Deutsche Atemwegsliga

Dr. Uta Butt, Koordinatorin bei Deutsche Atemwegsliga e.V.

Die Deutsche Atemwegsliga informiert zu Atemwegs- und Lungenerkrankungen!

Die Deutsche Atemwegsliga besteht seit 1979 und richtet sich an Ärzte und Patienten gleichermaßen. Das Ziel der Organisation ist es, verlässliche Informationen zu Erkrankungen der Lunge und Atemwege zu bieten und dafür nutzt die Deutsche Atemwegsliga alle Kommunikationskanäle, auch die sozialen Medien. MeinAllergiePortal sprach mit Dr. Uta Butt, Koordinatorin bei Deutsche Atemwegsliga e.V. über die Zielsetzung ihrer Organisation und zukünftige Pläne.

Frau Dr. Butt, die Deutsche Atemwegsliga bietet Informationen zu Asthma, COPD, Mukoviszidose und Lungenkrebs - zu welchem Krankheitsbild  besteht der größte Informationsbedarf?

Von Asthma oder COPD sind viele Menschen betroffen. Aus diesem Grund nehmen diese beiden Erkrankungen bei uns den größten Raum ein. Aber auch alle anderen Atemwegs- und Lungenkrankheiten sind in der Beratung wichtig. Besonders wenn es seltenere Erkrankungen sind, gibt es weniger Informationsmaterial, weniger Betroffene, mit denen man sich austauschen kann, so dass der individuelle Informationsbedarf groß ist.

 

An wen richtet sich die Deutsche Atemwegsliga?

Unsere Mitglieder sind Ärzte und Patienten. Wir verstehen uns als die Brücke zwischen der wissenschaftlichen Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, den Patientenorganisationen und der Öffentlichkeit. Wir tragen dazu bei, dass wissenschaftliche Erkenntnisse Eingang in die tägliche Behandlungspraxis finden. Das funktioniert am besten, wenn Arzt und Patient partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Was bietet die Deutsche Atemwegsliga den Mitgliedern und welche Informationen bekommen Nicht-Mitglieder?

Unsere Mitglieder halten wir auf dem neusten Stand, in dem diese Neuerscheinungen zeitnah erhalten. Unsere Broschüren etc. bekommen Mitglieder bei Nachbestellungen zum Vorzugspreis.

Über Facebook, Twitter und Google+ geben wir allen Interessierten fast täglich Tipps zur Lungengesundheit und informieren über Neuigkeiten. Auf YouTube haben wir ein umfangreiches Filmangebot mit Schwerpunkt „richtig inhalieren“. Dort berichten wir auch in Form von Videointerviews von wichtigen Kongressen oder anlässlich von Weltmottotagen über aktuelle Entwicklungen in der Pneumologie.

Wir freuen uns über alle, die unsere Arbeit durch ihre Mitgliedschaft unterstützen möchten. Je mehr wir sind, umso mehr zählt unsere Stimme.


Manche Organisationen beklagen ein schwindendes Interesse an Asthmaschulungen bei den Familien der erkrankten Kinder, machen Sie ähnliche Erfahrungen?

Asthmaschulungen im Kindesalter haben wir bisher nicht durchgeführt. Wir bilden Ärzte und Fachpersonal aus, die anschließend Patientenschulungen für Erwachsene durchführen. Das Interesse an den Train-the-Trainer-Seminaren ist ungebrochen.

Die Deutsche Atemwegsliga gibt es seit fast 40 Jahren. Was hat sich aus Ihrer Sicht in diesem Zeitraum verändert?

Kommunikationswege haben sich geändert. Früher wurde fast alles per Brief oder Fax beantwortet. Information ist heute schneller und detaillierter geworden. Heute kommt es auf den richtigen Mix der verschiedenen Medien, wie z. B. klassische Internetseiten und Soziale Medien an, die Arbeit ist vielschichtiger geworden.

Wo sehen Sie noch Handlungsbedarf für die Deutsche Atemwegsliga? Was planen Sie in naher Zukunft?

Die Atemwegsliga wird sich in Zukunft noch breiter aufstellen und besonders Themen wie Lungenkrebs und interstitielle Lungenerkrankungen verstärkt bearbeiten.

Wichtig ist, auch jüngere Menschen frühzeitig für Lungengesundheit zu sensibilisieren. Denn nach wie vor gilt, dass Prävention die beste aller Therapien ist. Die sozialen Netzwerke stellen dabei ein ideales Kommunikationswerkzeug, speziell zur Kommunikation mit jüngeren Zielgruppen, dar.

Frau Dr. Butt, herzlichen Dank für dieses Interview!

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