Samter-Trias, Nasenpolypen, Asthma, ASS-Intoleranz – hilft ASS-Desaktivierung?

Welche Nebenwirkungen hat die Gabe von ASS bei der ASS-Desaktivierung?

Am häufigsten klagen die Patienten über Magenschleimhautentzündung. Unterschiedliche Blutungen wie z.B.  Magenblutungen, Nasenbluten und Blutergüssen der Haut können auch vorkommen. Und je höher die Dosis desto mehr Wahrscheinlichkeit, dass diese Nebenwirkungen mehr statt finden.

Gehen durch die ASS-Desaktivierung auch die bereits bestehenden Nasenpolypen bzw. das Asthma wieder zurück?

Wir sehen immer wieder, dass sich die Nasenpolypen durch die ASS-Desaktivierung zurückbilden oder langsamer wachsen. Auch das Riechvermögen und Asthma können sich dadurch verbessern. Die Patienten können nach ca. 4 Tagen besser durch die Nase atmen oder riechen und im Zeitraum zwischen 4 Wochen bis 6 Monaten kann es zu einer Besserung des Asthmas kommen.

Was ist der beste Zeitpunkt für eine ASS-Desaktivierung? Führt man diese Behandlung sofort durch, oder erst dann, wenn eine Entfernung der Nasenpolypen nicht erfolgreich war?

Nach der Entfernung der Polypen der Nase und Nasennebenhöhlen können die Patienten zunächst besser atmen. 4 bis 6 Wochen nach der Nasennebenhöhlenoperation ist ein guter Zeitpunkt, die ASS-Desaktivierung durchzuführen. Dann ist die erste Phase der Wundheilung ziemlich weit fortgeschritten, womit die Risiken für eine Blutung während der ASS-Desaktivierung abnehmen.

Gibt es, abgesehen von der ASS-Desaktivierung, weitere Therapiemöglichkeiten für Samter-Trias?

Für Samter-Trias ist die ASS-Desaktivierung die einzige Therapie, die die Ursache der Erkrankung behandelt.
In Abhängigkeit von bestehenden Symptomen und Nebenerkrankungen kann man eine zusätzlich unterstützende Behandlung mit einer Reihe von unterschiedlichen Medikamenten empfehlen, wie z.B. Mastzellenstabilisatoren, Antihistaminika, immunmodulierende Antibiotika, Asthma Sprays mit Bronchodilatatoren, Kortison (Nasenspray, Asthmaspray, in Tablettenform oder eventuell durch Infusionen) und eine Interferontherapie.

Frau Dr. Morales Minovi, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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