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Flöhe Hund Katze Haus

Flöhe bei Hund und Katze: Wie entfernt man sie aus dem Haus?

Flöhe bei Hund & Katz: Wie geht Flohsanierung?

Bei einem Flohbefall hält sich nur ein kleiner Teil der Flöhe auf dem Hund oder der Katze auf. Ein Großteil der Flohpopulation befindet sich in der Umgebung des Hundes oder der Katze, also überall dort, wo sich die Tiere im Haus aufhalten. Für Hunde und Katzen gibt es viele Mittel, die gegen Flöhe helfen. Aber wie bekommt der Hunde- oder Katzenbesitzer die Flöhe aus dem Haus?

Autor: Dr. med. vet. Eva Rompa 

Flöhe bei Hund und Katze: Wo befinden sich die Flöhe im Haus?

Auf dem Hund oder der Katze leben nur die erwachsenen Flöhe und ernähren sich dort, indem sie Blut saugen. Die meisten erwachsenen Flöhe leben nur wenige Wochen, in dieser Zeit legen die Weibchen aber durchschnittlich 20 Eier am Tag. Die kleinen weißen Eier der Flöhe fallen vom Hund oder der Katze in die Umgebung. Besonders viele Eier befinden sich dort im Haus, wo sich die Tiere am häufigsten aufhalten: im Körbchen, auf dem Sofa, auf dem Teppich, manchmal auch im Bett von Herrchen und Frauchen. Auch wenn der Hund oder die Katze läuft oder springt, fallen die Eier der Flöhe aus dem Fell. Sie können sich also auch auf der Treppe, im Flur oder auf der Fensterbank verteilen.

Flöhe bei Hund und Katze: Wie sieht der Entwicklungszyklus aus?

Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven. Die Larven der Flöhe meiden das Licht und halten sich am liebstem im Dunkeln auf, in Sofaritzen, auf dem Teppichgrund, in Ecken des Körbchens und in Ritzen und Nischen von Treppen und Flur. Sind die Larven der Flöhe ausgewachsen, verpuppen sie sich. Sie spinnen sich in einen Kokon. Aus diesen Kokons schlüpfen die erwachsenen Flöhe, die dann wieder auf dem Hund oder der Katze leben.

Flöhe bei Hund und Katze: Flöhe lieben es warm und feucht!

Wie schnell sich die Flöhe entwickeln, hängt von der Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Bei warmen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit entwickeln sie sich besonders schnell, oft innerhalb von drei bis vier Wochen. In den meisten Wohnungen herrschen ideale Lebensbedingungen für Flöhe. Die Larven können aber auch länger im Puppenstadium verbringen. Über sechs Monate sind möglich. Die Flöhe schlüpfen erst durch einen Reiz aus der Umgebung aus ihrem Kokon, das kann eine Vibration oder ein Druck sein, wenn ein Tier vorbeiläuft oder Wärme, zum Beispiel die Körperwärme eines Tieres. So wird gewährleistet, dass die geschlüpften Larven möglichst schnell nach dem Schlüpfen ein Tier finden, auf dem sie leben können, denn die erwachsenen Flöhe können nur wenige Tage überleben ohne Blut zu saugen.

Flöhe bei Hund und Katze: Wie erkennt der Hunde- oder Katzenbesitzer, ob Flöhe im Haus sind?

Die Eier und Larven der Flöhe sind nur einen halben Millimeter groß und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Zudem verstecken sich die Larven in dunklen Ecken und Ritzen. Leichter ist es, erwachsene Flöhe oder Flohkot zu finden. Die erwachsenen Flöhe sind schwarz und 1 bis 6 Millimeter groß. Sie sind gut erkennbar, aber im dichten Fell des Hundes oder der Katze oft schwer zu entdecken. Der Besitzer kann mit einem speziellen Flohkamm das Fell des Hundes oder der Katze kämmen. So lassen sich manchmal die Flöhe, fast immer aber Flohkot finden: Der Besitzer kämmt mit dem Kamm kleine schwarze Pünktchen aus, die wie „Dreck“ aussehen. Befeuchtet er die schwarzen Pünktchen auf einem weißen Tuch, bilden sie kleine rötliche Flecken, da Flohkot aus getrocknetem Blut besteht. Die kleinen Pünktchen entdeckt er oft auch im Körbchen des Hundes oder der Katze oder an anderen Liegeplätzen. Die Eier und Larven im Haus sind für den Hunde- oder Katzenbesitzer meist nicht sichtbar. Entdeckt der Besitzer aber Flöhe auf dem Hund oder der Katze oder Flohkot, kann er davon ausgehen, dass sich auch Eier und Larven im Haus befinden, da die Flohweibchen schon 48 Stunden, nachdem sie ein Tier befallen haben, die ersten Eier legen.

Flöhe bei Hund und Katze: Was kann der Hunde- oder Katzenbesitzer gegen die Flöhe im Haus tun?

