Weizensensitivität - Glutensensitivität

Allgemein

Bei der Weizensensitivität bzw. der Glutensensitivität handelt es sich um medizinisch anerkannte Erkrankungen, die auch in der Zöliakie Behandlungsleitlinie aufgeführt wurden.

Die Mechanismen der Weizensensitivität bzw. der Glutensensitivität sind nicht bekannt. Man vermutet, dass es sich bei der Weizensensitivität nicht um eine einzelne Erkrankung handelt, sondern dass eine Vielzahl von Sensitivitäten dahinter stecken könnte. Eine davon ist die Glutensensitivität, die vermutlich nur eine Subgruppe der Weizensensitivität ist.

Potenziell unverträgliche Bestandteile des Weizens

Weizen enthält zum einen Gluten, aber auch andere Proteine sind enthalten. Dazu gehören z.B. ATIs (Amylase-Trypsin-Inhibitoren), Agglutinine und insbesondere FODMAPs.Auf all diese Bestandteile kann eine Unverträglichkeit entstehen.

Zur Häufigkeit der Weizensensitivität und der Glutensensitivität gibt es keine guten Zahlen.

 

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Symptome

Bei Patienten mit einer Weizensensitivität bzw. einer Glutensensitivität kommt es nach der Aufnahme von getreidehaltigen Produkten zu Beschwerden, wie z.B.:

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Zunahme des Stuhlvolumens

Mögliche extraintestinale und sehr unspezifische Symptome sind:

  • Hauterscheinungen
  • Hautjucken
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenkeit

Diagnose

Zunächst sollten andere gastrointestinale Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik ausgeschlossen werden. Dazu gehören z.B.:

Laktoseintoleranz
Fruktosemalabsorption
Sorbitintoleranz
• Zöliakie etc.

Eine sehr einfache Möglichkeit der Diagnose wäre eine vierwöchige Auslassdiät, bei der alle Getreideprodukte weggelassen werden. Bessern sich die Symptome in dieser Zeit deutlich, ist die Diagnose Weizensensitivität bzw. Glutensensitivität sehr wahrscheinlich.

Eine sehr sichere Diagnose der Glutensensitivität ist mit einem Glutenbelastungstest, einem verblindeten Kapseltest, möglich. Dieser Test wird über drei Wochen durchgeführt, wobei auch eine strikt glutenfreie Diät einzuhalten ist. Dazu erhält der Patient eine Packung mit glutenhaltigen Kapseln und eine Packung mit Placebo-Kapseln. Er weiß aber nicht, was sich genau in welcher Packung befindet.

In der ersten Woche nimmt der Patient nach einem Zeitplan den Inhalt der ersten Packung ein, nach nach einer einwöchigen Einnahmepause nimmt der Patient den Inhalt der zweiten Packung nach einem Zeitplan ein. In dieser Zeit sollte der Patient auf jeden Fall ein Ernährungs-Symptom-Tagebuch führen.

In Deutschland wird die Glutensensitivitäts-Kapseltestdiagnostik am Zentrum für Endoskopie in Starnberg durchgeführt.

Entweder gibt es dann einen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und der Einnahme der glutenhaltigen Kapseln, dann wäre die Diagnose Glutensensitivität gestellt. Oder es gibt keinen Zusammenhang, und dann ist eine Glutensensitivität eher nicht gegeben.

Mit der gleichen Testmethode lässt sich auch eine Weizensensitivität diagnostizieren.

Therapie

Ist die Diagnose gesichert, ist eine glutenfreie bzw. weizenfreie Ernährung angeraten, je nachdem, was als Ursache der Beschwerden identifiziert wurde. Auf Experiment in Bezug auf eine eventuell noch verträgliche Menge an Gluten oder Weizen sollte man verzichten.

Mit Mangelzuständen ist aufgrund dessen nicht zu rechnen, denn Getreide gehört nicht zu den lebensnotwenigen Nahrungsmitteln.

Praktische Tipps

Durch eine weizenfreie oder glutenfreie Diät wird die Ernährung automatisch ärmer an Ballaststoffen. Das kann zu selteneren und härteren Stühlen führen.

Es ist deshalb empfehlenswert, Ballaststoffe aus anderen Quellen in den Speiseplan aufzunehmen bzw. Ballaststoffe zu ergänzen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Ideale wasserlösliche Ballaststoffquellen sind z.B. Flohsamen und Haferschleim. Flohsamenschalen schmecken relativ neutral und werden auch häufig glutenfreien Backwaren beigemischt, um den Teig geschmeidig zu machen.

Allgemein

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