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Auto und Allergie: Was bieten die Hersteller? Ein Überblick!

Auto und Allergie 2016 – die PKW-Hersteller rüsten auf

Die Zahl der Menschen, die auf Pollen oder Kontaktstoffe allergisch sind, steigt beständig. Einige PKW-Hersteller haben dies erkannt und nehmen sich des Themas „Auto und Allergie“ verstärkt an. Das gilt insbesondere für die deutschen Hersteller Mercedes-Benz und Volkswagen, aber auch für Opel und Volvo. Diese Marken kooperieren aktiv mit allergologischen Fachorganisationen. Andere Marken wie Infiniti setzen auf hochwertige und hocheffiziente Produkte wie Traubenkernpolyphenolfilter. Bei vielen PKW-Modellen wird von den Herstellern statt des fast in allen Modellen vorhandenen einfachen Partikelfilters ein Aktivkohlefilter eingebaut oder ist zumindest optional erhältlich. MeinAllergiePortal hat die PKW-Hersteller aktuell zu Wartungsintervallen und Kosten für den Filterwechsel befragt und stellt nun die Übersichtstabelle „Auto und Allergie 2016“ vor.

Prüfverfahren zur Allergenvermeidung im Auto werden ständig verbessert

Aktuell führend bei den Bemühungen um effektiven Insassenschutz ist Mercedes-Benz. Der Fokus liegt auf der Verhinderung des Eindringens von Feinstaub, Pilzsporen, Dieselruß und Pollen, aber auch auf der Filtration von gasförmigen Stoffen wie Ozon oder Benzol. Die Stuttgarter haben im Winter 2015 eine neue Prüfkammer für Innenraumemissionen in Betrieb genommen, die speziell zur Verbesserung der Prüfverfahren zur Vermeidung von Allergeneintritten, Kontaktallergien und unangenehmen Gerüchen dient. Unterstützt wird Mercedes-Benz dabei von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF), die ihren Sitz an der Charité in Berlin hat.

Beim Innenraum werden alle Oberflächenmaterialien mit potentiellem Hautkontakt zusammen mit ECARF (European Centre for Allergy Research Foundation) getestet. Die Tests werden im Rahmen der Fahrzeug-Entwicklung mit Hilfe von Epikutantests mit einem hochsensibilisierten Testpanel (je 20 Personen) getestet. Bei Auffälligkeiten werden Werkstoffe oder Herstellprozesse umgestellt. Sämtliche Bauteile des Fahrzeugs werden auch einzeln auf Verträglichkeit geprüft. Türverkleidungen, Sitze, Zierteile, die dabei verwendeten Klebstoffe, sowie Dämmmaterialien werden bei verschiedenen Temperaturen und Feuchtigkeitsgraden gelagert und anschließend analysiert. Mit dem Thema „Gerüche“ beschäftigt sich bei Mercedes-Benz ein eigenes Team aus Olfaktorik-Experten.

Allergie und Auto: Komplexe Filtersysteme statt einfacher Pollenfilter

Opel bietet mit Contra Sept® ein komplexes Schutzsystem an. Nach Angaben des Herstellers ist es das einzige System im Markt, das vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) als wirksam, gesundheitsverträglich und für Allergiker geeignet bewertet wird.

Volkswagen setzt mit der neuen MQB Plattform ab Mj. 2015/16 im Touran, dem neuen Tiguan und dem aktuellen Passat ab Mj 2015 auf eine neue leistungsfähigere Filtergeneration: Den Anti-Allergen Filter (mit Polyphenol Beschichtung). Als einer der ersten Serien-Volumen Hersteller kommt der Filter serienmäßig bei allen Fahrzeugen mit 3 Zonen Klimaautomatik zum Einsatz.

Volvo bearbeitet das Thema Allergien in der Zentrale in Schweden intensiv in Kooperation mit der Schwedischen Asthma und Allergie Gesellschaft. Alle Fahrzeuge von Volvo haben serienmäßig einen integrierten Pollenfilter. Darüber hinaus besteht aber die Möglichkeit, optional ein komplettes Innenraum-Luftqualitätssystem mit Multifilter zu ordern. Hier sind dann zwei Filter miteinander kombiniert.


Warum muss man den Pollenfilter im Auto regelmäßig auswechseln?

auto und allergie pkw hersteller allergikerDie Pollenfilter-Angebote 2016 als pdf zum Downloaden!Durch regelmäßigen Gebrauch setzt sich der Filter mit den ausgefilterten Schadstoffen zu. Dies führt zur Bildung eines sogenannten „Filterkuchens“, eines immer dicker werdenden Belages auf der Filteroberfläche, der letztendlich die Herabsetzung der Filtrationsleistung bewirkt. Dadurch gelangen immer mehr Schadstoffe ins Wageninnere. Deshalb ist es wichtig, den Pollenfilter in den empfohlenen Intervallen auf seine Funktionsfähigkeit hin untersuchen und gegebenenfalls austauschen zu lassen. Dafür eignen sich z.B. sehr gut die Frühjahrsinspektion bzw. der Wechsel von den Winter- auf die Sommerreifen.

Allergie und Autofahren - nicht ganz ungefährlich!

Gesicherte Daten darüber, wie viele Unfälle auf allergische Reaktionen, wie z. B. Niesattacken während des Autofahrens, zurück zu führen sind, gibt es nicht. Die Anzahl dürfte jedoch nicht gering sein. Durch Tests erwiesen ist, dass schon ein kräftiges Niesen dem Fahrer bereits bei Tempo 50 km/h für ungefähr 13 Meter die Sicht nimmt. Das ist „Blindflug“ genug, um einen Unfall zu verursachen. Ein Pollenfilter, der regelmäßig auf seine Funktionsfähigkeit hin überprüft wird, ist deshalb für Pollenallergiker eine wichtige Sicherheitsmaßnahme.

Dies empfiehlt sich auch nicht zuletzt deshalb, weil eine Reihe von KfZ-Versicherungen in solchen Fällen von einem schuldhaften Verhalten des Fahrzeugführers ausgehen und die Zahlung der Schäden verweigert. In der Auseinandersetzung mit der Versicherung kann es deshalb wichtig sein nachzuweisen, dass ein Pollenfilter existiert und dass dieser regelmäßig und fristgerecht erneuert wurde, zum Zeitpunkt des Unfalls also „voll funktionsfähig“ war.

Die Kosten für den Wechsel des Pollenfilters im Auto sind gering

Wie die Tabelle zeigt, sind die Kosten für den Filterwechsel gering und auch die anteilige Arbeitszeit ist, sofern sie nicht ohnehin in der Servicepauschale enthalten ist, kaum nennenswert.Kosten zwischen 30 Euro und 60 Euro sind angesichts der Unfallgefahr und zum Erhalt eines unbeschwerten Fahrens sicherlich erträglich. Deshalb sollten Allergiker diesen Aufwand nicht scheuen und darauf achten, immer ein gut funktionierendes System zur Abwehr von Pollen- und Innenraumemissionen im Auto zu haben.