Um die Flöhe im Haus erfolgreich zu bekämpfen, muss der Besitzer alle Entwicklungsstadien der Flöhe bekämpfen, sowohl die erwachsenen Flöhe auf dem Hund oder der Katze, als auch die Eier und die Larven im Haus, vor allem wenn der Hund oder die Katze stark mit Flöhen befallen ist.

Flohmittel für Hunde und Katzen töten die erwachsen Flöhe meistens zuverlässig und schnell, oft innerhalb von 24 Stunden. Die Umgebung von Flöhen zu befreien, ist wesentlich schwieriger. Der Besitzer muss alle Decken und alles, was gewaschen werden kann, bei 60 °C waschen, und Sofa und Teppiche gründlich absaugen. Den Staubsaugerbeutel sollte er verschlossen im Hausmüll entsorgen. Durch das Absaugen werden aber oft nicht alle Eier und Larven entfernt, denn die Larven verstecken sich oft in Ritzen und Nischen. Es ist daher empfehlenswert, die Möbel und die Böden im Haus zusätzlich mit einem „Umgebungsspray“ zu behandeln. Umgebungssprays sind Insektizide, die die Eier und die Larven der Flöhe abtöten. Sie sind beim Tierarzt oder in der Zoohandlung erhältlich. Im verpuppten Stadium sind die Larven der Flöhe jedoch sehr widerstandsfähig und können in ihrem Kokon eine Umgebungsbehandlung mit Insektiziden überleben. Da die Larven mehrere Monate im verpuppten Stadium verbringen können, kann es sein, dass auch Monate nach der Behandlung noch Flöhe schlüpfen. Viele Umgebungssprays haben aber inzwischen eine lange Wirksamkeit. Die Wirkung kann je nach Präparat mehrere Wochen bis Monate anhalten. Es gibt auch Flohmittel, die bei Hund und Katze angewendet werden, die neben ihrer Wirkung gegen erwachsene Flöhe zusätzlich auch die Entwicklung der Floheier hemmen. Sie sollen verhindern, dass sich in aus den Eiern Larven entwickeln.

Flöhe bei Hund und Katze: Wie lange müssen die Maßnahmen durchgeführt werden?

Flohmittel für Hunde und Katzen haben eine unterschiedlich lange Wirkungsdauer. Spot Ons werden auf die Haut in den Nacken getropft und sind meistens vier Wochen lang wirksam. Es gibt auch Flohmittel, zum Beispiel in Tablettenform, die monatelang wirken. Auch Umgebungssprays haben oft eine langanhaltende Wirkung. Manchmal reicht daher eine gründliche Behandlung des Hundes oder der Katze und der Umgebung, um die Flöhe los zu werden. In anderen Fällen kommt es aber trotz der Maßnahmen zu einem anhaltenden oder wiederholten Flohbefall des Hundes oder der Katze. Das kann mehrere Gründe haben: die Hunde oder Katzen haben regelmäßig Kontakt zu anderen Tieren mit Flohbefall, es wurden nicht alle Tiere des Haushalts gleichzeitig behandelt, die Flohmittel wirken nicht richtig, zum Bespiel weil der Hund gewaschen wurde oder schwimmen war, die Umgebung wurde nicht gründlich genug behandelt oder Stellen mit Eiern und Larven im Haus wurden vergessen. Dann ist eine weitere Behandlung notwendig. Bei Hunden oder Katzen, die viel Kontakt zu anderen Tieren oder unkontrollierten Freigang haben, kann es sinnvoll sein, die Tiere dauerhaft vorbeugend mit Flohmitteln zu behandeln.

Flöhe bei Hund und Katze: Wie kann der Hunde- oder Katzenbesitzer wissen, dass die Flöhe weg sind?

Am besten eignet sich die Kontrolle des Hundes oder Katze selbst, um zu überprüfen, ob die Flohbekämpfung erfolgreich war. Hierfür durchkämmt der Besitzer das Fell des Hundes oder der Katze mit dem Flohkamm und kontrolliert, ob noch Flöhe oder Flohkot da ist. Ist er sich unsicher, kann er das Fell des Hundes oder der Katze auch von einem Tierarzt untersuchen lassen.

Flöhe bei Hund und Katze: Befallen die Flöhe von Hunden und Katzen auch Menschen?

Die Flöhe von Hunden und Katzen sind nicht ihren Wirt gebunden. Das heißt, sie können auch andere Tierarten und Menschen befallen. Wenn bei starkem Flohbefall viele erwachsene Flöhe schlüpfen und kein geeigneter Wirt, also der Hund oder die Katze, da ist, befallen die Flöhe auch Menschen. Flohbisse beim Menschen fallen durch starken Juckreiz und kleine dicht beieinander liegende rote Stellen auf und kommen häufig an den Beinen vor.

Wichtiger Hinweis

Unsere Beiträge beinhalten lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Selbstmedikation und ersetzen nicht den Arztbesuch. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.