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Qualzucht Hunde

Dr. med. vet. Angelika Drensler zum Thema Qualzucht bei Hunden - was läuft schief?

Qualzucht Hund: Was läuft schief bei Bully, Mops & Co?

Nach dem Tierschutzgesetz müssten Qualzuchten auch bei Hunden doch eigentlich längst verboten sein, wo liegt das Versäumnis?

Das liegt an der Lobby dieser Tierzüchter. Es ist leider nicht möglich, ganze Rassen von der Zucht auszuschließen. Das hat auch die Kampfhundeproblematik vor 15 Jahren gezeigt. Damals durften zum Beispiel Staffordshire-Terrier nicht mehr gezüchtet werden. Trotzdem gab es sie weiter, egal ob vom Schwarzmarkt, aus dem Ausland oder aus dem „Tierschutz“. Sie hießen dann Boxermischlinge.

Wir Tierärzte versuchen nun durch Öffentlichkeitsarbeit, das Problem der Qualzuchten anzugehen. Die Tierbesitzer müssen erfahren, was sie den Tieren antun. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) hat zugesagt, Hunde mit Qualzuchtkriterien nicht mehr zu Ausstellungen zuzulassen - ein ganz kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Sie empfehlen, Tiere aus Qualzuchten nicht zu kaufen. Was wird empfohlen, wenn man ein solches Tier im Tierheim vorfindet?

Die Nachfrage ist sehr groß, größer als das Angebot. Wenn man als informierter, kritisch denkender Mensch in diese Situation kommt, sollte man die Nachfrage nicht noch erhöhen. Wenn die Liebe entfacht ist und man diesen Hund unbedingt „retten“ will, muss man sich im Klaren darüber sein, dass es ein lebenslanger, teurer und trotzdem schmerzhafter Prozess für beide sein wird.

Frau Dr. Drensler, herzlichen Dank für dieses Interview!

Quellen:

1)  Prof. Gerhard U. Oechtering, Wenn Menschen Tiere verformen“, Deutsches Tierärzteblatt1/2013