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Kristina Schmidt allergologisch Anaphylaxieberatung

Kristina Schmidt allergologisch Anaphylaxieberatung gibt Unterstützung im Umgang mit Anaphylaxie!

Kristina Schmidt allergologisch Anaphylaxieberatung

Wenn ein Kind die Diagnose „Nahrungsmittelallergie mit Anaphylaxie" erhält, stellen sich für die Familie viele Fragen. An erster Stelle steht dabei eine sichere, allergenfreie Ernährung für das Kind, aber es gibt noch weitere drängende Fragen. Wie geht man mit der Anaphylaxie-Risiko so um, dass das Kind möglichst „normal“ leben kann? Wie stellt man sicher, dass das Kind auch außerhalb der eigenen vier Wände sicher vor „seinem“ Allergen ist? Konkrete Hilfestellung bei all diesen Fragen gibt es jetzt bei Kristina Schmidt allergo-logisch Anaphylaxieberatung. MeinAllergiePortal sprach mit der Gründerin über ihr Angebot der konkreten Hilfestellung im Umgang mit Anaphylaxie.

Autor: Sabine Jossé

Interviewpartner: Krisitna Schmidt

Update: 29.10.2021

Frau Schmidt, Sie sind Gründerin und waren bis 2018 Vorsitzende des Nuss/Anaphylaxie Netzwerk (NAN) e.V., wie kamen Sie auf die Idee, die „allergo-logisch Anaphylaxieberatung“ zu gründen?

Das war 2017 ein konsequenter Schritt, nachdem ich immer häufiger Beratungs- und Fortbildungsanfragen über die ehrenamtliche Tätigkeit hinaus erhalten und mich als Anaphylaxietrainerin weiterqualifiziert hatte. „allergo-logisch“ verbindet meine langjährige Berufserfahrung als Pädagogin und die Anaphylaxieberatung im NAN e.V. miteinander. Mittlerweile habe ich als Lehrerin gekündigt und bin mit allergo-logisch voll selbstständig, denn der Beratungsbedarf ist enorm hoch, sowohl in Familien als auch in Kitas und Schulen, und ich schaffe flexible, maßgeschneiderte Lösungen. Der kompetente Umgang mit dem Anaphylaxie-Risiko im Familien-, Kita- und Schulalltag, der Balanceakt zwischen Vorsicht und Gelassenheit, das sind Themen, die mir persönlich sehr am Herzen liegen.

Für wen bieten Sie Schulungen an und mit welchen Inhalten?

Ich biete Anaphylaxieschulungen für Eltern und Kinder sowie Fortbildungen für Lehrer*innen und Erzieher*innen in Schulen und Kitas an. Die Inhalte umfassen alle Bereiche des Anaphylaxie-Alltags mit dem Schwerpunkt auf Nuss- und Erdnussallergien: vom (rechts)sicheren Umgang mit dem ärztlich verordneten Notfallset und Notfallplan über Nutzen und Grenzen der Lebensmitteldeklaration bis hin zu ganz konkreten Präventionsstrategien im Familien-, Kita- und Schulalltag, die sich leicht umsetzen lassen. Ergänzend gibt es mittlerweile ein wachsendes Online-Angebot an Schulungsmaterialien, Selbstlernkursen und Workshops, die einzelne Aspekte wie z.B. Klassenfahrten, Lehrer als Eltern selbst schulen, „nussfrei durch die Weihnachtszeit“ etc. aufgreifen.

Auf welchen „Wegen“ schulen Sie?

Ich schule in erster Linie „live-online“ in Form von Videokonferenzen – und das schon seit 2018, also vor Pandemiezeiten. Die Flexibilität und Effizienz von Videokonferenzen sind gerade bei diesem sehr speziellen Thema, das außerhalb der großen Ballungsgebiete kaum bedient wird, extrem hilfreich. Meine Übungsformen sind didaktisch ans Onlineformat angepasst. Eltern und Kinder loggen sich einzeln von zu Hause in die Schulungen ein, und für Kita-/Schul-Teams versende ich bei Bedarf leihweise ein Mediakit mit Konferenzausstattung (Webcam, Mikrofon) und Übungsmaterial, so dass sie sowohl aus dem HomeOffice als auch gemeinsam aus dem Konferenzraum in der Kita/Schule teilnehmen können und ich live zugeschaltet werde. Das funktioniert ganz hervorragend! In einem begrenzten Radius führe ich natürlich auch Fortbildungen vor Ort durch.
Auch meine sonstigen Kurse und Workshops finden online statt bzw. sind in meinem passwortgeschützten Kursbereich zugänglich.

Sie haben jetzt zusätzlich auch noch einen Podcast – den „Nuss-Knacker“. Was können Ihre Hörer erwarten?

