Asthma Schwangerschaft

Prof. Dr. Heinrich Worth, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Atemwegsliga zum Thema "Asthma in der Schwangerschaft"!

Asthma in der Schwangerschaft: Was sollten Schwangere beachten?

Wie stellt man fest, dass die Asthmasymptome einer Schwangeren sich verbessern, so dass die Medikation reduziert werden kann?

Ausschlaggebend ist die Güte der Asthmakontrolle, d.h. ob tagsüber oder nachts Symptome auftreten, ob das Asthma die gewohnten Aktivitäten einschränkt, ob vermehrt Notfallspray eingesetzt werden muss etc.. Ist dies alles nicht der Fall, kann man nach der Schwangerschaft eine Reduktion der Medikation vornehmen, ansonsten bleibt es bei der gewohnten Therapie.
Als zusätzlichen Kontrollparameter  kann man noch die NO-Konzentration in der Ausatemluft  heranziehen, d.h. den Anteil des Stickoxids. Sinkt der NO-Anteil, ist dies ein positives Zeichen und kann der Anlass zu einer Reduzierung der Medikation sein.

Kann in der Schwangerschaft grundsätzlich jedes Asthma-Medikament eingesetzt werden?

Global kann man das nicht sagen.  

Man kann jedoch feststellen, dass die üblichen Asthma-Medikamente, und dies gilt insbesondere für das inhalative Kortison, in der Schwangerschaft sicher sind. Inhalatives Kortison wurde bei 10.000enden schwangeren Asthmatikerinnen untersucht, am meisten das  Budesonid, ein synthetisches Glucocorticoid. Es ist als sicher zu bezeichnen und sollte deshalb in derSchwangerschaft nicht einfach abgesetzt werden. Auch langwirksame Betamimetika können in der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Um eine Stabilität der Asthmakontrolle zu erreichen, ist es zu empfehlen, die Medikation, die vor der Schwangerschaft gewählt wurde, beizubehalten, um keine Verschlechterung zu riskieren.

Welche Asthmatherapien bzw. andere Medikationen sind in der Schwangerschaft nicht empfehlenswert?

Es ist nicht empfehlenswert, eine spezifische Immuntherapie(Hyposensibilisierung) während der Schwangerschaft zu beginnen, da dies zu unkontrollierten Situationen führen kann. Diese kann aber bei unkompliziertem Verlauf vor der Schwangerschaft in der Schwangerschaft fortgeführt werden.

Auch mit der Einnahme von Leukotrienrezeptorantagonisten sollte man in der Schwangerschaft nicht beginnen.

Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken empfehlen wir vor Beginn der Schwangerschaft durchzuführen.

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