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Allergie Insektengift Kind Diagnose Maßnahmen Therapie

Dr. Michael Gerstlauer zum Thema: Insektengiftallergie beim Kind

Allergie auf Insektengift beim Kind: Diagnose, Maßnahmen, Therapie

Besteht der Verdacht, dass ein Kind eine Allergie auf Insektengift hat, sollte abgeklärt werden, ob dies tatsächlich der Fall ist. Wie also geht man vor bei der Diagnose einer Insektengiftallergie? Wie sieht die Therapie aus und welche Maßnahmen sind wann sinnvoll? MeinAllergiePortal sprach mit Dr. Michael Gerstlauer, Oberarzt Kinderpulmologie und –allergologie am Universitätsklinikum Augsburg über die Allergie auf Insektengift beim Kind, deren Häufigkeit und die Symptome.

Herr Dr. Gerstlauer, wie erfolgt bei Kindern die Diagnostik beim Verdacht auf eine Allergie auf Insektengift?

Zur Diagnose einer Allergie auf Insektengift wird das spezifische IgE im Blutserum bestimmt. Dabei ist es sinnvoll den Allergietest erst vier bis sechs Wochen nach der allergischen Reaktion auf den Insektenstich vorzunehmen. Erfolgt die erste Blutabnahme unmittelbar nach der allergischen Reaktion, kann es zu falsch negativen Werten kommen. Erst mit dem genannten zeitlichen Abstand ist die Aussagekraft des Allergietests eindeutig positiv oder negativ.

Wie sieht die Therapie bei einem Kind mit einer Allergie auf Insektengift aus?

Für jedes Kind, das mehr als eine generalisierte Urtikaria hatte, würde man eine spezifische Immuntherapie (SIT) empfehlen. Kam es „nur“ zu Quaddeln am ganzen Körper ist im Verlauf die Prognose so gut, dass nicht zu erwarten ist, dass es beim nächsten Insektenstich zu einer lebensbedrohlichen Reaktion kommt. Dann ist eine Hyposensibilisierung nicht zwingend durchzuführen.

Es gibt natürlich Ausnahmefälle! Wenn der Enkel eine Bienengiftallergie hat und der Opa Imker ist, besteht natürlich ein deutlich erhöhtes Risiko für ein Kind erneut gestochen zu werden und damit auch allergisch zu reagieren. In diesem Fall würde ich auch dann eine Hyposensibilisierung empfehlen, wenn das Kind bislang „nur“ mit Urtikaria auf den Insektenstich reagiert hat. Ähnlich sähe es aus, wenn das Kind sich oft in der Bäckerei der Eltern aufhält. Im Sommer bzw. Spätsommer gibt es dort oft so viele Bienen oder Wespen, dass das Risiko, gestochen zu werden, viel zu groß wäre. Auch dann würde man hyposensibilisieren.

Was sollten die Eltern über eine spezifische Immuntherapie bei Kindern mit Insektengiftallergie wissen?

Die spezifische Immuntherapie – man sagt auch Hyposensibilisierung - dauert drei Jahre, das ist wichtig zu wissen. Sie muss in diesem Falle immer als eine subkutane Therapie mit Hilfe von Spritzen, durchgeführt werden und dies Spritzen müssen in der Arztpraxis verabreicht werden.

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