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Allergieprävention Kinder erstes Lebensjahr

Gunda Nowak zum Thema: Allergieprävention bei Kindern im ersten Lebensjahr. Was kann man tun?

Allergieprävention bei Kindern im ersten Lebensjahr: Was kann man tun?

Die Anzahl der Kinder, die unter Allergien leiden, wächst beständig. Was vielen Eltern nicht bewusst ist: Oft wird der Grundstein für die Entwicklung von Allergien bereits im frühkindlichen Alter, im ersten Lebensjahr, gelegt. Aus diesem Grund ist gerade in diesem Alter die Allergieprävention wichtig. Über die Faktoren, die das Allergierisiko erhöhen oder senken können und die Möglichkeiten gezielter Allergieprävention, sprach MeinAllergiePortal mit Gunda Nowak, Healthcare Nutrition Science Manager ELN Germany bei Milupa Nutricia GmbH. Milupa Nutricia ist ebenfalls verantwortlich für aptawelt.de, ein Portal für Eltern, das Experten-Informationen rund die Themen Schwangerschaft und optimale Ernährung und Entwicklung von Babys und Kleinkindern parat hält.

Frau Nowak, wann besteht für ein Kind das Risiko, Allergien zu entwickeln?

Grundsätzlich gibt es für Kinder genetische Risiken, Allergien zu entwickeln. Kinder, die aus Allergikerfamilien stammen, tragen ein höheres Risiko. Wenn Familienmitglieder ersten Grades, d.h. Eltern oder Geschwister, von allergischen Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis, Nahrungsmittelallergien oder Heuschnupfen betroffen sind, steigt das Allergierisiko für das Kind proportional zur Anzahl der betroffenen Familienmitglieder. Das bedeutet: Ist ein Elternteil betroffen, steigt das Risiko auf 20 bis 40 Prozent, sind es beide Elternteile auf 40 bis 60 Prozent. Sehr stark erhöht ist das Allergierisiko mit 60 bis 80 Prozent, wenn beide Elternteile an der gleichen Allergie leiden.

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Gibt es neben den genetischen Risiken noch weitere Faktoren, die eine Allergieentwicklung begünstigen?

Mit der Geburt hat das Kind erstmals Kontakt zur Außenwelt, sodass dann eine Sensibilisierung mit potenziellen Allergenen erfolgen könnte. Danach kann, bei einem wiederholten Allergenkontakt, eine Allergie entstehen.

Früher hat man aufgrund dieser Erkenntnis für das erste Lebensjahr empfohlen, potenzielle Allergene, sowohl im Umfeld des Kindes als auch bei der Ernährung strikt, zu meiden. Aus heutiger Sicht weiß man jedoch, dass das vorsorgliche Meiden möglicher Allergene nicht der richtige Weg für eine Allergieprävention ist. Es ist heute bekannt, dass das Immunsystem eines Kindes nach der Geburt noch „trainieren muss“. Dafür benötigt es auch den Kontakt zu potenziellen Allergenen.

Welche Rolle spielt das Immunsystem im Zusammenhang mit Allergien?

Eine Allergie kann man als überschießende Reaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Substanzen aus der Umwelt oder der Ernährung bezeichnen. Deshalb ist die Toleranzentwicklung des Immunsystems ein wichtiger Aspekt zur Vermeidung von Allergien. Nach der Geburt lernt das Immunsystem des Kindes normalerweise zwischen harmlosen Stoffen und Krankheitserregern zu unterscheiden und entwickelt eine Toleranz gegenüber den harmlosen Substanzen. Diese Toleranz ist bei Allergikern gestört und deshalb reagieren sie auf harmlose Stoffe allergisch. Das Immunsystem spielt also bei Allergien eine sehr wichtige Rolle.

Was weiß man über die Entwicklung des Immunsystems im frühkindlichen Alter?

Hier spielen sowohl genetische, als auch umweltbedingte Faktoren eine Rolle. Nach der aktuellen Studienlage scheint die Entwicklung des Immunsystems in engem Zusammenhang mit der Darmflora zu stehen. So weiß man heute, dass allergische Kinder eine andere Darmflora haben, als gesunde Kinder. Sie weisen eine sogenannte Dysbiose, ein Ungleichgewicht der Bakterien im Darm, auf. So haben die allergischen Kinder weniger „erwünschte“ Darmbakterien, wie z.B. die Bifidobakterien, als gesunde Kinder. Es gibt aber ein Zeitfenster, in dem man die Etablierung der Darmflora gut beeinflussen kann.

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