Allergie, Autofahren, Pollenfilter

Allergie im Auto, Quelle: Fotolia

Auto und Allergie - Neueste Entwicklungen für Allergiker 2014

Für Allergiker bieten die Autohersteller in der Regel durch Pollenfilter serienmäßig ausreichend Schutz. Einige Hersteller wie Volkswagen, Lexus und Opel haben aber inzwischen auch sehr ausgefeilte Filter- und Klimasysteme entwickelt, die weit darüber hinausgehen. Beim Themenkreis "Auto und Kontaktallergien" sieht dies auch 2014 anders aus. Nur wenige Hersteller bieten hier eine spezielle Ausstattung. Wie die Umfrage 2014 unter allen wesentlichen PKW-Herstellern auf den deutschen Markt zeigt, arbeiten vor allem Volkswagen, Mercedes, Volvo, Opel und Lexus intensiv am Thema Auto und Allergien.

Auto und Allergie: Wie funktioniert ein Pollenfilter?

Das Basismodell eines Pollenfilters verhindert das Eindringen von Feinstaub, Pilzsporen, Dieselruß und Pollen. Eine erweiterte Ausstattung mit einem Aktivkohlefilter filtert auch gasförmige Stoffe, wie Ozon, Benzol, Stickstoffdioxid und Gerüche – eine durchaus sinnvolle Maßnahme, wenn man bedenkt, dass Duftstoffe zu den zweithäufigsten Auslösern von Kontaktallergien gehören.

Im Laufe der Zeit wird allerdings die Leistungsfähigkeit des Pollenfilters vermindert, weil sich der Filter mit den ausgefilterten Schadstoffen zusetzt. Die führt zur Bildung eines sogenannten "Filterkuchens", eines immer dicker werdenden Belages auf der Filteroberfläche, was letztendlich die Herabsetzung der Filtrationsleistung bedingt. Demensprechend wichtig ist es, den Pollenfilter regelmäßig auf seine Funktionsfähigkeit hin zu untersuchen und gegebenenfalls austauschen zu lassen. Dafür eignen sich z.B. sehr gut die Frühjahrsinspektion bzw. der Wechsel von den Winter- auf die Sommerreifen. Allergiker sollten die geringen Kosten, die mit einem Filterwechsel verbunden sind, nicht scheuen, denn es drohen neben der Einschränkung des Wohlbefindens auch Unfall und hohe Kosten.

Auto und Allergie: erhöhtes Unfallrisiko für Pollenallergiker

Die Auswirkungen einer Allergie auf das Autofahren dürfen nicht unterschätzt werden. Schon ein kräftiges Niesen nimmt dem Fahrer bereits bei Tempo 50 km/h für ungefähr 13 Meter die Sicht, auf der Landstraße oder Autobahn kann das durchaus über 50 Meter und mehr "Blindflug" bedeuten. Eine Niesattacke bedeutet also ein erhebliches Unfallrisiko. Ein Pollenfilter, der regelmäßig auf seine Funktionsfähigkeit hin überprüft wird, ist deshalb für Menschen mit Heuschnupfen nicht nur eine Maßnahme für das Wohlbefinden, sondern kann eine lebensrettende Sicherheitsmaßnahme sein.

Auto und Allergie: Wann zahlt die Kfz-Versicherung?

Neben dem Eigeninteresse eines Pollenallergikers an einem pollenfreien Autoinnenraum kommt noch ein versicherungsrechtlicher Aspekt hinzu. Es kann durchaus nicht selten, dass sich Kfz-Versicherungen weigern für einen Schaden aufzukommen, wenn ein Unfall auf einen Heuschnupfen oder ähnliche allergische Beschwerden zurückzuführen ist. Die Versicherung stellt dann ein fahrlässiges Selbstverschulden des Autoführers fest und verweigert die Zahlung. In der Auseinandersetzung mit der Versicherung kann es deshalb wichtig sein nachzuweisen, dass ein Pollenfilter existiert und dass dieser regelmäßig und fristgerecht erneuert wurde, sprich zum Zeitpunkt des Unfalls, "voll funktionsfähig" war.

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.