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Allergiepatienten FDP Nationale Strategie Allergien

Dr. Wieland Schinnenburg: FDP fordert Nationale Strategie gegen Allergien!

Allergiepatienten: FDP fordert Nationale Strategie gegen Allergien

Allergiepatienten in Deutschland sind nicht immer gut versorgt. Das gilt auch für die Prävention. Menschen mit Allergien, aber auch mit nicht allergisch bedingten Unverträglichkeiten, finden oft lange nicht die richtigen Ansprechpartner für Diagnose und Therapie. Die bestehenden Versorgungslücken werden von den allergologischen Fachgesellschaften DGAKI, GPA und AeDA seit Jahren angemahnt. Nun hat die FDP-Fraktion im Bundestag das Thema aufgegriffen und fordert eine umfassende nationale Strategie gegen Allergien. In einem Antrag für den Bundestag ruft sie die Bundesregierung auf, spätestens sechs Monate nach Verabschiedung des Antrags ein „Gesamtkonzept zur Vermeidung und Behandlung von Allergien“ vorzulegen. MeinAllergiePortal sprach mit Dr. Wieland Schinnenburg (FDP), Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestags, über die Initiative.

Herr Dr. Schinnenburg, was hat die FDP gerade jetzt dazu veranlasst, die Bundesregierung aufzufordern, ein „Gesamtkonzept zur Vermeidung und Behandlung von Allergien“ zu erstellen? Wie schätzen Sie die Erfolgsaussichten ein?

Als FDP-Bundestagsfraktion beobachten wir schon länger, dass viele Erkrankungen, die durch eine gute Präventionsarbeit vermeidbar oder in ihrer Schwere reduzierbar wären, nicht genügend Beachtung finden. Es gibt für eine Prävention kein Konzept, das gilt im Bereich der Drogen- und Suchtarbeit genauso wie im Bereich Diabetes oder eben Allergien. Ich hoffe deshalb sehr, dass unsere Initiative etwas bewirken wird. Die öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss hat bestätigt, dass im Bereich der Allergien und Unverträglichkeiten erheblicher Verbesserungsbedarf herrscht. Ich hoffe sehr, dass sich Union und SPD das zu Herzen nehmen und für unseren Antrag stimmen oder zumindest einige unserer Vorschläge aufgreifen und umsetzen.

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Ihre Forderungen sind sehr breit angelegt und beziehen sich auf unterschiedliche Allergien und Unverträglichkeiten. Man kann also vermuten, dass es sehr lange dauern könnte, bis ein „Gesamtkonzept zur Vermeidung und Behandlung von Allergien“ in der Praxis ankommt. Sehen Sie Möglichkeiten, bestimmte Themen auch unter den aktuellen Bedingungen voranzubringen?

Ich denke, dass ein Klein-Klein, wie wir es bisher haben, nicht groß weiterhelfen wird. Wir müssen im Bereich der Allergien im Gesundheitssystem sektorübergreifend tätig werden, ebenso im Bereich der Ministerien, wo etwa Gesundheit und Verbraucherschutz beteiligt werden müssen. Ich beobachte in vielen Bereichen, dass immer neue Einzelprojekte aufgelegt werden, die aber insgesamt nicht zielführend sind oder sogar verwirrende Doppelstrukturen schaffen. Im Bereich Allergien, wie auch bei vielen anderen Themen, sollten Entscheider, Experten und die betroffenen Menschen endlich gemeinsam an einer Lösung arbeiten.

In Ihrem Antrag wird unter anderem eine bessere Allergieprävention gefordert. Das scheitert jedoch in manchen Fällen an der Finanzierung. Gibt es hierzu Vorschläge?

Eine gute Prävention darf nicht an der Finanzierung scheitern. Denn schließlich werden so in vielen Fällen Folgeerkrankungen vermieden. Das vermeidet nicht nur viel Leid, sondern führt auch dazu, dass die Krankenkassen keine teuren Behandlungen finanzieren müssen. Die Behandlung eines Asthma-Patienten ist auf Dauer erheblich teurer als eine gute Präventionsarbeit. Ich glaube daher sogar, dass wir durch eine gute Präventionsarbeit viel Geld sparen könnten.

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