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Allergie Hund Katze Allergene

Prof. Monika Raulf im Interview zum Thema: Allergie auf Hund und Katze - die Allergene sind überall!

Allergie auf Hund und Katze: Die Allergene sind überall!

Welche Rolle spielte die Jahreszeit für das Vorkommen von Allergenen in der KiTa?

Deutlich war der saisonale Unterscheid bei der Milbenkonzentration. So fand man im Sommer und Herbst deutlich mehr Milbenallergen vor, als im Frühling und Winter.

Für die Haushalte zeigte sich, dass die Milbenkonzentration mit der Anzahl der in den Haushalten lebenden Personen zunahm, insbesondere in den Schlafräumen.

Auch stieg die Milbenkonzentration mit der Anzahl textiler Möbel, bezogen auf 10 m2. In Haushalten mit Milbenallergikern, in denen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden, fand man eine signifikant niedrigere Milbenkonzentration.

Und was zeigte Ihre Studie für die Hunde- und Katzenallergene?

Auffällig war, dass in den KiTa-Proben meist auch Katzen- und Hundeallergene zu finden waren, und zwar in deutlich höherer Konzentration als in Haushalten, die keine Katzen halten.

Auch Mausallergene wurden sowohl in den KiTa-s auch in Haushaltsproben gefunden, allerdings waren die Konzentrationen in den haustierfreien Haushalten niedriger.

Sie führen gerade eine Studie an Studenten der Veterinärmedizin, fanden sich in deren Wohnungen auch vermehrt Hunde- und Katzenallergene, auch wenn sie diese Haustiere nicht hielten?

Wir konnten auch in der Veterinärmedizin-Studie durchaus Hunde- und Katzenallergene nachweisen, auch wenn in den Haushalten keine Hunde und Katzen gehalten wurden. Darüber hinaus fanden wir in den Wohnungen der Studierenden der Veterinärmedizin neben Hausmilbenallergene auch Pferde- und Rinderallergene.  

Wie könnten sich Allergiker vor verschleppten Allergenen von Hunden und Katzen schützen?

Begünstigt durch die guten Schwebeeigenschaften der Allergene von felltragenden Tieren (insbesondere der allergenen Lipokaline), können sie leicht in ursprünglich nicht belastete Bereiche übertragen werden. Vor allem über die Kleidung und Haare gelangen sie in diese Bereiche und können sich dort leicht in Textilien wie Teppichen, Polstermöbeln etc. anlagern und bei Staubaufwirbelung zu hohen allergenen Belastungen führen. In öffentlichen Bereichen kann man sich vor diesen Allergenen nicht schützen, da die Verbreitung, wie gesagt, durch Kleidung und Haare sehr leicht erfolgen kann. Als Allergiker ist man daher mit diesen Allergenen nicht nur beim unmittelbaren Tierkontakt konfrontiert. Es sollte beachtet werden, dass es leicht zu einer Unterschätzung der Expositionsmöglichkeiten gegen tierische Allergene kommen kann, insbesondere wenn nur mittels Fragebogen die Exposition gegen tierische Allergene nur durch die Frage „Tierhalter ja oder nein?“ bzw. „Tierhaltung in der Wohnung  ja oder nein?“ ermittelt wird. Dabei wird die Exposition, die zu Sensibilisierungen bzw. allergischen Beschwerden führen kann, in öffentlichen Bereichen nicht erfasst.

Frau Prof. Raulf, herzlichen Dank für dieses Interview!

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