Auto und Allergie - die Angebote der Hersteller

Auto und Allergie: Wann zahlt die Kfz-Versicherung?

Neben dem Eigeninteresse eines Pollenallergikers an einem pollenfreien Autoinnenraum kommt noch ein versicherungsrechtlicher Aspekt hinzu. Es kann passieren, dass sich Kfz-Versicherungen weigern für einen Schaden aufzukommen, wenn ein Unfall auf einen Heuschnupfen oder ähnliche allergische Beschwerden zurückzuführen ist. In der Auseinandersetzung mit der Versicherung kann es deshalb wichtig sein nachzuweisen, dass ein Pollenfilter existiert und dass dieser regelmäßig und fristgerecht erneuert wurde, sprich zum Zeitpunkt des Unfalls, „voll funktionsfähig“ war.

Auto und Allergie: Was kostet ein Pollenfilter?

Weder der Pollenfilter selbst noch dessen Einbau ins Fahrzeugt verursachen hohe Kosten. Zwischen 20,00 und 40,00 muss man laut Herstellern für einen Pollenfilter anlegen, bei Premiummarken und Oberklassemodellen kann es etwas teurer werden. Die Einbaukosten liegen, nach Herstellerangaben, zwischen 15,00 und 40,00 Euro, also ebenfalls eine überschaubare Investition (siehe Tabelle), insbesondere in Anbetracht eines deutlich verminderten Unfallrisikos.

Volkswagen, Ford, Volvo und Opel engagieren sich beim Thema „Allergien im Auto“

Es gibt aber auch PKW-Hersteller, die sich im Themenbereich „Auto und Allergie“ überdurchschnittlich stark engagieren. So ist Volkswagen der einzige Hersteller, der seit einigen Jahren mit dem DAAB, dem Deutschen Allergie- und Asthmabund in regelmäßigem Kontakt steht. Daraus resultierte unter anderem, dass VW die Empfehlung des DAAB für einen jährlichen Wechsel des Innenraumfilters in seine Kommunikationsmaterialien für die PKW-Kunden (Prospekte/Flyer) aufgenommen hat. Auch bietet Volkswagen im Zeitraum 01. Mai bis 30. Juni 2013 die „Volkswagen Klima-Wochen“ an. In diesem Zeitraum kann man die Funktionsfähigkeit der Klimaanlage seines Autos zu günstigen Kondition vollumfänglich überprüfen lassen.

Auf Hinweis des DAAB hat Volkswagen auch Kontakt zur Gesellschaft für Umwelt und Innenraumanalytik (GUI) in Mönchengladbach aufgenommen, um seine Staub- und Pollenfilterwechselmethode in Kombination mit der Volkswagenmethode der Verdampferreinigung mit anderen Methode zu vergleichen. Dabei schnitt das VW-System am besten ab und wird seither von der GUI als einzige Methode aktiv empfohlen. Das ganze Service-Paket für Allergiker rundet Volkswagen durch umfangreiches Informationsmaterial ab. Dabei ist auch ein spezieller Schulungsfilm zum Thema Allergie, der sich an die VW-Vertragshändler richtet, und eine gute Kundenberatung sichern soll.

Auch die Ford-Werke in Köln haben sich des Themas Allergien intensiv angenommen. Ford arbeitete hier sowohl mit dem TÜV Rheinland als auch in den Jahren 2008 bis 2010 mit der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) zusammen. In 2008 wurde beispielsweise dem Ford Fiesta das ECARF-Siegel verliehen. ECARF bestätigte damit die Testreihen des TÜV Rheinland, der dem Ford Fiesta das Prüfsiegel „Allergie getesteter Innenraum“ verliehen hatte. Die ECARF- und TÜV-Experten kamen zu dem Ergebnis, dass für den Innenraum des Modells ausschließlich Materialien verwendet wurden, die die bekannten Allergie-Risiken auf das absolute Minimum senken. Bei Ford verfügen neben dem Fiesta auch die Modelle C-Max, Grand C-Max, Fusion, Kuga, Mondeo, S-Max und Galaxy über dieses Prüfsiegel. Zusammen mit dem TÜV Rheinland hält Ford spezielle Allergie-Workshops ab, in denen die TÜV-Tester mehr als 100 in Ford-Fahrzeugen verwendete Materialien auf etwaige Schadstoffe und Allergene untersuchen.

Volvo arbeitet in Schweden intensiv mit der Schwedischen Asthma und Allergie Gesellschaft zusammen. Bereits seit Mitte der neunziger Jahre arbeitet Volvo an einer für Kontaktallergiker verträglichen Innenraumgestaltung. So wurde der Nickelanteil auf ein Minimum reduziert und das Leder in einem chromfreien Prozess gegerbt. Zur Sicherung reiner Innenraumluft setzt Volvo zwei Systeme ein. Das Interior Air Quality System, also das Innenraumqualitäts-System, überwacht die Qualität der von außen einströmenden Luft und schließt automatisch die Außenluftzufuhr, wenn der Schadstoffanteil zu hoch wird. Das Clean Zone Interior Package, ein Innenraumreinigungs-Paket, stellt sicher, dass die Innenraumluft automatisch gereinigt wird, sobald der Wagen aufgeschlossen wird. Speziell dieses Paket wird von der Schwedischen Asthma und Allergiegesellschaft für Allergiker empfohlen.

Opel arbeitet zwar noch nicht mit einer Allergieorganisation oder einem –verband zusammen, widmet sich aber dem Thema Allergie in speziellen Broschüren. So informiert „Gesundheit im Auto“ darüber wie die Opel-Technik für bessere Luftqualität, weniger Allergenbelastung und geringere Schadstoffbelastung sorgt. Mit Flyern wie „Tschüss Pollen“ oder „Genießen statt niesen“ wirbt Opel bei seinen Kunden für die regelmäßige Reinigung von Pollenfiltern bzw. der gesamten Klimaanlage.  

Die Tabelle „Auto und Allergie“ listet für alle wesentlichen PKW-Hersteller, basierend auf den eigenen Angaben, auf, welche Angebote sie für Allergiker bereithalten welche Kosten der Wechsel von Pollenfiltern verursacht. 

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