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Futtermittelallergie bei der Katze: Ist es Getreide?

Futtermittelallergie bei der Katze: Ist es Getreide?

Wenn die Katze unter Juckreiz leidet, kann die Ursache eine Futtermittelallergie sein. Viele Katzenfuttermittel enthalten auch Getreide, obwohl Katzen als reine Fleischfresser bekannt sind. Kann getreidehaltiges Futtermittel eine Allergie bei der Katze auslösen?

Futtermittelallergie: Was ist das?

Bei Katzen, die unter einer Futtermittelallergie leiden, reagiert das Immunsystem überempfindlich auf einen eigentlich harmlosen Futtermittelbestandteil. Die allergieauslösenden Komponenten sind dabei meistens Eiweiße, sowohl bei Fleisch, als auch bei anderen Futtermitteln.

Futtermittelallergie: Wie schnell nach Allergenkontakt kommt es dazu?

Um eine Allergie auszulösen muss die Katze mehr als einmal mit dem Allergen aus dem Futtermittel Kontakt gehabt haben. Viele Katzen haben jedoch schon jahrelang das allergieauslösende Futtermittel bekommen, bevor sie eine Allergie entwickelten. Das Alter der Katze spielt dabei keine Rolle: Katzen können mit sechs Monaten eine Allergie entwickeln, aber auch in fortgeschrittenem Alter.

Und: Ungefähr ein Viertel der Katzen mit einer Futtermittelallergie leiden zusätzlich an einer Umweltallergie oder an einer Flohbissallergie.

Allergie auf Getreide bei der Katze: Wie häufig kommt das vor?

In einer Studie (1) wurde festgestellt, dass Rind, Fisch und Huhn am häufigsten Futtermittelallergien bei der Katze auslösen. Weizen und Mais war jeweils nur in 4 Prozent der Fälle für die Futtermittelallergie verantwortlich. Die Angaben in der Literatur, wie viele Katzen mit Hautkrankheiten an einer Futtermittelallergie leiden, variieren. Nach einer Übersichtstudie, in der verschiedene Studien verglichen wurden, leiden durchschnittlich fünf Prozent der Katzen mit Hautkrankheiten an einer Futtermittelallergie. Bei Katzen mit Juckreiz wurde in ungefähr 10 bis 20 Prozent der Fälle eine Futtermittelallergie diagnostiziert (2).

Allergie gegen Getreide: Welche Symptome haben die Katzen?

Die Allergie löst bei den Katzen meistens Juckreiz aus. Manche Katzen leiden zusätzlich auch unter Magen-Darm-Beschwerden. Meist sind der Kopf, die Ohren und der Hals vom Juckreiz betroffen. Durch ständiges Kratzen kann sich die Haut entzünden. Auch Läsionen des Eeosinophilen-Granulom-Komplexes können bei Katzen mit Getreideallergie vorkommen. Diese Läsionen zeigen sich als eosinophile Plaques oder als eosinophiles Granulom. Eosinophile Plaques sind gerötete, knotige oder fleckige Hautveränderungen, die stark jucken. Ein eosinophiles Granulom zeigt sich als streifenförmige erhabene Hautveränderung, oft auf der Zunge oder im Gesicht.

Allergie auf Getreide: Wie wird das diagnostiziert?

Wenn der Besitzer den Verdacht hat, dass die Katze unter einer Futtermittelallergie leidet, sollte er dies bei einem Tierarzt abklären lassen und nicht mit verschiedenen Futtermitteln experimentieren. Das Ausprobieren verschiedener Futtermittel ist meistens wenig erfolgreich, da Juckreiz und Hautprobleme viele Ursachen haben können und auch wenn es sich um eine Futtermittelallergie handelt, ist es sehr schwierig, das auslösende Allergen zu finden.

Der Tierarzt stellt die Verdachtsdiagnose Futtermittelallergie anhand des Vorberichts und des klinischen Bildes, nachdem er andere Krankheiten ausgeschlossen hat.

Idealerweise bekommt die Katze dann über mindestens acht Wochen eine Eliminationsdiät. Das heißt, sie bekommt eine Diät mit ungewöhnlichen Eiweißquellen,die normalerweise nicht Bestandteil der üblichen Futtermittel sind, beispielweise Kängurufleisch Der Tierarzt hilft dem Besitzer bei der Auswahl eines geeigneten Futtermittels für die Diät. Es gibt eine große Auswahl an Futtermitteln für Allergiker, aber die im Handel erhältlichen Diätfuttermittel sind oft nicht für die Eliminationsdiät geeignet, da sie Spuren von Futtermittelbestandteilen enthalten können, die nicht auf der Zutatenliste stehen.
Die Diät muss streng eingehalten werden, das heißt die Katze darf in der Zeit kein anderes Futter bekommen. Wenn sich die Symptome bessern und anschließend mit normalem Futter wiederkehren, ist die Diagnose gesichert.

Es gibt mittlerweile auch serologische Allergietests, die eine Diagnose unterstützen können. Die Eliminationsdiät gilt aber immer noch als Standard in der Diagnose einer Futtermittelallergie bei der Katze.

Allergie auf Getreide bei der Katze: Wie sieht die Therapie aus?

Steht die Diagnose „Allergie auf Getreide“ fest und wurde herausgefunden, auf welches Getreide die Katze allergisch reagiert, sollte der Besitzer Futtermittel mit dieser Getreidesorte konsequent vermeiden. Schon kleinste Anteile im Futtermittel können die Allergie auslösen.

Getreide im Katzenfutter: Sollte man generell auf getreidehaltige Futtermittel verzichten?

In Katzenfuttermitteln ist oft Getreide enthalten. Viele Katzenbesitzer stellen sich die Frage, ob Katzen als reine Fleischfresser überhaupt Getreide bekommen sollen. Tatsächlich hat eine Katze andere Ansprüche an die Ernährung als ein Hund. Hunde haben sich der Ernährung des Menschen angepasst und können einen gewissen Anteil ihres Bedarfs über Kohlenhydrate decken.

Katzen haben sich lange Zeit vor allem durch Beutetiere ernährt und wurden von den Menschen als Mäusejäger geschätzt. Der Bedarf der Katzen orientiert sich daher an den Beutetieren.

Katzenfutter sollte vor allem viel hochwertiges tierisches Eiweiß und einen gewissen Anteil an Fett enthalten, aber nur wenig Kohlenhydrate. In der Natur nutzen Katzen vor allem Eiweiß und Fett als Energiequelle. Katzen brauchen keine Kohlenhydrate. Getreide in kleinen Mengen wird aber von den meisten Katzen gut vertragen. Katzen nehmen auch mit dem Darm von Beutetieren manchmal kleine Mengen an Getreide auf.

Quellen:

(1) Müller R.S. et al. (2016). Critically appraised topic on adversefood reactions of companion animals (2): common food allergen sources indogs and cats. BMC Veterinary Research, 2016; 12:9

(2) Müller R.S., Olivry T., (2016). Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (3): prevalence of cutaneous adverse food reactions in dogs and cats. BMC Veterinary Research, 2016; 13: 51.

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