Ja, neben meinen Schulungen habe ich eine ganze Reihe kostenfreier Angebote für alle, die mit anaphylaxiegefährdeten Kindern zu tun haben, z.B. meinen Newsletter „Nuss-Letter“, meinen Blog „Nuss-Ecke“ und jetzt auch meinen Podcast „Nuss-Knacker“. Hier knacken wir in jeder Episode eine Nuss, d.h. wir lösen ein Problem aus dem großen Komplex „Leben mit Nahrungsmittelallergien und Anaphylaxie“: Welche Kinderbücher gibt es, wie bereiten wir uns auf eine Provokationstestung vor, welche nussfreien Lebkuchen kann ich kaufen… Die Lösungen gibt es immer kompakt in 20-30 Minuten lebensnah und lebendig präsentiert, mit praktischen Beispielen und aktuellen Hinweisen, so dass man sie z.B. auf dem Weg zur Arbeit oder während des Kochens im Alltag sehr gut hören kann. Mir macht das sehr großen Spaß, und die HörerInnen können sogar selbst ihre Fragen einbringen und aus jeder Folge mindestens eine Lösung für sich rausziehen. Frei nach dem Motto: „Kann Spuren von Wissen enthalten…“

 

Was unterscheidet Ihre Schulungen von den AGATE-Schulungen, ersetzt sie diese?

Sie ersetzen einander nicht, sondern ergänzen einander. Beide Konzepte haben die gleichen Ziele und befolgen dieselben Grundsätze im kompetenten Umgang mit der Allergie und dem Anaphylaxie-Risiko, sowohl im Notfallmanagement als auch in der Prävention. Ich bin selbst AGATE-Trainerin, die Standards gelten für mich ebenso verbindlich. Mit „allergo-logisch“ führe ich keine interdisziplinären AGATE-Schulungen durch, aber es gibt natürlich inhaltliche Überschneidungen. Ich widme mich jeweils einer Familie/ Schule/ Kita, kann dementsprechend flexibel auf die individuellen Bedarfe eingehen und setze darüber hinaus meine Schwerpunkte im pädagogischen und privaten Alltagsmanagement.

Was schätzen Ihre Schulungsteilnehmer an Ihrem Angebot?

Dass ich mit genau dieser Flexibilität ganz konkret auf ihre Bedürfnisse eingehe und dabei in hohem Maße authentisch bin. Ich kenne selbst das Leben mit einem anaphylaxiegefährdeten Kind vom Kita-Alter bis zum Jugendlichen und habe das gesamte Spektrum allergischer und anaphylaktischer Reaktionen miterlebt und die Notfallmedikamente als Mutter eingesetzt. Auch kenne ich als Lehrerin die Abläufe in pädagogischen Einrichtungen. Von daher sind die Lösungen, die ich anbiete, pragmatisch und alltagstauglich, denn ich spreche in jeder Hinsicht aus der Praxis. Und es gibt immer eine Lösung – die Frage ist nur, WIE man sie umsetzt und kommuniziert.

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Was kosten die allergo-logisch-Schulungen und was übernimmt die GKV?

Die Kosten variieren je nach Umfang und Form der Schulung. Die Krankenkassen übernehmen teilweise auf Antrag in Einzelfallentscheidungen die Kosten für Elternschulungen, aber in der Regel nicht für Schulungen für Kita und Schule, weil es sich hierbei um Personalfortbildungen handelt, für die die Kita- und Schulträger zuständig sind. Ich biete Unterstützung bei der Beantragung an, ermutige die Eltern aber, sich nicht davon abhängig zu machen, sondern andere Lösungen zu finden, wie z.B. die Kosten zwischen Einrichtung, Eltern und dem Förderverein aufzuteilen, falls der Träger sich „querstellt“. Viele Träger erkennen aber inzwischen, dass das Thema Nahrungsmittelallergie/Anaphylaxie nicht mehr nur exklusiv auf ein einzelnes Kind beschränkt ist, sondern immer häufiger Kinder mit Notfallmedikamenten aufgenommen werden und das Personal für den Notfall und dessen Verhinderung geschult sein sollte – da lohnt sich die Investition in eine qualitativ hochwertige und vor allem nachhaltige Fortbildung!

Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen?

Ich vereine dreierlei Expertise in einer Person: Als Lehrerin/Pädagogin, Anaphylaxietrainerin und selbst Mutter eines betroffenen Kindes kenne ich die Perspektiven aller Beteiligten aus erster Hand: sowohl die Bedürfnisse, Anforderungen und Arbeitsbedingungen der Lehrer*innen und Erzieher*innen als auch die Ängste, Sorgen und Wünsche der Eltern. Und ich habe die Beratungskompetenz, die Informationen und pragmatischen Lösungen, die beide Seiten brauchen. In Sachen Online-Anaphylaxieschulungen würde ich mich als „Vorreiterin“ bezeichnen, insbesondere für Kitas und Schulen sowie für altersgestaffelte Kindergruppen, beginnend bei den Kleinsten ab 4 Jahren.

Frau Schmidt, herzliche Dank für dieses Interview!

 

 

Wichtiger Hinweis

Unsere Beiträge beinhalten lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Selbstmedikation und ersetzen nicht den Arztbesuch. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.