Allergie auf Bienengiftallergie Hund Wespengiftallergie

Dr. med. vet. Ana Rostaher, dipl. ECVD, Oberärztin Dermatologie an der Klinik für Kleintiermedizin der Vetsuisse Fakultät Universität Zürich zur Allergie auf Bienengift und Wespengift beim Hund!

Allergie auf Bienen- und Wespengift beim Hund, wie gefährlich ist das?

Gibt es für Hunde einen Adrenalin-Autoinjektor?

Auf dem Markt gibt es keine „Hunde-Adrenalin-Autoinjektoren“. Es können aber die humanen Präparate verschrieben werden, wenn die Tiere nicht weniger als 15 kg wiegen. Das Dosieren bei ganz kleinen Hunden ist schwierig, weil es ja keine „kleinen“ Autoinjektoren auf dem Markt gibt.

Hier die empfohlene Dosierung:

•    0.30 mg Adrenalin für Tiere > 30 kg Körpergewicht

•    0.15 mg Adrenalin für Tiere von 15- 30 kg Körpergewicht

Bei Hunden unter 15 kg wird die Anwendung eines 0.15 mg Adrenalin-Autoinjektors nicht empfohlen, es sei denn, es handelt sich um eine lebensbedrohliche Situation und die Anwendung erfolgt unter tierärztlicher Aufsicht.

Gibt es eine Möglichkeit zu vermeiden, dass der Hund Kontakt zu Bienen und Wespen hat und gestochen wird?

Kontakt mit dem vermeintlichen Allergen ist möglichst zu meiden, aber bei unseren Vierbeinern, die gerne in Wiesen spielen, ist das für Bienen sehr schwierig durchführbar. Das Meiden der Wespen ist eventuell leichter, weil diese sich ja oft an Stellen wie Mülltonnen, Picknickplätzen etc. aufhalten, und somit kann man solche Stellen leichter meiden.

Ist beim Hund auch eine Hyposensibilisierung auf Bienengift oder Wespengift möglich?

Eine Hyposensibilisierung bei Bienen- und Wespengiftallergie wird, wie beim Menschen, auch bei den Hunden erfolgreich durchgeführt. Diese wird empfohlen, wenn die Tiere lebensbedrohliche Reaktionen erlebt haben und das Risiko einer erneuten Reaktion groß ist.

Frau Dr. Rostaher, herzlichen Dank für dieses Interview!

Quellen:

1)    Rostaher A et al. Triggers, risk factors and clinico-pathological features of urticaria in dogs - a prospective observational study of 24 cases. Vet Dermatol. 2017 Feb;28(1):38-e9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27425644

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