Allergiediagnose bei der Katze

MV Dr. Lucia Panakova, DipECVD Dermatologin an der Veterinärmedi-zinischen Universität in Wien

Allergiediagnose bei der Katze - wie geht man vor?

Kann man bei der Katze auch eine Flohallergie testen?

Man kann sowohl Katzen als auch Hunde auf eine Flohallergie testen. Jedoch beinhalten die Flohallergene von unterschiedlichen Herstellern nicht immer die selben Moleküle – diese sind einfach nicht ausreichend standardisiert. Die Sensitivität des Flohallergens kann von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein und ist ebenfalls nicht 100prozentig verlässlich. Eine diagnostische Therapie -  das Ansprechen auf eine häufige Flohprophylaxis - funktionniert in diesem Fall zuverlässiger.

Bei den Allergietests für Menschen mangelt es oft an Standard-Lösungen für die spezifischen Tests. Wie sieht das in der Tiermedizin aus?

Mehrere Firmen bieten Allergenextrakte an, mit denen eine erfolgreiche Behandlung der Katzenallergie durchgeführt wird.  In der dermatologischen Praxis für den Intradermalen Test, verwenden wir eigentlich die selben Allergenextrakte für den Hund und für die Katzen. Mit diesen, testet man also dann die Tiere, wenn sich der Besitzer eine spezifische Immunotherapie für sein Tier wünscht. Es fehlt hier aber auch zum Teil an der Standardisierung.

Auch in der Veterinärmedizin versucht man dieses Problem mit Hilfe der Molekularen Allergiediagnostik zu lösen – wir führen hierzu an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien auch gemeinsame Projekte mit einem humanmedizinischen Team unter Frau Prof. Jensen-Jarolin durch.

Bereits seit etwa 15 Jahren sind z.B. die Hauptallergenmollekülen der Hausstaubmilbenallergie des Hundes, dies sind nicht die gleichen wie beim Menschen, bekannt. Bei der Katze ist dies noch nicht erforscht. Insgesamt ist die Forschung auf diesem Gebiet jedoch sehr teuer und wird deshalb noch weitere Zeit beanspruchen.

Sie erwähnten die Ausschlussdiät – was macht sie bei der Katze so schwierig?

Zunächst ist eine Katze in Bezug auf ihr Futter sehr wählerisch – viel wählerischer als ein Hund. Katzen dürfen auch nicht hungern und es wäre für eine Katze ausgesprochen ungesund, wenn sie länger als vier Tage hungern würde, weil sie mit der Ausschlussdiät nicht einverstanden ist. Es gibt natürlich auch Katzen, bei denen man die Eliminationsdiät problemlos durchführen kann, aber bei vielen Katzen ist das durchaus ein Problem. 

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