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Coronavirus Allergiker

Prof. Dr. Margitta Worm zum Thema: Coronavirus - sind Allergiker gefährdet?

Coronavirus: Sind Allergiker gefährdet?

Menschen mit Vorerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko an COVID-19 zu erkranken. Ob Allergien zu diesen Vorerkrankungen zählen, ob Allergie-Medikamente das Risiko einer Coronavirus-Infektion erhöhen und wie man Allergiesymptome von den Symptomen einer Coronavirus-Infektion unterscheiden kann, darüber sprach MeinAllergiePortal mit Prof. Dr. Margitta Worm, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin in Berlin und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) im Interview: Coronavirus: Sind Allergiker gefährdet?

Frau Prof. Worm, bei Allergien kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems. Steigt dadurch das Risiko, sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu infizieren?

Dazu gibt es bisher kaum wissenschaftliche Untersuchungen. Wir wissen aber von Virusinfektionen mit anderen Viren, zum Beispiel Influenza (klassische Grippeviren), dass Allergiker kein höheres Risiko haben an einer "echten" Grippe zu erkranken.

Bekannt ist, dass die Infektiösität des Coronavirus groß ist, und das betrifft alle Menschen. Von der Corona-Infektion besonders schwer betroffen sind vor allem ältere Menschen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen: Dabei wurden nicht Allergien, sondern Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufiger beobachtet. Menschen mit mehreren Vorerkrankungen, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, plus Diabetes, plus Nierenerkrankungen tragen offensichtlich ein höheres Risiko. Ebenso sind Menschen mit schweren bestehenden Atemwegserkrankungen gefährdeter.

 

Sie sagen, Allergiker tragen kein höheres Infektionsrisiko sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Gilt das für alle Allergien?

Menschen mit Kontaktallergien oder Neurodermitis, also Allergien die über die Haut gehen, brauchen sich keine Sorgen zu machen. Patienten mit Nahrungsmittelallergien haben ebenfalls mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein erhöhtes Risiko.

Ein erhöhtes Risiko könnte theoretisch bei Patienten mit Inhalationsallergien bestehen, da diese zu Entzündungen der Nase und auch der Bronchialschleimhaut führen. Andererseits wurde in einer Untersuchung1) von 140 im Krankenhaus behandelten chinesischen Patienten mit COVID-19 weder Allergien noch Asthma als Vorerkrankung angegeben.

Tragen Allergiker, die sich mit dem Coronavirus SARS-Covid-2 infiziert haben, ein höheres Risiko, an der Lungenerkrankung COVID-19 zu erkranken?

Zu dieser Frage gibt es im Moment nur wenige Daten. Die Daten, die es aktuell gibt, weisen zunächst nicht darauf hin. Allerdings kann ein bestehendes Asthma oder eine bronchiale Überempfindlichkeit grundsätzlich durch einen virusbedingten Atemwegsinfekt verschlechtert werden.

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