Ambrosia-Allergie

Allgemein

Die Ambrosia, die man auch beifußblättriges Traubenkraut nennt, ist keine heimische Pflanze, denn Ambrosia kommt ursprünglich aus den USA.
Die robuste Pflanze verbreitet sich zunehmend und kann zu einer Pollenallergie führen. Dabei ist die Ambrosia artemisiifolia die häufigste Art. Ambrosia artemisiifolia birgt eine große allergologische Potenz - in den USA gelten Ambrosia-Pollen als das wichtigste Allergen.

Mittlerweile ist das beifußblättrige Traubenkraut jedoch auch in weiten Teilen Europas heimisch geworden. Am stärksten betroffen sind Länder wie Frankreich, Italien, Österreich, Ungarn und Slowenien. Auch in Deutschland ist die von Ambrosia ausgehende Gefahr nicht zu unterschätzen, denn man verzeichnet steigende Zahlen.

Hinzu kommt, dass klimatische Gegebenheiten wie Südostwinde die Ambrosiapollenbelastung erhöhen, indem Pollen aus Ländern wie Ungarn oder Slowenien aus diesem Grunde nach Deutschland gelangen.

Das beifußblättrige Traubenkraut blüht zwischen Mitte Juli und Oktober.

 

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Symptome

Bei Menschen, die eine Ambrosia Allergie haben, kann es zu klassischen Heuschnupfensymptomen wie Nasenjucken, Nasenlaufen, verstopfter Nase, Augentränen, Augenjucken sowie Gaumenjucken kommen. Die Symptome müssen nicht alle gleichermaßen ausgeprägt sein und es sind nur relativ geringe Pollenmengen nötig, um Symptome auszulösen.

Ambrosia Allergie und orales Allergiesyndrom

Häufig kommt es bei der Ambrosia Allergie zu einer pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie, die zum oralem Allergie– Syndrom (OAS) führen kann. Der Verzehr von zum Beispiel Pfeffer, Paprika, Petersilie, Anis, Karotten, Kern – oder Steinobst, kann dann im Mundraum zu Symptomen führen wie Brennen oder Kribbeln. Auch kann es zu einer lokalen Schwellung im Mundraum, an Lippen oder an der Zunge kommen, manchmal auch gemeinsam mit kleinen Bläschen oder Pusteln. Selten kommt es beim oralen Allergiesyndrom zu Husten oder Atembeschwerden. Generell können während der Ambrosia Saison die Symptome stärker ausgeprägt sein.

Im Rahmen eines Etagenwechsels kann bei der Ambrosia Allergie auch ein allergisches Asthma hinzukommen. Dies zeigt sich durch trockenen Husten, Engegefühl, verminderter Toleranz gegenüber körperliche Belastung und nächtlichem Erwachen.

Durch den direktem Kontakt mit Ambrosia kann eine Urtikaria oder ein Ekzem auftreten.

Ambrosia Allergie und Kreuzallergien

Ambrosia und der gemeine Beifuß gehören zur Familie der Korbblüter und damit zu den Sommerkräutern. Das zeigt sich auch im Erscheinungsbild, denn beide Pflanzen ähneln sich. Bei vielen betroffenen Allergikern besteht deshalb eine Kreuzreaktivität, der sogenannte Beifuß–Ambrosia–Komplex.
Bei einer Ambrosia Allergie können deshalb bei einigen Nahrungsmitteln Kreuzreaktionen auftreten. Dies ist zum Beispiel bei Vertretern der Kürbisfamilie wie Melone, Wassermelone, Zucchini, Gurke, aber auch bei Äpfeln, Nektarinen, Pfirsichen und Bananen der Fall. Ferner bestehen Kreuzreaktionen zu einigen anderen Gräsern wie Gänseblümchen, Arnika oder Kamille. Beifuß–Allergiker neigen zu Kreuzallergien gegenüber Gewürzen, Karotten, Mango, Sellerie und Sonnenblumenkernen.

Diagnose

Die Diagnose einer Ambrosia Allergie erfolgt, wie bei allen Pollenallergien, mithilfe von Haut – oder Bluttests, d.h. einem Pricktest oder RAST. Auch eine nasale Provokationstestung ist möglich. Die Tests zeigen allerdings lediglich eine Sensibilisierung an. Erst wenn die klinische Symptomatik hinzukommt, spricht man von einer Allergie.

Therapie

An erster Stelle kann eine Karenz bzw. Vermeidung des Allergens Abhilfe. Dazu dienen z.B. das Anbringen von Pollengittern vor den Schlafzimmerfenstern, Pollenfilter fürs Auto, Luftreiniger oder Allergiker Staubsauger. Nicht zu unterschätzen ist auch die richtige Urlaubsplanung indem man Gebiete mit niedriger Pollenbelastung bevorzugt.

Leichte Allergiesymptome lassen sich mithilfe antiallergischer Medikamente wie Antihistaminika behandeln. Bei nasaler Komponente eignen sich auch topische Kortikosteroide oder topische Kombinationspräparate, aus Kortison und Antihistaminikum. Bei allergischer Konjunktivitis werden antihistaminikahaltige Augentropfen empfohlen.

Eine adäquate Ursachenbekämpfung bietet jedoch nur eine allergenspezifische Immuntherapie (AIT). Diese kann subkutan (SIT) aber auch sublingual als SLIT über 3 Jahre erfolgen.

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