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Katzenallergie Allergene Symptome Diagnose Therapie

Dr. Maud-Bettina Hilka zum Thema: Katzenallergie - Allergene, Symptome, Diagnose, Therapie!

Katzenallergie: Allergene, Symptome, Diagnose, Therapie

Wie erfolgt die Diagnose einer Katzenallergie?

Eine Sensibilisierung auf Katzen wird mit dem klassischen Pricktest nachgewiesen. Mithilfe einer Anamnese wird dann festgestellt, ob eine Katzenallergie besteht.

Ist man allergisch, wenn im Allergietest eine Sensibilisierung festgestellt wird?

Nein, deshalb ist das Arztgespräch so wichtig. Eine Sensibilisierung auf Katzen bedeutet nicht automatisch, dass man allergisch ist. Dazu müssen auch die typischen Symptome einer Allergie vorhanden sein.

 

Gibt es eine Therapie bei der Katzenallergie?

Auch wenn es schwerfällt: Die Empfehlung der Allergologen ist, die Katze in eine gute Obhut zu bringen. Wenn eine ausgeprägte Katzenallergie besteht, ist es nicht ratsam, die Katze zu behalten. Allerdings bleibt das Allergen sehr lange in den Räumen haften, selbst dann, wenn die Katze nicht mehr dort ist. Es lässt sich tatsächlich noch bis zu sechs Jahre später nachweisen. Man sollte also die Räume gut und lange reinigen, nachdem die Katze sie verlassen hat. Solange die Beschwerden der Allergie bestehen, kann die konsequente Einnahme eines Antiallergikums helfen.

Hilft eine spezifische Immuntherapie gegen Katzenallergie?

Es gibt natürlich die Möglichkeit, eine spezifische Immuntherapie gegen Katzenallergie durchzuführen. Optimale Ergebnisse bekommt man dabei wahrscheinlich nicht. Denn einerseits gibt es unterschiedliche Katzenallergene, andererseits ist auch die Reinheit der Therapieallergenextrakte, die bei der Immuntherapie eingesetzt werden, nicht perfekt. Einen Versuch ist es allerdings wert.

Sollten Katzenallergiker die Immuntherapie also zumindest ausprobieren?

Die WHO empfiehlt es, weil nicht nur Katzenbesitzer von Katzenallergien betroffen sind. Auch Menschen, die selbst keine Katzen besitzen, können unter der Allergie leiden, wenn sie mit Katzenbesitzern oder allgemein den weit verbreiteten Allergenen in Berührung kommen. Dann ist eine Immuntherapie möglicherweise die beste Herangehensweise.

Was ist bei einer Immuntherapie gegen Katzenallergene zu beachten?

Grundsätzlich sollte eine Immuntherapie bei Katzenallergie nur in Ausnahmefällen erfolgen. Beispielsweise, wenn jemand aus beruflichen Gründen mit Katzen zu tun hat und keine Um-schulung machen kann. Dann sollte die Immuntherapie allerdings zu Lasten der Berufsgenossenschaft gehen. In jedem Fall sollten Katzenallergiker mit ihrem Arzt besprechen, ob eine Immuntherapie gegen Katzenallergene bei ihnen sinnvoll ist.

Frau Dr. Hilka, vielen Dank für das Interview!

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