was den Körper schwächt, schwächt auch das Immunsystem. Das gilt zum Beispiel für bakterielle Erkrankungen, die im Körper eine Art „Abwehrschlacht“ auslösen. Dem Körper stehen dann an anderer Stelle weniger Ressourcen zur Verfügung.

Die Infektanfälligkeit wäre dann eine Folge eines geschwächten Immunsystems?

Ein geschwächtes Immunsystem wird häufig durch eine erhöhte Infektanfälligkeit spürbar. Manche Menschen spüren das sehr genau und stellen fest, dass sie dann schneller zu Erkältungen, gastrointestinalen Infekten oder Unwohlsein neigen. Auch Stress hat einen enormen Einfluss auf das Immunsystem – das wird leicht vergessen! Dazu gehören psychischer Stress, aber auch ein rastloser Körper kann, etwa durch zu ausgeprägte sportliche Betätigung, Stress verursachen. Damit wir uns richtig verstehen: Ein Spaziergang verursacht keinen Stress, ein Marathonlauf schon.

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Und was wirkt sich positiv auf unser Immunsystem aus?

Alles, was unseren Stresslevel reduziert, wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Jede Form der Entspannung, ein achtsamer Lebensstil und die Vermeidung von Noxen, das heißt von Stoffen, die eine schädigende Wirkung auf den Organismus ausüben. Zu den Noxen gehören zum Beispiel Rauchen und Alkoholgenuss. Weitere positive Faktoren sind eine gesunde Ernährungsweise, die sich positiv auf die Darmbakterien auswirkt und ein gesunder Ernährungsstil. Man sollte mit Muße essen, nicht Schlingen, sondern Kauen.

Was sollte man zum Zusammenhang zwischen Darmbakterien und dem Immunsystem wissen?

Die Darmbakterien sind Teil des Darmmikrobioms und das Darmmikrobiom ist Teil der Darmbarriere – man könnte sagen, die Außenhaut.

Die Darmbarriere hat vier Schichten:

  • 1. Die Schleimhaut mit den Schleimzellen
  • 2. Die immunologische Schicht, die Immunzellen enthält
  • 3. Der Schleim mit darin enthaltenen Antikörpern
  • 4. Das Darmmikrobiom als schützende Schicht

Dieses hochkomplexe System interagiert und sorgt dafür, dass schädigende Substanzen abgewehrt werden. Dabei sorgen bestimmte Bakterien dafür, dass schädliche Eindringlinge dem Immunsystem präsentiert werden, damit eine körpereigene Abwehrschlacht beginnen kann. Funktioniert das „System Darm“ gut, entsteht ein gesundes und nützliches Darmmikrobiom, man nennt das Eubiose. Kommt es zu Abweichungen und zu einer Reduzierung der Bakterienvielfalt des Darmmikrobioms, spricht man von Dysbiose. Ein solches Darmmikrobiom ist nicht in der Lage, das Immunsystem ausreichend zu unterstützen.

Das bedeutet, ein eubiotisches Darmmikrobiom ist automatisch auch ein gesundes Darmmikrobiom und dieses unterstützt dann das Immunsystem?

Noch können wir dies nicht mit letzter Sicherheit sagen, wie ein perfektes Darmmikrobim genau aussehen sollte. Wir wissen aber, dass zum Beispiel die Laktobazillen oder die Bifidobakterien eher günstig für das Darmmikrobiom sind. Auch gibt es Hinweise darauf, dass eine große Vielfalt an Darmbakterien günstig ist. Der sogenannte Shannon-Index gibt die Vielfältigkeit der Darmmikrobiom an. Liegt der Shannon-Index bei 2,3 besagt dies, dass das Darmmikrobiom aus sehr vielen verschiedenen Bakterienarten besteht, die in einem günstigen Verhältnis stehen. Bei Patienten, die Antibiotika bekommen haben, konnte man nachweisen, dass der Shannon-Index abfällt. Das bedeutet die Vielfalt der Darmbakterien, wurde durch das Antibiotikum reduziert und man weiß, dass dies einen ungünstigen Einfluss auf das Immunsystem hat. Ein weiterer relevanter Faktor für die Darmgesundheit sind Vitamine.


