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Lebensmittelchaos Lebensmittelallergien Kinder

Irina und Fabienne sind die Erfinderinnen von "Lebensmittelchaos"!

Allergie: Spielerisch lernen mit "Lebensmittelchaos"!

Viele Kinder mit Nahrungsmittelallergien verstehen nicht, warum sie bestimmte Lebensmittel nicht essen dürfen. Auch wenn die Eltern erklären, welche Nahrungsmittel verträglich sind und welche nicht, kommt es immer wieder zu Missverständnissen und "Lebensmittelchaos". Da stellt sich die Frage: Wie kann mann Kindern Allergien, Unverträglichkeiten, verträgliche und nicht verträgliche Nahrungsmittel spielerisch näher bringen? Eine Lösung bietet das Spiel "Lebensmittelchaos", das speziell für Eltern und Kindern mit Lebensmittelallergien und -intoleranzen entwickelt wurde. MeinAllergiePortal hat mit den Erfinderinnen Irina Rodriguez und Fabienne Thomann über das Spiel gesprochen.

Fabienne und Irina, wie habt Ihr Euch kennengelernt?

Wir haben uns während des Studiums zur Ergotherapeutin an der ZHAW kennengelernt. Wir waren in unterschiedlichen Klassen, haben aber diverse Projekte miteinander durchgeführt.

Wie seid Ihr auf die Idee „Lebensmittelchaos“ und das damit verbundene Spiel gekommen?

Im Rahmen des Studiums besuchten wir das Modul „Projektwerkstatt“. Ziel war es, eine Idee zu entwickeln, die Personen mit einer Einschränkung im alltäglichen Leben unterstützt. Durch Recherche und Nachfragen bei der Interessensgemeinschaft Zöliakie, haben wir erfahren, dass Menschen, die an einer Lebensmittelallergie oder Intoleranz leiden, vielfach in ihrem alltäglichen Leben beeinträchtigt sind, da sie ihre Ernährung und Alltagsaktivitäten anpassen müssen. Weiter haben wir herausgefunden, dass kindergerechtes Informationsmaterial kaum vorhanden ist. Wir wollten deshalb ein Spiel entwickeln, dass Kindern mit einer Allergie erklärt, was sie essen dürfen und was nicht. Für uns war es wichtig, dass das Spiel mehrere Spielvariationen besitzt, damit es für die ganze Familie spannend und interessant bleibt. Auch Geschwister oder Schulkameraden bekommen die Gelegenheit, diese Thematik besser kennen zu lernen. Zudem soll es den natürlichen Lernprozess der Kinder unterstützen.

 

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr in Bezug auf „Lebensmittelchaos“ überwinden musstet?

Die Idee für das Spiel und die Zusammenarbeit mit den Familien und Vereinen verlief sehr erfolgreich, was uns motivierte den nächsten Schritt anzugehen und das Spiel in die Produktion zu geben. Wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir für die Zeichnungen und das Design viel Unterstützung durch unser Umfeld erhielten. Das Spiel ist bei Firmen, Vereinen und Hotels auf große Begeisterung gestoßen, denn diese erklärten sich bereit, eine Anzeige zu schalten, wodurch wir einen Teil der Produktionskosten decken konnten.

Die größte Herausforderung stellte sich uns eigentlich erst als wir die fertigen Spiele hatten und es um die Vermarktung ging. Wir waren zu diesem Zeitpunkt in der Phase der Bachelorarbeit, welche viel Zeit in Anspruch nahm. Danach stiegen wir beide ins Berufsleben ein, welches anfänglich ebenfalls einen grossen Teil unserer Energie verschlang. Aus diesem Grund sind wir unseren anfänglichen Vorstellungen und Ideen in diesem Punkt bis jetzt nie ganz gerecht geworden. Wir denken auch, dass dies bei jedem Projekt eine Herausforderung ist. Anfänglich ist das Engagement hoch und man investiert viel Zeit und Freude in ein Projekt, doch die Kunst ist, dies auch in Phasen aufrechtzuhalten, wenn weitere Projekte oder Veränderungen auftreten.

Wie funktioniert das Spiel „Lebensmittelchaos“?

Lebensmittelchaos bietet durch die folgenden drei Spielvarianten ein abwechslungsreiches Spiel- und Lernerlebnis:

  1. Doppelpack: 
    Angelehnt an das weltweit beliebte Memo-Spiel müssen zuerst passende Paare gefunden werden. In einem zweiten Schritt muss definiert werden, ob das Lebensmittel bei der im Voraus festgelegten Allergie oder Intoleranz gegessen werden darf oder nicht.
  2. Lebensmittelpolizei: 
    Im zweiten Spiel geht es darum, die Rolle des Polizisten einzunehmen. Die Lebensmittel müssen in die richtige Kategorie eingeordnet werden, um mehr Punkte als die Giraffe zu sammeln. 
  3. Lebensmitteldetektiv: 
    Passend zum Namen "Lebensmitteldetektiv" muss im dritten Spiel herausgefunden werden, was sich unter der, durch den Würfel bestimmten, farbigen Karte befindet. Zudem muss ein Repertoire an erlaubten Lebensmitteln aufgebaut werden.

Wo kann man Euer Spiel „Lebensmittelchaos“ kaufen?

Das Spiel ist direkt über unsere Homepage erhältlich oder über den Online Shop der Buchhandlung Bödeli. Das Spiel kann dort auch direkt in der Buchhandlung bezogen werden.

Was wird Euer nächstes Projekt sein?

Aktuell haben wir keine gemeinsamen Projekte geplant. Irina wird im Sommer zum ersten Mal Mutter und wird sich mit voller Freude dem Mami-Dasein widmen. Zu einem späteren Zeitpunkt will sie sich im Bereich Atmospheric Design weiterbilden, um damit in der Branche Interior Design ihre ersten Erfahrungen zu sammeln.

Fabienne steht kurz davor ihr eigenes Produkt den „Mokä“ auf den Markt zu bringen. Es handelt sich dabei um eine Tofu Alternative auf der Basis von Linsen. Für alle die gerne zu den Ersten gehören wollen, die den Mokä testen können, schreibt eine Mail an hallo@mokä.ch.

Vielen Dank Irina und Fabienne für dieses Interview!