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Katzenallergie Allergene Symptome Diagnose Therapie

Dr. Maud-Bettina Hilka zum Thema: Katzenallergie - Allergene, Symptome, Diagnose, Therapie!

Katzenallergie: Allergene, Symptome, Diagnose, Therapie

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren. Doch ihre Allergene - können bei sensibilisierten Menschen schwere Symptome verursachen. Welche Allergene es gibt, wozu sie führen und wie die Diagnose und Therapie aussehen können, erklärt Dr. Maud-Bettina Hilka, HNO-Gemeinschaftspraxis Wiesbaden, für MeinAllergiePortal.

Frau Dr. Hilka, wie häufig kommen Allergien auf Katzen vor?

Säugetiere sind nach Hausstaubmilben die wichtigste Allergenquelle in geschlossenen Räumen. Haustiere gibt es in 30 bis 60 Prozent aller Haushalte, und auch im beruflichen Umfeld kann man mit Säugetieren zu tun haben. Katzen sind dabei die häufigsten Mitbewohner, gefolgt von Hunden.

Welche Allergene der Katze lösen die Symptome aus?

Bei Katzen gibt es 8 Unterallergene. Das Hauptallergen von Katzen ist das Protein Fel d 1. Man kann es bei 90 Prozent aller Menschen mit einer Sensibilisierung auf Katzen nachweisen.

 

Wo befinden sich die Allergene der Katzen?

Die verschiedenen Allergene sind an unterschiedlichen Stellen. Das Hauptallergen der Katze, Fel d 1, wird aus den Speicheldrüsen der Haut an die Oberfläche transportiert. Durch das Lecken beim Putzen verteilen die Katzen das Allergen systematisch auf dem gesamten Fell.

Was macht das Allergen der Katze besonders problematisch?

Das Allergen Fel d 1 bindet auch an Feinstaub. So gelangt es selbst in Räume, in denen die Katzen gar nicht leben. Angenommen, ein Katzenbesitzer trägt einen Wollpullover, auf dem am Tag zuvor seine Katze gelegen hat. Kommt ein sensibilisierter Mensch oder Allergieerkrankter nun in Kontakt mit dem Katzenbesitzer, kann das bereits schwere allergische Symptome hervorrufen.

Wie können die Symptome einer Katzenallergie aussehen?

Wie auch bei anderen allergischen Erkrankungen führt eine Katzenallergie zu tränenden Augen und Niesreiz. Im schlimmsten Fall kann sich Asthma bronchiale als Reaktion auf die Allergene der Katzen entwickeln.

Kann es bei Menschen mit Katzenallergie zu Kreuzreativitäten kommen?

Bei dem zweithäufigsten Unterallergen bei Katzenallergikern, dem Fel d 4, kann es tatsächlich zu Kreuzreaktionen kommen: Mit dem Hauptallergen des Pferdes, Equ c 1, und einem Unterallergen des Hundes, Can f 6. Die Katzenallergiker können also auch auf Hunde und Pferde allergisch reagieren.


Wie erfolgt die Diagnose einer Katzenallergie?

Eine Sensibilisierung auf Katzen wird mit dem klassischen Pricktest nachgewiesen. Mithilfe einer Anamnese wird dann festgestellt, ob eine Katzenallergie besteht.

Ist man allergisch, wenn im Allergietest eine Sensibilisierung festgestellt wird?

Nein, deshalb ist das Arztgespräch so wichtig. Eine Sensibilisierung auf Katzen bedeutet nicht automatisch, dass man allergisch ist. Dazu müssen auch die typischen Symptome einer Allergie vorhanden sein.

 

Gibt es eine Therapie bei der Katzenallergie?

Auch wenn es schwerfällt: Die Empfehlung der Allergologen ist, die Katze in eine gute Obhut zu bringen. Wenn eine ausgeprägte Katzenallergie besteht, ist es nicht ratsam, die Katze zu behalten. Allerdings bleibt das Allergen sehr lange in den Räumen haften, selbst dann, wenn die Katze nicht mehr dort ist. Es lässt sich tatsächlich noch bis zu sechs Jahre später nachweisen. Man sollte also die Räume gut und lange reinigen, nachdem die Katze sie verlassen hat. Solange die Beschwerden der Allergie bestehen, kann die konsequente Einnahme eines Antiallergikums helfen.

Hilft eine spezifische Immuntherapie gegen Katzenallergie?

Es gibt natürlich die Möglichkeit, eine spezifische Immuntherapie gegen Katzenallergie durchzuführen. Optimale Ergebnisse bekommt man dabei wahrscheinlich nicht. Denn einerseits gibt es unterschiedliche Katzenallergene, andererseits ist auch die Reinheit der Therapieallergenextrakte, die bei der Immuntherapie eingesetzt werden, nicht perfekt. Einen Versuch ist es allerdings wert.

Sollten Katzenallergiker die Immuntherapie also zumindest ausprobieren?

Die WHO empfiehlt es, weil nicht nur Katzenbesitzer von Katzenallergien betroffen sind. Auch Menschen, die selbst keine Katzen besitzen, können unter der Allergie leiden, wenn sie mit Katzenbesitzern oder allgemein den weit verbreiteten Allergenen in Berührung kommen. Dann ist eine Immuntherapie möglicherweise die beste Herangehensweise.

Was ist bei einer Immuntherapie gegen Katzenallergene zu beachten?

Grundsätzlich sollte eine Immuntherapie bei Katzenallergie nur in Ausnahmefällen erfolgen. Beispielsweise, wenn jemand aus beruflichen Gründen mit Katzen zu tun hat und keine Um-schulung machen kann. Dann sollte die Immuntherapie allerdings zu Lasten der Berufsgenossenschaft gehen. In jedem Fall sollten Katzenallergiker mit ihrem Arzt besprechen, ob eine Immuntherapie gegen Katzenallergene bei ihnen sinnvoll ist.

Frau Dr. Hilka, vielen Dank für das Interview!

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