Inwieweit sind Vitamine relevant für einen gesunden Darm und das Immunsystem?

Vitamine und Spurenelemente sind für unterschiedliche Funktionen des Immunsystems wichtig. Zum einen benötigen Abwehrzellen Vitamine, um ihre „Fresstätigkeit“ ausüben zu können. Dazu brauchen sie beispielsweise reichlich Vitamin C, um die Enzymfunktion aufrecht zu erhalten. Auch Vitamin D ist wichtig, zum einen, um immunologische Vorgänge aufrecht erhalten zu können und zum anderen für einen funktionierenden Stoffwechsel. Bei der Darmbarriere ist Pantothensäure ein Kofaktor im Stoffwechsel von Vitamin D und somit auch ein Faktor für die Aufrechterhaltung der Schutzbarriere des Darmes. Im Sommer kann der Körper mit Hilfe des Sonnenlichts Vitamin D produzieren, vorausgesetzt man ist im Sommer auch tatsächlich viel im Freien und nicht im klimatisierten Büro. Im Winter bewegt sich die Vitamin D-Versorgung der Bevölkerung hierzulande eher im unteren Bereich.

Riboflavin ist hingegen wichtig für die Zellen der Schleimhäute. Sowohl Pantothensäure als auch Riboflavin gehören zur Gruppe der B-Vitamine. Interessant sind auch die Butyrate, die zu den günstigen kurzkettigen Fettsäuren gehören. Butyrate entstehen durch das Darmmikrobiom aus nicht verdaulichen Ballaststoffen im Dickdarm. Es handelt sich um immunologisch aktive Fettsäuren, die zum einen die Schleimhautzellen ernähren und zum anderen die Abwehrvorgänge günstig beeinflussen.

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Wenn der Darm eine zentrale Rolle für das Immunsystem spielt stellt sich die Frage, ob man das Immunsystem über den Darm beeinflussen kann…

lactobact premium immun immunsystem mikrobiom gesunder darm probiotika praebiotikaLactobact PREMIUM IMMUN Wir wissen, dass ein „gepflegtes“ Darmmikrobiom, das sich idealerweise im Zustand der Eubiose befindet, günstig für das Immunsystem ist. Wichtig ist dafür jedoch auch eine gute Versorgung mit Mikro- und Makronährstoffen. Eine mögliche Maßnahme zur Beeinflussung des Immunsystems über den Darm wäre die Versorgung mit Präbiotika, dem „Futter“ für die Darmbakterien. Auch die Versorgung mit günstigen Darmkeimen in Form von Probiotika, wäre eine mögliche Maßnahme, oft sind dies Laktobazillen oder Bifidobakterien, da diese als günstig bekannt sind. Diese kann man in verkapselter Form zu sich nehmen oder teilweise auch in Form fermentierter Produkte. Außerdem sollte man dafür sorgen, dass die Enzyme und Mikronährstoffe, die für das Mikrobiom bzw. die Darmschleimhaut wichtig sind, in ausreichendem Maße vorhanden sind. Wichtig für das Mikrobiom und die Darmschleimhaut sind unter anderem die B-Vitamine und Vitamin C.

Woran erkennt man, ob der Darm „gesund“ oder „krank“ ist?

Der Darm hat eigene Wege, sich mitzuteilen. Dass es dem Darm gut geht kann man daran erkennen, dass er problemlos funktioniert. Anders gesagt: Wenn man den Darm nicht spürt kann man davon ausgehen, dass er gesund ist. Macht sich der Darm mit Bauchschmerzen, Blähungen, Stuhlgangveränderungen, meist in Richtung eines weichen Stuhlgangs, bemerkbar, ist das ein Hinweis auf Probleme. Kommt dann noch eine Schädigung des Mikrobioms, und damit seiner immunologischen Funktion, hinzu, kann zum Beispiel auch die Infektanfälligkeit steigen.

Wann sollte man Darm und Immunsystem besonders stärken?

Im Prinzip sollte man den Darm und das Immunsystem immer stärken. Einen gesunden Lebensstil sollte man jederzeit pflegen und dazu gehört auch eine gute Stressprophylaxe. Treten Beschwerden auf, kann man die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Das empfiehlt sich übrigens auch dann, wenn man weiß, dass eine Belastungssituation, zum Beispiel eine stressige Prüfung, bevorsteht. Man kennt das aus dem Spitzensport – Athleten agieren in der Regel präventiv.

