Allergie auf Bienengiftallergie Hund Wespengiftallergie

Dr. med. vet. Ana Rostaher, dipl. ECVD, Oberärztin Dermatologie an der Klinik für Kleintiermedizin der Vetsuisse Fakultät Universität Zürich zur Allergie auf Bienengift und Wespengift beim Hund!

Allergie auf Bienen- und Wespengift beim Hund, wie gefährlich ist das?

Kann es durch eine Allergie auf Bienengift oder Wespengift beim Hund auch zu einer Anaphylaxie kommen? Was ist dann im Notfall zu tun?

Eine Anaphylaxie wird nicht selten beobachtet, diese wird in verschiedene Grade untergeteilt, so wie beim Menschen. In diesen Fällen sollte man so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen.

Beim Bienenstich sollte der Stachel so bald wie möglich entfernt werden und man sollte den Hund aus dem Gebiet, in dem es zum Stich gekommen ist, entfernen, um zusätzliche Stiche zu vermeiden. Dabei sollten die Besitzer auch auf die eigene Sicherheit achten, denn es kann passieren, dass die Manipulationen beim Herausziehen des Stachels für den Hund sehr schmerzhaft sind und er unwillkürlich unabsichtlich zubeißt.

Auf dem Weg zum Arzt sollten die Tiere beruhigt werden. Am leichtesten ist es, wenn man noch jemanden zu Hilfe rufen kann, so dass eine Person Auto fährt und der andere mit dem Hund auf dem Rücksitz Platz nehmen kann. Wenn der Hund sich noch selbst bewegen kann, sollte man es ihm überlassen, sich in die bequemste Position zu bringen, in der tief durchatmen kann.

Wie erfolgt die Diagnose einer Allergie auf Bienengift oder Wespengift beim Hund?

Die Diagnose erfolgt mittels Vorgeschichte, wenn die Besitzer den Stich beobachtet haben, oder durch klinische Untersuchungen, d.h. es wird der Stachel gefunden oder es zeigen sich Anzeichen einer allergischen Reaktion und zusätzlicher allergenspezifischer Blut- und Hauttests.

Wie behandelt man die Allergie auf Bienengift oder Wespengift beim Hund?

Die unmittelbare Behandlung hängt vom Schweregrad der Reaktion ab. Die Tierärzte verabreichen den erkrankten Tieren Infusionen, Antihistaminika und, sehr wichtig, Medikamente zum Schutz des Magen-Darm-Traktes.  Auch Entzündungshemmer und, in ganz schlimmen Fällen, Adrenalin, können verabreicht werden. Die Tiere sollten mindestens 24 Stunden versorgt und beobachtet werden.

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