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Coronavirus Allergiker Allergietherapie

Coronavirus und Allergiker: Allergietherapie fortsetzen oder nicht?

Coronavirus und Allergiker: Allergietherapie fortsetzen oder nicht?

Zur Therapie von allergischen Erkrankungen werden unter anderem Kortison, die Hyposensibilisierung oder auch Biologika eingesetzt. Viele Allergiegeplagte fragen sich deshalb, ob diese Medikamente das Immunsystem schwächen und so anfälliger für eine Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 machen könnten.

Eine bestehende Allergietherapie unterbrechen sollte man auf keinen Fall. „Inhalative Steroide wie Kortison unterdrücken nicht das Immunsystem, sondern lindern die Entzündungsreaktion in den Schleimhäuten“, erläutert Prof. Dr. Margitta Worm, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI). Sie sollten deshalb weiter eingenommen werden, um eine Verschlechterung oder Chronifizierung der allergischen Erkrankung zu vermeiden. „Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass das Infektionsrisiko durch die Inhalation von Kortison erhöht wird“, betont Prof. Worm.

Gleiches gilt für die spezifische Immuntherapie bzw. Hyposensibilisierung mit Allergenen. Diese sollte auf alle Fälle fortgeführt werden, wenn sie bereits eingeleitet ist. „Das gilt auch für Insektengiftallergiker, bei denen das Stichrisiko in den Sommermonaten steigt“, erläutert Prof. Worm. Aber auch Hyposensibilisierungen zur Therapie inhalativer Pollen- oder Milben-Allergien mittels Spritze, Tropfen oder Tabletten sollten fortgesetzt werden.

Ängste vor einer Schwächung des Immunsystems sind auch in Bezug auf Biologika unbegründet. „Bislang gibt es für die Biologika in der Allergologie, das heißt für Anti-IgE, Anti-IL-4/IL-13-Rezeptor, und Anti-IL-5 bzw Anti-IL-5-Rezeptor, keine Hinweise darauf, dass das Immunsystem allgemein unterdrückt wird“, sagt Prof. Worm, „die Überempfindlichkeit und Entzündungsbereitschaft des Immunsystems wird durch Biologika eher normalisiert“. Eine Biologika-Therapie, die bei Allergie- und Asthma-Patienten mit moderater bis schwerer Symptomatik eingesetzt wird, sollte deshalb unbedingt fortgeführt werden.

Aktuelle Stellungnahmen der DGAKI finden Sie hier: https://dgaki.de/