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Covid-19 Schutz Sport Verlauf

Covid-19: Schützt Sport vor schweren Verläufen? (Quelle: Lungenärzte im Netz)

Covid-19: Schützt Sport vor schweren Verläufen?

Körperlich inaktive Menschen müssen nach einer Infektion mit Covid-19 wegen schwerer Krankheits-Verläufe um das Dreifache häufiger im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden und erleiden bis zu sechs Mal häufiger ein tödliches Ende als Personen die Sport treiben. Darauf weisen Experten der Deutschen Lungenstiftung unter Berufung auf aktuelle Studienergenbnisse hin. 

Warum Sport vor schweren Verläufen von Covid-19 schützen kann 

Sportlich Aktive erkranken generell seltener an Atemwegsinfektionen wie mit Coronaviren (SARS-CoV-2) und scheinen dank ihrer größeren Fitness bezüglich Lungenfunktion und Herzleistung auch gegenüber schweren Verläufen von Covid-19 besser gewappnet zu sein. Demgegenüber müssen Menschen, die sich weniger als 10 Minuten pro Woche sportlich betätigen, nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 wegen schwerer Krankheitsverläufe um das Dreifache häufiger im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden und erleiden bis zu sechs Mal häufiger ein tödliches Ende als sportlich Aktive, die mehr als 150 Minuten pro Woche Sportarten wie Joggen oder Radfahren mit mittlerer bis hoher Intensität treiben. Das berichten Forscher aus Kalifornien in einer aktuellen Studie, auf die Experten der Deutschen Lungenstiftung hinweisen (siehe  British Journal of Sports Medicine, Online-Veröffentlichung am 13.4.2021). Auch bei einem mittleren Fitnesslevel (mit 11 bis 149 Minuten Sport pro Woche) werden weniger schwere Verläufe sowie seltenere Krankenhausbehandlungen und Todesfälle beobachtet. Die Forscher betonen, dass Bewegungsmangel bisher nur vereinzelt in den Krankenakten vermerkt und damit womöglich als eigenständiger Risikofaktor übersehen wurde, dem eine ähnliche Bedeutung wie den bereits bekannten Risikofaktoren für einen schweren Verlauf von Covid-19 – wie Rauchen, Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs – zukommen könnte.

Sport steigert die Immunabwehr und wirkt entzündungshemmend

„Anhand einer Beobachtungsstudie lässt sich eine Kausalität zwar nicht beweisen. Auch ist denkbar, dass ein leichterer Krankheitsverlauf von Covid-19 auf einen grundsätzlich besseren Gesundheitszustand der Patienten - unabhängig von ihrer körperlichen Aktivität - zurückzuführen ist“, kommentiert Prof. Adrian Gillissen, Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Lungenstiftung und Direktor der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie von der Ermstalklinik Reutlingen-Bad Urach die Studienergebnisse. „Andererseits ist bekannt, dass regelmäßige körperliche Aktivität die Immunfunktion verbessert. Denn beim Sport wird das Stresshormon Adrenalin ausgeschüttet, in Folge dessen auch die Anzahl der Immunzellen im Blut steigt. Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt außerdem entzündungshemmend. Deshalb dürften Menschen, die regelmäßig körperlich aktiv sind, bei Virusinfektionen seltener schwer erkranken. Frühere Studien haben zudem gezeigt, dass regelmäßiger Sport die Gesundheit des gesamten Herz-Kreislauf-Systems fördert, was den Patienten im Krankheitsfall natürlich zugutekommt und sie gleichzeitig davor schützt, an Diabetes oder Adipositas zu erkranken, die ja einen bedeutenden Risikofaktor für Covid-19 darstellen.”

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