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Priv.-Doz. Dr. med. vet. Michael Leschnik, Abteilung Interne Medizin Kleintiere an der Universitätsklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien zum Thema „Zecken bei der Katze, was tun? Gibt es eine Allergie auf Zecken?

Zecken bei der Katze, was tun? Gibt es eine Zeckenallergie?

Wie behandelt man eine lokale Immunreaktion auf Zeckenstiche bei der Katze?

Eine Behandlung ist hier nicht nötig, denn sobald die Zecke entfernt wurde, sollten sich die Hautveränderungen von selbst wieder zurückbilden.
Eine Creme sollte man bei der Katze nicht auftragen. Das würde dazu führen, dass die Katze an dieser Stelle noch mehr schleckt, als ohnehin schon und hätte somit einen gegenteiligen Effekt.

Beim Menschen fürchtet man Zecken, weil sie Lyme-Borreliose und Frühsommer-Mengingoenzephalitis (FSME) übertragen können, gilt das auch für Katzen?

Lyme-Borreliose und FSME gibt es bei Katzen nicht.

Es gibt eine durch Zecken übertragene Erkrankung, die Katzen, Hunde und Menschen bekommen können, die sogenannte Anaplasmose. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, deren Erreger die Zecke in sich trägt und die durch das Injizieren des Zeckenspeichels bei der Katze zum Tragen kommt. Die Anaplasmose tritt bei Katzen jedoch sehr selten auf.

Wie zeigt es sich, dass die Katze eine Anaplasmose hat?

Meist haben Katzen mit Anaplasmose Fieber und mitunter auch Blutarmut. Katzen erkranken eher an Anaplasmose wenn sie generell ein schwaches Immunsystem haben, häufig bestehen dann noch weitere Erkrankungen. Betroffen sind deshalb oft wilde Katzen, ältere Tiere oder Tiere, die bereits andere Infektionen in sich tragen.

Gibt es, abgesehen von der Anaplasmose, andere Erkrankungen, die Katzen durch Zecken erwerben können?

Es gibt eine Erkrankung, bei der man sich nicht ganz sicher ist, die Hämoplasmen oder Mykoplasmen. Das sind Bakterien, die bei der Katze eine Blutarmut verursachen können. Man weiß jedoch noch nicht genau, ob diese Bakterien eher von Zecken oder eher von Flöhen übertragen werden.

Und woran erkennt man, dass eine Katze mit Hämoplasmen oder Mykoplasmen infiziert ist?

Man erkennt eine Infektion der Katze mit Hämoplasmen oder Mykoplasmen am Fieber, mitunter kommt es zu Blutungen und ebenfalls zu Blutarmut, was sich in der Regel anhand des Blutbildes feststellen lässt, genau wie bei den Anaplasmen.
Diese bakteriellen Infektionen behandelt man mit antibiotischen Tabletten.

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