Keine Allergie-News verpassen!

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Sie wollen stets zu Allergien und Intoleranzen informiert werden? Abonnieren Sie kostenlos unseren MeinAllergiePortal-Newsletter!

 

x

Tennisarm Mausarm Was tun bei Schmerzmittel-Intoleranz?

Dr. Nicolas Gumpert zum Thema Tennisarm - Mausarm: Was tun bei Schmerzmittel-Intoleranz?

Tennisarm - Mausarm: Was tun bei Schmerzmittel-Intoleranz?

Ein sogenannter Tennisarm bzw. ein Mausarm kann sehr schmerzhaft sein und beeinträchtigt die Patienten massiv. Wie kommt es zu einem Tennisarm oder Mausarm? Was ist der Unterschied? Wie zeigen sich die Symptome und welche Therapien sind möglich, wenn man eine Schmerzmittel-Intoleranz hat? MeinAllergiePortal mit Dr. Nicolas Gumpert, Facharzt für Orthopädie, Lumedis, Frankfurt.

Herr Dr. Gumpert, was versteht man unter einem Tennisarm?

Ein Tennisarm, medizinisch Epicondylitis, ist eine Sehnenansatzentzündung der Unterarmstrecksehnen. Alle Unterarmmuskeln enden in einer gemeinsamen Sehne, die am Epicondylus, am Oberarmknochen ansetzt und dort eine lokale Entzündung auslöst.

Ist ein Tennisarm das gleiche wie ein Mausarm?

Zwar sind die Symptome von Tennisarm und Mausarm die gleichen, aber wir sehen hier unterschiedliche Auslöser. Beim Mausarm geht man davon aus, dass der Auslöser in Mikrotraumata zu sehen ist, die durch das Mausklicken oder Tastaturklicken ausgelöst werden. Beim Tennisarm sehen wir die Ursache in Makrotraumata. Hier sind der kräftige Hammerschlag beim Handwerker oder der Aufschlag beim Tennisspielen die Ursache. Die Ursache ist als immer eine Art Aufprall, beim Mausarm sind es viele kleine Erschütterungen, beim Tennisarm wenige massive Schläge. Die Ursache ist die gleiche und die Erkrankung ist die gleiche.

Wie zeigen sich beim Tennisarm bzw. Mausarm, also bei beiden offensichtlich gleich, die Symptome?

Sowohl beim Tennisarm als auch beim Mausarm lösen das Anspannen der Hand, insbesondere das Faustmachen, das Anheben des Handgelenks nach oben oder auch zum Beispiel das Fingerstrecken den typischen Schmerz direkt am Epicondylus, das heißt, direkt an der äußeren Ellenbogenseite aus. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem weiteren, sehr typischen Symptom: Beim morgendlichen Aufwachen bemerkt man eine gewisse Steifheit im Ellenbogen. Diese beiden Zeichen sind typisch für eine Epicondylitis bzw. einen Tennisarm oder Mausarm.

Wie diagnostiziert man einen Tennisarm bzw. Mausarm? Die Diagnose ist ja dann offensichtlich auch ähnlich oder gleich…

Genau! Im Prinzip beginnt die Diagnose mit einer Anamnese. Dabei wird die Krankengeschichte erfragt und man forscht nach dem Auslöser. Mit der Krankengeschichte kommt man dann auch schon zu den Untersuchungstechniken. Es gibt eine Untersuchung, mit der man den Tennisarm oder den Mausarm sehr sicher diagnostizieren kann und zwar mit dem Belastungstest. Ob man den Patienten dafür bittet, mit gestrecktem Arm einen Stuhl anzuheben oder eine Wasserflasche, meist kann man damit den Schmerz schon sehr klar auslösen. Hinzu kommen verschiedene Tests am Handgelenk.

Zur weiteren Diagnostik eines Tennisarms oder Mausarms stehen drei unterschiedliche bildgebende Verfahren zur Verfügung. In der Regel reicht ein Ultraschall aus, bei dem man das Ödem in der Sehne, also die Schwellung der Sehne, als Zeichen einer Entzündung erkennen kann. Man kann auch ein Röntgenbild machen, wenn man eine Verkalkung vermutet. Das wäre vergleichbar mit einem Fersensporn, der ebenfalls eine Verkalkung darstellt, aber diese Ursache ist weniger häufig. Die dritte Diagnosemöglichkeit ist das Kernspin, also die Magnetresonanztomographie (MRT). Diese braucht man allerdings nur, wenn man befürchtet, dass die Sehne angerissen ist. Das kann man aber mit einem modernen Ultraschallgerät eigentlich schon genauso gut sehen. Deswegen ist eine MRT eher eine Rarität.

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.