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DAK 2020 Allergologie  Grenzen Möglichkeiten

DAK-Kongresspräsident Prof. Dr. Randolf Brehler!

DAK 2020: „Allergologie zwischen Grenzen und Möglichkeiten“

Die Allergologie befindet sich in einem Spannungsfeld, das machen die Organisatoren des 15. Deutschen Allergiekongresses (DAK) 2020 mit der Wahl des Kongressmottos „Allergologie zwischen Grenzen und Möglichkeiten“ deutlich. Der Leitevent der Allergologie, der vom 24. bis 26.09.2020 erstmals im neuen Kongresszentrum in Wiesbaden stattfindet, steht unter der Ägide der beiden Kongresspräsidenten Prof. Dr. Randolf Brehler und Prof. Dr. Thomas Fuchs und richtet sich an Fachkreise. Mit Prof. Brehler sprach MeinAllergiePortal darüber, was die Teilnehmer erwartet.

Herr Prof. Brehler, beginnen wir mit dem Kongressmotto des DAK - welche Möglichkeiten bieten sich der modernen Allergologie?

Die Möglichkeiten der modernen Allergologie sind enorm: Grundsätzlich kann man sagen, dass Allergiker noch nie zuvor so gut behandelt werden konnten wie heute.

Das zunehmende Wissen über die Pathogenese allergologischer Erkrankungen hat zu zielgerichteten Behandlungskonzepten geführt und macht unser interdisziplinäres Fach spannend.
Gleichzeitig ermöglichen neue diagnostische Möglichkeiten eine viel genauere Diagnose und so wiederum eine zielgerichtetere und wirksamere Therapie.

Und wo liegen heutzutage die größten Herausforderungen der Allergologie?

Mit Veränderungen in der Umwelt, Veränderungen in der Lebensweise aber auch neuen Medikamenten, die für die Behandlung verschiedenster Erkrankungen zur Verfügung stehen, verändern sich die Herausforderungen in unserem Fach.

Durch Umweltveränderungen kommt es zum Beispiel zu einer verlängerten Allergenexposition und zum Auftreten neuer Allergene.

Aber auch der medizinische Fortschritt stellt die Allergologie vor neue Herausforderungen. So können beispielsweise neue Medikamente allergische Reaktionen auslösen.

Eine wesentliche Herausforderung für die Allergologie liegt jedoch auch in den Rahmenbedingungen für die Versorgungssituation der Allergie-Patienten.

Wie sieht die Patientenversorgung in der Allergologie aktuell aus?

Die Versorgungssituation der von Allergien Betroffenen ist noch nicht optimal.

Damit möglichst viele der oft schwer Betroffenen vom Fortschritt profitieren können ist die flächendeckende hoch-qualifizierte, interdisziplinäre allergologische Versorgung Voraussetzung.
Innovationen müssen aus Forschung, Universitäten und Zentren in die Breite getragen werden und neue Medikamente müssen schneller Einzug in die Routineversorgung finden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die gesetzlich geregelte Arzneimittel-Nutzenbewertung einen erheblichen Zusatznutzen bescheinigt.

In welcher Form findet man diese Themen im Programm des DAK 2020 – was bietet er seinen Teilnehmern?

Geboten werden ausgesprochen spannende Beiträge und neue Erkenntnisse, hier nur einige wenige Beispiele:

Nicht zu kurz kommen sollen auch Programmpunkte, die sich an Oecotrophologen/innen richten, da die Beratung zu Diäten, Lebensmittelunverträglichkeiten und Lebensmittelallergien eine zunehmend große Rolle in der Allergologie spielt.

Neben der Fortbildung soll auch die Diskussion über aktuelle berufspolitische Themen und Grenzen durch ökonomische Gegebenheiten geführt werden.

Und: In diesem Jahr wird der DAK auch virtuell stattfinden. Neben der Präsenzveranstaltung in Wiesbaden bieten wir alternativ die Teilnahme an der interaktiven Online-Veranstaltung an. Hierbei wird das wissenschaftliche Kongressprogramm inklusive der Firmensymposien mit rund 40 Sessions live im Internet über eine eigene Allergiekongress-Seite übertragen. Weitere Informationen dazu, sowie die Möglichkeit zur Anmeldung für das Online-Ticket werden in Kürze auf dieser Seite veröffentlicht.

Herr Prof. Brehler, vielen Dank für dieses Interview!