Was empfehlen Sie Menschen, die bereits ein geschwächtes Immunsystem haben?

Wenn man den Eindruck hat, dass das Immunsystem geschwächt ist, sollte man sich die Zeit nehmen, dies zu analysieren. Dazu kann man sich einfach einmal notieren, welche Beschwerden man hat und wie es um den persönlichen Lebensstil steht. Bei den Beschwerden sieht man dann sehr schnell, ob man das Problem selbst lösen kann oder ob man die Hilfe eines Arztes benötigt. In Bezug auf den Lebensstil hilft auch Ehrlichkeit mit sich selbst, dann sieht man sicher ganz klar, wo man ansetzen sollte.


Angenommen man beginnt mit den empfohlenen Maßnahmen, wie lange braucht das Immunsystem, um sich zu regenerieren?

Eine generelle Antwort kann man hier nicht geben. Es kommt auf die Ausgangssituation an, denn eine schwere Erkrankung des Darmes ist nicht vergleichbar mit einer vorübergehenden Inbalance des Mikrobioms. Als Richtschnur kann man sagen: Ohne ärztliche Betreuung kann man seinen Darm mit den entsprechenden Maßnahmen vier bis sechs Wochen pflegen. Das bedeutet:

  • Gesunde Ernährung
  • Ausreichende Ruhephasen
  • Stressreduktion
  • Körperliche Bewegung
  • Keine Noxen
  • Sozialkontakte
  • Probiotika mit nützlichen Darmbakterien und Vitaminen

Bleiben über diesen Zeitraum hinaus belastende Beschwerden bestehen, sollte man einen Arzt konsultieren.

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Welchen Vorteil hat eine Kombination aus Probiotika mit nützlichen Darmbakterien und Vitaminen?

Die Kombination von Darmbakterien und Vitaminen in einem Präparat beruht auf dem Ansatz, das Mikrobiom und das Immunsystem gleichzeitig durch Darmkeime und relevante Vitamine zu unterstützen. Würde man dies mit Einzelpräparaten versuchen, müsste man täglich eine Vielzahl davon zu sich nehmen. Das würde die Bereitschaft zu einer solchen Maßnahme deutlich senken und es wäre fraglich, wie viele Menschen dies über einen längeren Zeitraum durchhalten würden. Die clevere Kombination von Darmbakterien und Vitaminen ist deshalb ein wichtiger Faktor. Genauso wichtig ist eine angenehme Galenik, zum Beispiel in Form einer Kautablette. Sie sorgt dafür, dass die hilfreichen Substanzen auch dort ankommen, wo sie wirken sollen. Die Darmbakterien sind in solchen Kautabletten dann mikroverkapselt, so dass sie den Magen mit seiner Magensäure sicher passieren können und in ausreichender Konzentration im Darm ankommen. Außerdem ist eine Kautablette für viele Menschen angenehmer als Kapseln zum Schlucken. Die Therapietreue bei einer Kautablette dürfte deshalb deutlich höher sein.

Gerade in Zeiten von SARS-CoV-2 und angesichts von COVID-19 wünscht man sich ja ein starkes Immunsystem. Weiß man etwas über etwaige Zusammenhänge?

Prinzipiell ist ein gesunder Körper besser gegen Eindringlinge gewappnet, als ein kranker – das ist ein indirekter Hinweis. Ein weiterer indirekter Hinweis ist, dass SARS-CoV-2 im Stuhl von COVID-19-Patienten nachweisbar ist. Offenbar gelingt es dem Coronavirus, den Magen-Darm-Trakt zu passieren und zu befallen. Eine eigenständige durch SARS-CoV-2 entstandene gastrointestinale Erkrankung hat man bislang aber noch nicht entdeckt. Betroffen sind von SARS-CoV-2 nach aktueller Erkenntnis im Wesentlichen die Atemwege. Generell kann man aber sicher sagen, dass ein gesunder und normalgewichtiger Mensch in Bezug auf die Infektanfälligkeit besser gewappnet ist.

Herr Prof. Storr, herzlichen Dank für dieses Interview!