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Prof. Eckard Hamelmann: Schützen Hunde und Katzen vor Allergien?

Hunde und Katzen: Schützen sie vor Allergien?

Lange Zeit galten Hund und Katze als Risikofaktoren für die Entwicklung einer Allergie. Um das Kind vor Allergien zu schützen, hat man den Familien empfohlen, Hund oder Katze abzuschaffen. Mit der neuen Leitlinie zur Allergieprävention findet ein Paradigmenwechsel statt. Darüber sprach MeinAllergiePortal mit Prof. Eckard Hamelmann, Chefarzt im Kinderzentrum Bethel des Evangelischen Klinikums Bethel in Bielefeld.

Herr Prof. Hamelmann, was ändert sich in der neuen Leitlinie zur Allergieprävention in Bezug auf die Haustierhaltung, wie lauten jetzt die Empfehlungen für den Hund?

In der Vergangenheit wurde die Haltung von Haustieren im Zusammenhang mit der Allergieprävention sehr restriktiv gehandhabt. Das ist in den neuen Empfehlungen anders. So wird die Haltung von Hunden nun nicht mehr als Risiko im Sinne der Entwicklung einer Allergie gesehen. Wir wissen, dass die „mikrobielle Diversität“, das heißt der Kontakt zu einer Vielfalt von Bakterien, der Allergieprävention förderlich ist. Dazu gehört auch ein Hund in der Familie, so dass auch der Neuanschaffung eines Hundes im Hinblick auf die Allergieprävention nichts im Wege steht.

Gilt die Einschätzung, dass ein Haustier gut für die mikrobielle Diversität bzw. die Allergieprävention ist, auch für die Katze?

Wenn die Katze in der Familie bereits vorhanden ist, gilt auch für Hochrisikofamilien, das heißt Familien, in denen beide Eltern Allergiker sind, die Empfehlung: Man kann die Katze behalten und muss sie nicht abschaffen. Früher hat man das empfohlen, aber es hat sich gezeigt, dass es keine Evidenz für ein höheres Allergierisiko für Kinder gibt, wenn die Familie eine Katze hält. Die Empfehlung, die Katze abzuschaffen, hat oftmals sehr emotionale Reaktionen hervorgerufen. Für das Kind und die ganze Familie ist es es eine einschneidende und fast schon „brutale“ Forderung, das geliebte Tier abzuschaffen. Die neuen Empfehlungen tun den Familien deshalb ausgesprochen gut.   

Heißt das auch Familien mit einem hohen Allergierisiko können Haustiere wie Hund oder Katze halten?

Grundsätzlich ja. Aber: Wenn beim Kind bereits Sensibilisierungen gegen Hund oder Katze bestehen und es sich um eine Hochrisikofamilie handelt, lauten die Empfehlungen weiterhin, jeden Allergenkontakt zu vermeiden und das Tier zur Not auch abzuschaffen.

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Für Familien, bei denen kein Allergierisiko besteht, heißt das dann auch, dass Hund und Katze gehalten werden können?

Für Nicht-Risikofamilien besteht vollkommene Freiheit. Die Familien sollten sich auf keinen Fall schuldig fühlen oder sich einreden lassen, das Haustier sein ein potenzieller Auslöser von Allergien. Im Gegenteil: Wenn die Kinder Kontakt zu einem Haustier wie Hund oder Katze haben, triggert dies das Immunsystem im positiven Sinne und macht es stark. Das fördert die Toleranz, auch gegenüber Allergenen. 

Herr Prof. Hamelmann, herzlichen Dank für das Gespräch!

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