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Allergie Schimmelpilze

Allergie auf Schimmelpilze: Wo lauern die Allergene?

Allergie auf Schimmelpilze: Wo lauern die Allergene?

Schimmelpilze kennen keine Saison: Wer an einer Allergie gegen Schimmelpilze leidet, hat ganzjährig mit Allergenen zu kämpfen. Kein Wunder: Inzwischen sind zahlreiche Schimmelpilzarten bekannt, die allergen sind. Wo aber lauern die krankmachenden Schimmelpilzarten und ihre Allergene? Nur im feuchten Bad und auf verdorbenen Lebensmitteln? Wer weiß, wo die allergenen Schimmelpilze besondere gerne wachsen, kann sich vor ihnen schützen.

Autor: Dr. med. Miriam Hagemeyer

Allergie auf Schimmelpilze: Welche Schimmelpilze sind allergen?

Rund 130 000 Schimmelpilzarten sind mittlerweile bekannt. Die meisten davon sind für den Menschen harmlos. Einige Schimmelpilze werden sogar gezielt genutzt, z. B. zur Veredelung von Lebensmitteln wie Salami und Käse oder als Grundlage für Medikamente wie Antibiotika. Von etwa 400 Schimmelpilzarten jedoch weiß man, dass sie Allergien auslösen.

Die bekanntesten Vertreter der allergenen Schimmelpilze tragen komplizierte Namen:

  • Alternaria
  • Botrytis
  • Fusarium
  • Cladosporium
  • Aspergillus
  • Penicillium

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Schimmelpilzallergie: Was ist allergen am Schimmelpilz?

Allergen ist in der Regel nicht der ganze Schimmelpilz, sondern nur die Sporen. Mit ihrer Hilfe vermehrt sich der Schimmelpilz und breitet sich aus. Die Sporen sind aber auch für die Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems und damit für die Schimmelpilzallergie verantwortlich.

Allergie auf Schimmelpilze: Wie sich allergene Schimmelpilze ausbreiten

Prinzipiell sind Schimmelpilzsporen fast überall zu finden, weil Schimmelpilze ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems sind und organische Abfälle zersetzen. Wer allergisch ist, hat es deshalb nicht leicht - denn die allergenen Sporen sind äußerst widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen und verteilen sich leicht über die Luft. Schon ein kleiner Luftstoß reicht dafür aus, dass sich die Schimmelpilzsporen ausbreiten. In den Sommer- und Herbstmonaten ist die Konzentration in Luft und Erde am größten. In Innenräumen fühlen sich Schimmelpilze vor allem dort wohl, wo es feucht ist. Denn Feuchtigkeit ist ein essenzieller Baustein im Entwicklungszyklus der Schimmelpilze.

Allergie auf Schimmelpilze: Wo lauern die Allergene?

Besteht eine Allergie auf Schimmelpilze, sollte man auf potenzielle Schimmelpilz-Verstecke achten.

Hier lauern Schimmelpilze in der Natur:

    • Getreide
    • Kompost
    • Blätterhaufen
    • nasses Laub
    • vermodertes Holz
    • Brennholzstapel

Tipps:

    • Komposthaufen stehen am besten weit entfernt vom Haus.
    • Nach der Gartenarbeit oder Waldspaziergängen lohnt es sich, Kleidung und Haare zu waschen.

Schimmelpilze verstecken sich aber auch in Nahrungsmitteln, denn sie bieten ihnen durch das große Angebot an Nährstoffen und Flüssigkeit ideale Wachstumsbedingungen.

Schimmelpilz-anfällige pflanzliche Nahrungsmittel sind:

    • Gemüse und Obst (insbesondere mit Druckstellen)
    • daraus hergestellte Produkte
    • Getreide und Getreideprodukte
    • Nüsse und ölhaltige Samen

Auch tierische Produkte sind gute Wachstumsquellen für Schimmelpilze. Es gilt: Je mehr Wasser ein Nahrungsmittel enthält, desto besser wächst der Schimmelpilz.

