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Otitis Hund Ohrmilben Anzeichen Diagnose Behandlung

Dr. med. vet. Ariane Neuber zum Thema: Otitis beim Hund durch Ohrmilben: Anzeichen, Diagnose, Behandlung!

Otitis beim Hund durch Ohrmilben: Symptome, Diagnose, Therapie

Ohrmilben beim Hund werden häufig festgestellt und können zu einer Otitis, also zu einer Ohrenentzündung führen. Über die typischen Symptome dieser Otitis, wie sie festgestellt wird, und wie sie behandelt werden kann, sprach MeinAllergiePortal mit Dr. med. vet. Ariane Neuber, Tierarztpraxis Hund Katze Haut in Königswinter Eudenbach im Beitrag Otitis beim Hund durch Ohrmilben: Symptome, Diagnose, Therapie.

Frau Dr. Neuber, wie häufig kommt es bei Hunden durch Ohrmilben zu einer Otitis und wie zeigen sich die Symptome?

Ohrmilben kommen häufiger bei sehr jungen und älteren Hunden vor, also bei Hunden deren Abwehrsystem noch nicht, oder nicht mehr stark genug ist. Die Ohrmilben führen für gewöhnlich zu einer Otitis externa, also zu einer Entzündung des äußeren Ohres.

Die Hunde haben meist ein kaffeesatzähnliches Ohrensekret, und wenn dieses Ohrensekret beim Hund zu sehen ist, sind nicht selten Ohrmilben dafür verantwortlich.

Gibt es bei Hunden mit einer ohrmilbenbedingten Otitis noch weitere Symptome zu beobachten?

Zusätzlich zu dem beschriebenen Ohrensekret, zeigt der Hund die typischen Symptome einer Otitis externa:

  • Kopfschütteln
  • Juckreiz am Ohr
  • Ausfluss und unangenehmer Geruch aus dem Ohr, wenn zusätzlich eine bakterielle Infektion oder eine Pilzinfektion vorliegt.

Wie wird eine Otitis durch Ohrmilben beim Hund festgestellt?

Obwohl die Ohrmilben relativ klein sind, kann man sie mit bloßem Auge erkennen. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, wird der Tierarzt das Ohr aber otoskopisch, also mit einem Ohrenspiegel, untersuchen.
Das Ohrensekret des Hundes kann auch unter einem Mikroskop untersucht werden. In vielen Praxen werden die Hunde erst mal anhand der typischen Symptome beurteilt und entsprechend behandelt.

Wie sieht die Behandlung einer Otitis durch Ohrmilben beim Hund aus?

Normalerweise genügt eine lokale Behandlung mit Ohrentropfen. Es gibt Tropfen, die als Inhaltsstoff Akarizid enthalten, das spezifisch gegen Milben wirkt. Die Mehrzahl der Ohrentropfen ist aber unspezifisch. Sie lösen das Ohrensekret und verstopfen die Atemgänge der Milben, was zu deren Ersticken führt. Man kann außerdem entweder Tabletten oder Tropfen auf den Nacken spezifisch gegen Milben und andere Parasiten geben.

Und in welchen Fällen ist eine lokale Behandlung nicht ausreichend?

Wenn die Ohrmilben nicht nur im Gehörgang, sondern auch in anderen Körperregionen zu finden sind, reicht eine lokale Behandlung nicht. Dann sollte mit sogenannten Spot-on Medikamenten, die auch gegen Flöhe und andere Milben helfen, oder mit Tabletten behandelt werden.

Wichtig: Sollten mehrere Tiere im Haushalt leben, müssen auch die symptomlosen Tiere untersucht und behandelt werden, da sie sogenannte „Trägertiere“ sein können. Das bedeutet, diese Tiere haben Milben und geben diese auch weiter, sind aber selbst nicht erkrankt. Darüber hinaus können Ohrmilben gegebenenfalls auch auf Menschen übergehen.

Was kann man tun, wenn trotz Behandlung keine Besserung eintritt?

Ohrmilben sprechen in der Regel gut auf die beschriebenen Behandlungen an. Falls es doch zu Rückfällen kommt oder die Ohrenentzündung von Anfang an nicht auf die Medikamente anspricht, sollten weitere Untersuchungen durchgeführt werden, da auch andere Gründe für die Beschwerden vorliegen können. In schwierigen oder chronischen Fällen wäre eine Überweisung an einen Tierdermatologen zu überlegen.

Frau Dr. Neuber, herzlichen Dank für das Gespräch!