Neurodermitis Kind Salbe Creme Lotion richtig wählen

PD Hagen Ott zum Thema: Neurodermitis beim Kind: Salbe, Creme, Lotion richtig wählen!

Neurodermitis beim Kind: Salbe, Creme, Lotion richtig wählen

 

Wenn nur die 26 Duftstoffe mit dem höchsten Allergierisiko deklarationspflichtig sind, was ist mit den Duftstoffen, bei denen „nur“ ein niedriges Allergierisiko besteht?

Diese Duftstoffe sind nicht deklarationspflichtig. Dazu gehört zum Beispiel der Duftstoff Majantol, der von zahlreichen Experten jedoch als problematisch eingestuft wird.

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Wie können Eltern von Kindern mit Neurodermitis die nicht deklarationspflichtigen Duftstoffe in Salben, Cremes und Lotionen vermeiden?

Eltern von Kindern mit Neurodermitis müssen die allergenen Inhaltsstoffe in der Regel nicht im Einzelnen kennen. Viele Hersteller bieten „duftstoff-freie“ oder „parfüm-freie“ Produkte an, gerade für Säuglinge und Kinder.

Neben den Duftstoffen gibt es in Salben, Cremes und Lotionen aber noch andere Zusatzstoffe, die Allergien auslösen oder die Haut von Kindern mit Neurodermitis irritieren können.

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Welche anderen Zusatzstoffe können in Salben, Cremes und Lotionen, die für Kinder mit Neurodermitis gedacht sind, enthalten sein?

Zu den Zusatzstoffen, die ebenfalls allergisierend oder irritierend wirken können, gehören die Emulgatoren, die im Alltag jedoch kaum zu vermeiden sind. Emulgatoren sorgen dafür, dass sich Salben, Cremes und Lotionen gut verstreichen lassen. Die Herstellung von Hautpflegeprodukten ohne Emulgatoren ist sehr aufwändig, so dass die meisten Hersteller davon Abstand nehmen.

Ähnlich ist die Situation bei den Konservierungsstoffen. Insbesondere bei stark wasserhaltigen Hautpflegeprodukten dienen die Konservierungsstoffe dazu, die Besiedlung mit Keimen zu unterbinden, so dass man nicht auf sie verzichten kann, wenn die Produkte eine gewisse Haltbarkeit haben sollen.

Meist werden die Hautpflegeprodukte trotz Emulgatoren und Konservierungsstoffen von der Mehrzahl der von Neurodermitis betroffenen Kinder gut vertragen. Sollte es jedoch nach dem Eincremen zu einer Verschlechterung des Hautzustandes in den eingecremten Arealen kommen, sollte man die Anwendung unterbrechen und Rücksprache mit dem Hautarzt oder Kinderallergologen halten.

Herr Privatdozent Ott, herzlichen Dank für dieses Interview!

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