ASS-Unverträglichkeits-Syndrom

Dipl. oec. troph. Sibylle Plank, Vital Klinik, Alzenau

ASS-Unverträglichkeits-Syndrom – was darf man essen?

Was raten Sie Ihren Patienten? Gibt es Tricks und Tipps?  

Von einer pauschalen Meidung salicylatreicher Nahrungsmittel in Eigenregie rate ich ab. Die Einschränkungen sind in den allermeisten Fällen unnötig, schmälern die Lebensqualität und sind zudem mit dem Risiko einer einseitigen Ernährung behaftet. Wenn nach der Diagnose ASS-Intoleranz trotz Meiden von ASS und den anderen Medikamenten der Gruppe "nicht-steroidaler Antiphlogistika" weiterhin Beschwerden bestehen, rate ich dazu, eine allergologisch versierte Ernährungsfachkraft aufzusuchen. Manchmal reichen schon kleine Änderungen – beispielsweise regelmäßiges Trinken. Empfehlenswert sind 2 Litern Wasser/Tag.

In anderen Fällen  kann im Rahmen der Diagnostik eine salicylatarme Kost für etwa drei Wochen durchgeführt werden, um zu prüfen, ob sich die Beschwerden verringern. Im nächsten Schritt ist es dann wichtig, die Verträglichkeit salicylatreicher Nahrungsmittel gezielt auszuprobieren und dabei auch Triggerfaktoren wie Alkohol, Stress oder körperliche Anstrengung zu überprüfen. In jedem Fall ist es wichtig, eine individuell maßgeschneiderte, ausgewogene und alltagstaugliche Ernährung sicher zu stellen.

Ernährungstherapeutische Beratungen werden nach einer ärztlichen Notwendigkeitsbescheinigung von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Wohnortnahe Kontaktadressen allergologisch versierter Ernährungsfachkräfte finden Patienten im Internet unter www.daab.de sowie unter www.ak-dida.de.

Frau Plank, vielen Dank für dieses Interview!

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.