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Auto Allergie Pollenfilter

Heuschnupfen beim Autofahren kann gefährlich sein! (Quelle: Fotolia)

Auto und Allergie 2017: Pollenfilter jetzt überprüfen!

Mit dem Einsetzen des Pollenflugs müssen Allergiker wieder Vorkehrungen treffen, um zu verhindern, dass Pollen in den Innenraum gelangen. Dafür haben die meisten PKW serienmäßig eingebaute Pollenfilter, die jedoch in Abständen von 12 bis 24 Monaten ersetzt werden müssen. Wie jedes Jahr veröffentlicht MeinAllergiePortal die aktuelle Tabelle Auto und Allergie 2017 über Wartungsintervalle und Kosten beim Thema Pollenfilter.

Das Risiko für Allergiker beim Autofahrer wird unterschätzt

Vielen Pollenallergikern unter den PKW-Fahrern ist das Risiko, das sie mit einem nicht mehr funktionierenden Pollenfilter eingehen nicht bewusst. Was soll bei kurzen Niesattacken schon passieren? Es kann sehr viel passieren, denn ein heftiges Niesen nimmt dem PKW-Fahrer Sicht und Kontrolle über das Fahrzeug.
Die Tabelle zeigt, wie viele Meter „Blindflug“ bei der jeweils angegeben Geschwindigkeit durch Niesen verursacht werden kann (Durchschnittswerte).

 

Geschwindigkeit Strecke ohne Sichtkontakt
50 km/h 14 Meter
80 km/h 25 Meter
120 km/h 60 Meter
 

 

Diese Strecken sind mehr als ausreichend, um Unfälle zu verursachen. Es ist zwar bisher nicht wissenschaftlich ermittelt worden, wie viele Unfälle direkt durch Allergien verursacht wurden, aber nicht wenige eigentlich unerklärliche Kollisionen bei schönstem Wetter, guter Sicht und trockener Straße dürften darauf zurückzuführen sein.

Den Versicherungsschutz nicht gefährden

Allergiker haben generell in der Pollensaison ein 30 Prozent höheres Unfallrisiko, denn tränende, brennende Augen beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit und Müdigkeit als indirekte Folge der Allergie kann sich negativ auf das Konzentrationsvermögen auswirken. Ein mangelhaft funktionierender Pollenfilter verschärft die Probleme. Das ist vor allem dann problematisch, wenn sich im Unfallfall die KfZ-Versicherung weigert, für den Schaden aufzukommen. Einige Versicherungen verweisen dann auf ein „fahrlässiges Selbstverschulden des Fahrers“ und versuchen so ihrer Zahlungsverpflichtung zu entgehen. Der Nachweis, dass der Pollenfilter in gutem Zustand war und regelmäßig erneuert wurde, kann dieser Argumentation den Boden entziehen, denn eine Niesattacke allein stellt keine juristisch ausreichende Fahrlässigkeit dar.

Allerdings muss auch darauf geachtet werden, dass während der Fahrt die Fenster geschlossen sind, denn der beste Pollenfilter kann die durch offene Fenster eintretenden Pollen nicht abwehren. Wichtig ist auch, das Auto regelmäßig zu reinigen, um Allergene wie Pollen, Schimmelsporen oder Milbenkot zu entfernen.

Wie funktionieren Pollenfilter?

so funktionieren pollenfilterFunktionsweise von Pollenfiltern, Quelle: BoschGrundsätzlich bestehen einfache Pollenfilter aus drei Lagen. Die erste Lage, der Vorfilter, filtert die eindringende Luft grob vor und hält größere Partikel ab. Die zweite Lage aus Microfaser ist elektrostatisch aufgeladen und kann deutlich kleinere Partikel ausfiltern. Die dritte Lage, das Trägervlies, stellt eine finale Schutzschicht dar. Eine erweiterte Version stellt Aktivkohlefilter dar, die mittels einer Aktivkohleschicht auch gasförmige Stoffe, wie Ozon, Benzol, Stickstoffdioxid und Gerüche ausfiltert.

 

Das Problem dabei ist , dass sich die Leistungsfähigkeit des Pollenfilters im Laufe der Zeit vermindert, weil sich der Filter mit den ausgefilterten Schadstoffen zusetzt. Die führt zur Bildung eines sogenannten "Filterkuchens", eines dicken Belages auf der Filteroberfläche, der dazu führt, dass die Filtrationsleistung nicht mehr ausreichend gegeben ist. Deshalb wichtig ist es, den Pollenfilter regelmäßig auf seine Funktionsfähigkeit hin zu untersuchen und gegebenenfalls austauschen zu lassen.


