Adrenalin Autoinjektoren Aut idem

MeinAllergiePortal, AeDA und das Allergie-Zentrum Wiesbaden bitten deshalb Anaphylaxie-Patienten und Unterstützer um ihre Mithilfe.

Anaphylaxie: MeinAllergiePortal, AeDA & Allergie-Zentrum Wiesbaden bitten um Mithilfe

Kronberg/Dreieich/Wiesbaden, 14. 07. 2015 Der Gesetzgeber hat grundsätzlich die Möglichkeit geschaffen, dass Krankenkassen mit Pharmaunternehmen Rabattverträge schließen. Diese beruhen darauf, dass die Apotheker Rezepte vorrangig mit Rabattvertragsprodukten der jeweiligen Kasse beliefern müssen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat vom Gesetzgeber die Möglichkeit bekommen, diesen Austausch (Aut idem) in der Apotheke für bestimmte Wirkstoffe zu untersagen.

Die bereits existierenden Rabattverträge bzw. die Aut idem-Regelung für Adrenalin-Autoinjektoren verpflichten den Apotheker, gesetzlich versicherten Anaphylaxie-Patienten den im Rabattvertrag ihrer jeweiligen Kasse festgelegten Injektor anstelle den vom Arzt verordneten auszuhändigen. „Das hat zur Konsequenz, dass sich ein Anaphylaxie Patient bei jeder neuen Verordnung eines Adrenalin-Autoinjektors erneut auf die jeweilige Handhabung seines lebensrettenden Gerätes einstellen muss“ erklärt Prof. Dr. Ludger Klimek, Allergie-Zentrum Wiesbaden und Vizepräsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen e.V. (AeDA), „im Notfall kann es zu tödlichen Verwechslungen kommen!“. MeinAllergiePortal, AeDA und das Allergie-Zentrum Wiesbaden bitten deshalb Anaphylaxie-Patienten und Unterstützer um ihre Mithilfe.


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Es ist deshalb das Anliegen des AeDA, dass Aut idem für Adrenalin Autoinjektoren ausgeschlossen wird. „Der AeDA würde es begrüßen, wenn der G-BA Adrenalin (Epinephrin-) Autoinjektoren auf die Substitutionsausschlussliste setzten würde!“ betont Prof. Klimek.

Um dies deutlich zu machen bittet der AeDA um die Unterstützung der Patienten um die Entscheider auf die möglichen Konsequenzen der aktuellen Regelung aufmerksam zu machen. „Wir unterstützen die Initiative der Allergie-Experten des AeDA, indem wir unsere Leser um Mithilfe bitten“ so Sabine Jossé von der Internet-Plattform MeinAllergiePortal, „dafür haben wir in Abstimmung mit dem AeDA und dem Allergie-Zentrum Wiesbaden einen Emailtext vorbereitet, den Betroffene und Unterstützer an uns senden können, und den wir dann an den Gemeinsamen Bundesausschuss und die entsprechenden Gremien weitergeben werden“.

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Adressiert werden sollte die Email wie folgt:

Emailadressen:
info@mein-allergie-portal.com
info@Allergiezentrum.org

Der Text lautet:

Betreff: Ausschluss des Wirkstoffs „Epinephrin in der Darreichungsform Injektionslösung“ aus der Liste „Ersetzung wirkstoffgleicher Arzneimittel“ nach § 129 Abs. 1 a Satz 2 SGB V

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben die Möglichkeit, Adrenalin (Epinephrin-) Autoinjektoren auf die Substitutionsausschlussliste zu setzen. Bitte machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Ein Adrenalin-Autoinjektor ist ein Notfallmedikament für hochallergische Anaphylaxie-Patienten. Er muss im Ernstfall ohne Zeitverzug sofort und zuverlässig angewendet werden können.Eine unbehandelte Anaphylaxie kann innerhalb von 20 Minuten zum Tode führen. Deshalb werden die betroffenen Anaphylaxie-Patienten in der Handhabung des jeweiligen Modells des Autoinjektors speziell geschult.

Da mehrere Modelle von Adrenalin-Autoinjektoren mit unterschiedlichen Applikationsformen auf dem Markt sind, besteht durch die Aut idem-Regelung die Gefahr, dass bei jeder neuen Verordnung andere Modelle eines Autoinjektors ausgegeben werden. Damit ist die zuverlässige Handhabung nicht mehr gegeben. Mit der aktuellen Regelung würde also fahrlässig das Leben von Patienten in Gefahr gebracht. Ich bitte Sie deshalb dringend, Adrenalin (Epinephrin-) Autoinjektoren auf die Substitutionsausschlussliste zu setzen!   

Mit freundlichen Grüßen

(Name des Emailschreibers)

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