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Sportverletzungen Schmerzmittel verträglich

Dr. Nicolas Gumpert zum Thema: Sportverletzungen - welche Schmerzmittel sind verträglich?

Sportverletzungen: Welche Schmerzmittel sind verträglich?

Wenn man die Schmerzmittel nicht verträgt: Welche Alternativen stehen bei Sportverletzungen dann zur Verfügung?

Im Grunde hilft auch hier wieder das PECH-Schema. Eine Kühltherapie hilft bei akuten Verletzungen immer gut gegen die Schmerzen, denn Eis beeinflusst den Schmerzrezeptor positiv und reduziert auch die Schwellung. Wichtig ist aber, es nicht zu übertreiben. Man sollte das Eis keinesfalls direkt auf die Haut aufbringen, sonst kann es zu Frostbeulen kommen. Hilfreich gegen die Schmerzen ist aber auch für das Hochlagern, denn es verhindert die Entstehung von Schwellungen und reduziert so den Schmerzpegel.

Was wir bei Sportverletzungen ungern einsetzen sind Medikamente auf Basis von Acetylsalicylsäure (ASS). ASS ist durchblutungsfördernd und fördert auch die Blutungsneigung. Bei einer Sportverletzung will man aber gerade das Gegenteil erreichen, nämlich eine Blutgerinnung an der verletzten Stelle. Die Gabe von ASS ist deshalb eher kontraproduktiv.

 

Schmerzmittel sind ja nicht immer verträglich…

Das kommt sehr auf den Wirkstoff an. Bei den NSAR kann es zu einer gastrointestinalen Problematik kommen. So kommt es zum Beispiel durch die Einnahm von Diclofenac bei 25 Prozent der Patienten zu Magen-Darm-Problemen - das ist schon eine enorme Unverträglichkeitsquote. Andere Schmerzmittel, die zum Beispiel Metamizol-Natrium enthalten, sind hingegen in der Regel unproblematisch. In ausgesprochen seltenen Fällen – ich selbst habe das nie gesehen – kann es zu einer Agranulozytose, einem Komplettversagen des weißen Blutsystems kommen. Das ist sehr selten, aber sehr, sehr schwerwiegend. Von Paracetamol wiederum weiß man, dass es eine gewisse Lebertoxizität hat. Die Einnahme hoher Dosen an Paracetamol kann man häufig in der Leber nachweisen. Generell ist bei NSAR zu erwähnen, dass eine gewisse Nephrotoxizität besteht. Das heißt, NSAR können die Nieren schädigen. Eine gesunde Niere wird dadurch nicht gefährdet, aber ist ein Patient bereits vorbelastet, erhöhen sich die Nierenwerte sofort. Auch bei geringer Dosierung steigt das Kreatinin relativ schnell an. Bei unerkannten Nierenschäden kann es dadurch durchaus zu Problemen kommen.

Das Fazit lautet also: Jedes Schmerzmittel birgt das Risiko einer Unverträglichkeit.

Verschwinden denn diese Unverträglichkeiten, wenn man das Schmerzmittel wieder absetzt?

Ja, denn diese Unverträglichkeiten sind meist komplett reversibel.

Der Patient bemerkt die Unverträglichkeit eines Schmerzmittels meist zunächst durch allgemeines Unwohlsein. Nach Absetzen des NSAR, geht es dem Patienten dann meist auch relativ schnell wieder besser.

Wichtig ist: Man darf das schädigende Potential von Schmerzmitteln nicht unterschätzen. Es handelt sich nicht um harmlose „Drops“, die man einfach mal so einnehmen kann. Marathonläufer, die sich vor einem Marathon einfach mal so ein Diclofenc-haltiges Schmerzmittel „einwerfen“, um besser durchzuhalten, stresst seine Niere, die dann versucht das zu verstoffwechseln, in erheblichem Maße. Das ist eine toxische Dosis.

Herr Dr. Gumpert, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

 

Weitere Informationen zu Sportverletzungen finden Sie bei Dr. Gumpert.de!

 

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