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Corona-Impfstoff Anaphylaxie

Corona-Impfstoff & Anaphylaxie - Gefahr für Allergiker?

Corona-Impfstoff & Anaphylaxie? Wer ist gefährdet? Risiko PEG?

Hat man bei den Zulassungsstudien zum Corona-Impfstoff BNT162b2 auch eine erhöhte Anaphylaxiegefahr bei Allergikern festgestellt?

Personen mit schweren Reaktionen auf Impfstoffe oder Hilfsstoffe, die in den jeweiligen Impfstoffen eingesetzt wurden, werden immer von den Zulassungsstudien mit dem Impfstoff ausgeschlossen. Bezüglich einer Anaphylaxiegefahr für Allergiker gab es keine Signale.

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Heißt das, dass für Allergiker ein erhöhtes Risiko besteht, durch eine Impfung mit dem Corona-Impfstoff BNT162b2 eine Anaphylaxie zu erleiden?

Nein, dafür gibt es keine Hinweise. Die aktuellen Empfehlungen lauten deshalb: Besteht bei einem Patienten eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber einem oder mehreren Inhaltsstoffen der Corona-Impfstoffe, ist dies eine absolute Kontraindikation gegenüber COVID-19 Impfungen. Das gilt aber aber auch für andere Impfstoffe, zum Beispiel für Impfstoffe gegen Influenza.

Eine vorherige allergologische Abklärung ist für Impflinge nötig, bei denen es nach der ersten Corona-Impfung zu einer Anaphylaxie kam. Auch Patienten mit bekannter Mastozytose, die auf Medikamenteneinnahme anaphylaktisch reagiert haben, sowie nach einer schweren ärztlich behandelten Anaphylaxie, deren Ursache nicht geklärt werden konnte, sollte vor der Anwendung des Corona-Impfstoffs eine allergologische Abklärung erfolgen.  

Für Patienten mit Inhalationsallergien, Nahrungsmittel- oder Insektengiftallergien, Urtikaria, Neurodermitis oder allergisches Kontaktekzem, Arzneimittelexanthem, sowie Nasenpolypen oder Asthma bronchiale gelten Impfstoffe im Allgemeinen als unbedenklich. Die vorliegenden Studien zeigen keine Hinweise für ein erhöhtes Risiko für schwere allergische Reaktionen gegenüber Impfstoffen generell und dem COVID-19 Impfstoff von BioNTech oder Moderna.

prof worm corona impfstoff anaphylaxieQuelle: M. Worm, J. Ring, L. Klimek, T. Jakob, L. Lange, R. Treudler, K. Beyer, T. Werfel, T. Biedermann, A. Bircher, M. Fischer, T. Fuchs, A. Heller, F. Hoffmann, I. Huttegger, M.V. Kopp, C. Kugler, M. Lommatzsch, O. Pfaar, E. Rietschel, F. Ruëff, S. Schnadt, R. Seifert, B. Stöcker, C. Vogelberg, H. Sitter, U. Gieler, K. Brockow, Anaphylaxie-Risiko bei Covid-19 Impfung – Empfehlungen für das praktische Management, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7814269/

Was weiß man über Wechselwirkungen zwischen den von Allergikern genutzten Therapien, zum Beispiel den Biologika, und dem Corona-Impfstoff BNT162b2? 

Aufgrund aktueller Studien und ihres Wirkmechanismus gibt es bislang für die zugelassenen Biologika (Benralizumab, Dupilumab, Mepolizumab, Omalizumab, Reslizumab) zur Behandlung atopischer und/oder eosinophiler Atemwegserkrankungen mit Typ-2-Entzündung keinen Hinweis für ungünstige Wechselwirkungen mit der COVID-19-Erkrankung als solches. Auch in Bezug auf die Wirksamkeit der neuen Impfstoffe ist nicht nicht negativen Wechselwirkungen auszugehen. Die Therapien sollten daher wie geplant durchgeführt werden und müssen nicht unterbrochen werden. Wie bei Totimpfstoffen allgemein empfohlen, können die Impfungen, wenn möglich, zwischen zwei Behandlungsintervalle werden. Ein Impftermin sollte nicht wegen einer Biologikabehandlung nach hinten verschoben, sondern eher die Gabe des Biologikums in Absprache mit dem behandelnden Arzt angepasst werden.

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Was sollten Allergiepatienten, die gerade eine spezifische Immuntherapie per Spritze durchführen, im Hinblick auf den Corona-Impfstoff BNT162b2 beachten?

Bei Patienten, die eine Allergen-Immuntherapie mit der Spritze (SCIT) erhalten, lauten die Empfehlungen der Hersteller einen Abstand von 1 bis 2 Wochen zwischen SCIT und Impfung einzuhalten.