Kosten für den Wechsel des Pollenfilters sind moderat

Wie die Tabelle „Auto und Allergie 2017“ zeigt, sind die Kosten für einen Pollenfilter und dessen Einbau moderat. Sie liegen für bei den Materialkosten in der Regel zwischen 15 € und 40 €, bei PKW der Oberklasse können es in Ausnahmefällen auch etwas über 100 € sei. Der Arbeitslohn bewegt sich ebenfalls in Größenordnungen von 25 € bis 50 €. Angesichts der geschilderten Wichtigkeit eines intakten Pollenfilters für einen uneingeschränkten Versicherungsschutz sind das geringe Investitionen, von einem beschwerdefreien Fahren in den fünf bis sechs Monaten mit intensivem Pollenflug einmal ganz abgesehen. Sehr gut kombinieren lässt sich der Filterwechsel z.B. mit der Frühjahrsinspektion oder dem Aufziehen der Sommerreifen.

Initiativen der PKW-Hersteller

Nahezu alle Modelle sind serienmäßig mit einem in den Kabinenluftfilter integrierten Pollenfilter ausgestattet (Ausnahme Suzuki Jimny). Zahlreiche Hersteller bieten bei diversen Modellen auch die Möglichkeit des Einbaus eines Aktivkohlefilters an. Darüber hinausgehende Aktivitäten zeigen folgende Hersteller:

Ford: In neueren Modellen von Ford Mondeo, S-MAX sowie Galaxy wird ein hochwirksames Luftfiltersystem eingesetzt, das laut Hersteller „selbst ultrafeinen Staub mit einem Durchmesser kleiner als ein Tausendstel eines menschlichen Haars sowie bis zu 99 Prozent aller Pollen, Partikel und gasförmiger Schadstoffe effektiv aus der Luft herausfiltert“.

Infiniti: In den meisten Modellen werden hochwertige Traubenkernpolyphenolfilter eingesetzt.

Lexus: Die neue Klimaautomatik im Lexus GS nutzt darüber eine Nano-e-Technologie zur Luftreinhaltung, die automatisch bei jedem Einschalten aktiv wird. Sie speist 20 bis 50 Nanometer große Partikel über die Lüftung auf der Fahrerseite der Armaturentafel in den Innenraum ein. Dabei handelt es sich um negativ geladene Ionen, die von einer Hülle aus Wassermolekülen umgeben sind. Die Nanopartikel haben einen luftreinigenden und geruchsneutralisierenden Effekt, weil sie sich an die in der Luft enthaltenen Partikel und Moleküle binden. Auch Geruchsstoffe aus Sitzen und Dachhimmel werden auf diese Weise entfernt. Zugleich haben Nanopartikel einen feuchtigkeitsspendenden Effekt auf Haut und Haar, was zum Wohlbefinden der Passagiere beiträgt.

Mercedes: Die Stuttgarter PKW-Marke testen in einer eigenen Prüfkammer für Innenraumemissionen spezielle Verfahren zur Vermeidung von Allergeneintritten, Kontaktallergien und unangenehmen Gerüchen. Der Fokus liegt auf der Verhinderung des Eindringens von Feinstaub, Pilzsporen, Dieselruß und Pollen, aber auch auf der Filtration von gasförmigen Stoffen wie Ozon oder Benzol. Unterstützt wird Mercedes-Benz dabei von der Europäischen Vereinigung für Allergieforschung (ECARF), die ihren Sitz bei der Charité in Berlin hat.

Opel: Opel bietet für alle Fahrzeugmodelle die Klimaanlagenreinigung und die Reinigung der Pollenfilterumgebung mit Contra Sept®, dem einzigen System im Markt, das vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) als wirksam, gesundheitsverträglich und für Allergiker geeignet bewertet wird.

Volkswagen: Der Volkswagen UP! mit mechanischer Klimaanlage wird serienmäßig mit einem Partikelfilter ausgeliefert, ab Mj. 2017 wird der UP! mit Climatronic mit Anti- Allergen Filter ausgeliefert.
Als neuen Standard setzt Volkswagen mit der neuen MQB Plattform ab Mj. 2015/ 16 in dem Touran, dem neuen Tiguan und dem aktuellen Passat ab Mj 2015 auf eine neue leistungsfähigere Filtergeneration: den Anti-Allergen Filter (mit Polyphenol Beschichtung). Als einer der ersten Serien- Volumen Hersteller kommt der Filter serienmäßig bei allen Fahrzeugen mit 3 Zonen Klimaautomatik zum Einsatz. Des Weiteren gibt es seit Juni 2016 ein Upgrade eines Anti Allergene Filters für die Plattform Golf V/Golf VI geben(PQ35). Durch die Polyphenol Schicht bindet die neue Filtergeneration wirksam Allergene.

Volvo: In allen Modellen der 90er Baureihe sowie in allen Modellen der 60er Baureihe wird serienmäßig das Volvo Clean Zone Luftqualitätssystem mit Aktivkohle- und Pollenfilter sowie mit automatischer Umluftschaltung und Vorbelüftung des Innenraums bei Fahrzeugentriegelung angeboten.

In allen Modellen der 40er Baureihe ist serienmäßig ein Pollenfilter an Bord, zum Aufpreis von 110,- Euro (UVP inkl. 19% MwSt.) erhält der Kunde optional das Volvo Clean Zone Luftqualitätssystem mit Aktivkohle- und Pollenfilter sowie mit automatischer Umluftschaltung und Vorbelüftung des Innenraums bei Fahrzeugentriegelung.

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