Tierische Produkte, auf denen Schimmepize gerne wachen, sind zum Beispiel:

    • Fleisch
    • Eier
    • Milch und Milchprodukte

Tipps:

    • Nahrungsmittel sollten möglichst frisch gekauft, kühl und trocken gelagert sowie rasch verzehrt werden.
    • Dem Wachstum von Schimmelpilzsporen in Aufbewahrungsbehältern wie Brotkästen beugt man durch das wöchentliche Auswaschen mit Essigwasser vor.

Aber nicht nur auf den Nahrungsmitteln selbst, sondern auch im Kühlschrank findet man Schimmelpilze. Hier sind der Schwitzwasserabfluss und das Gemüsefach die beliebtesten Stellen für Schimmelpilze. Denn dort sammelt sich die meiste Feuchtigkeit an.

Tipps:

    • Der Kühlschrank sollte einmal im Monat mit Essigwasser ausgewaschen werden.
    • Verdorbene Lebensmittel gehören unverzüglich in den Müll.
    • Offene Kühlschranktüren fördern die Bildung von Kondenswasser.
    • Je länger der Kühlschrank geschlossen bleibt, desto besser.

Weitere Schimmelpilz-Quellen sind Pflanzentöpfe. Übermäßiges Gießen und minderwertige Erde begünstigen das Wachstum von Schimmelpilzen.

Tipps:

    • Mit hochwertiger Erde und genügend Abzugslöchern am Boden des Pflanzentopfs beugt man Schimmelpilzen vor.
    • Tontöpfe sind zudem besser geeignet als Plastiktöpfe.

Weiter sind Schimmelpilze oft in Klimaanlagen und Luftbefeuchtern zu finden. Insbesondere bei schlechter Wartung oder unzureichender Reinigung werden Klimaanlagen und Luftbefeuchter schnell zur Sporenschleuder.

Tipps:

    • Ein Hygrometer misst die Luftfeuchtigkeit im Raum und zeigt so, ob ein Luftbefeuchter wirklich nötig ist. Meist reicht 2 bis 3mal tägliches Stoßlüften aus, um für ein gutes Raumklima zu sorgen.
    • Klimaanlagen sollten regelmäßig fachgerecht gewartet werden.

Auch in Mülleimern und Mülltonnen fühlen sich Schimmelpilze wohl, vor allem in der Biotonne: Die organischen Abfälle bieten den Schimmelpilzen ideale Wachstumsbedingungen.

Tipp:

    • Hausmüll sollte in gut abgedichteten Behältern gesammelt und täglich geleert werden.

Oft siedeln sich Schimmelpilze auch hinter Tapeten, Möbeln oder Holzverkleidungen an. Die Ursachen sind schlechte Lüftungsgewohnheiten, Wasserschäden oder Baumängel, die allesamt die Luftfeuchtigkeit im Gebäudeinneren erhöhen. Das Schimmelpilzwachstum wird bei niedrigen Außentemperaturen begünstigt. Denn dann kühlen die Innenseiten der Außenwände und Fenster ab und das Wasser kondensiert dort.

Tipps:

    • Regelmäßiges Stoßlüften und eine gleichmäßige Beheizung aller Räume im Winter sorgen für ein gesundes Raumklima.
    • Große Möbelstücke stehen am besten mit einem Abstand von 5 bis 10 Zentimeter zu Außenwänden.
    • Sanierungen sollten stets von Fachpersonal durchgeführt werden.

 

Unsere Expertin:

dr miriam hagemeyerDr. Miriam HagemeyerDr. med. Miriam Hagemeyer ist seit 12 Jahren medizinisch tätig. 2014 hat sie ihre Facharztausbildung im Fachgebiet Hals-Nasen-Ohrenheilkunde abgeschlossen. 2015 folgte die Anerkennung zum Führen der Zusatzbezeichnung Allergologie. Dr. Hagemeyer ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie sowie in der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin. Als Medizinredakteurin schreibt sie regelmäßig Artikel zu medizinischen Themen. Sie behandelte in ihrer Sprechstunde immer wieder Patienten mit Neurodermitis und betreut für ein großes Medizinlexikon u. a. dem Fachbereich Dermatologie.

 

Wichtiger Hinweis

Unsere Beiträge beinhalten lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Selbstmedikation und ersetzen nicht den Arztbesuch. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.