Keine Allergie-News verpassen!

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Sie wollen stets zu Allergien und Intoleranzen informiert werden? Abonnieren Sie kostenlos unseren MeinAllergiePortal-Newsletter!

 

x

Allergierisiko bei Kindern: Eltern unterschätzen Prävention

Wenn alles grünt, ist die Freude nicht bei allen groß. Denn bei vielen sorgt die Blütezeit auch für Kribbeln in der Nase. Schuld daran kann eine Allergie sein, eine Überreaktion des Immunsystems gegenüber eigentlich harmlosen Stoffen aus der Umwelt. Der Grundstein für die Entwicklung einer Allergie im Laufe des Lebens wird bereits im frühkindlichen Alter gelegt – und gleichzeitig liegt hier auch die größte Chance zur Prävention. Doch wie eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von Aptawelt zeigt, wissen das nicht alle. Im Hinblick auf das Allergierisiko ihrer Kinder unterschätzen viele Eltern die Möglichkeiten der Prävention.

Drei von vier Eltern beschäftigen sich nicht mit Prävention

Das Immunsystem schützt den Körper vor Bakterien, Viren und anderen körperfremden Stoffen. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem jedoch sensibel auf an sich harmlose Stoffe, die über die Nahrung, die Atemwege oder die Haut aufgenommen werden. Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien können die Folge sein. Ein starkes Immunsystem hingegen bietet Allergien weniger Chancen: Es neigt nicht zu einer Überreaktion, sondern kann unterscheiden, ob es gerade einen Krankheitserreger bekämpfen muss oder ob nur harmlose Blütenpollen eingeatmet werden.

Da sich das Immunsystem maßgeblich in den ersten drei Lebensjahren entwickelt, liegt in diesem Zeitfenster die größte Chance, das Immunsystem zu stärken und so das Allergierisiko zu senken – doch den meisten Eltern ist dies erst zu spät bewusst. Dies zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 1.025 Eltern im Juni 2019: Fast die Hälfte aller Eltern (49 Prozent) informiert sich überhaupt nicht über ein mögliches Allergierisiko ihres Kindes. Zudem hat sich nur jedes vierte Elternpaar (23 Prozent) ausreichend, das heißt (sehr) viel, damit beschäftigt, wie sich das Allergierisiko bei ihrem eigenen Kind reduzieren lässt – ein gravierendes Ergebnis im Hinblick auf die Chance zur Allergieprävention, die hier vergeben wird. Unter den Eltern, die sich hingegen vorab informieren möchten, fühlen sich zwei von fünf Elternpaaren (38 Prozent) (gar/eher) nicht gut informiert.

Advertorial

Erbgut und Umfeld beeinflussen das Allergierisiko

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch irgendwann eine Allergie entwickelt, steigt mit einer erblichen Vorbelastung. Bereits wenn ein Elternteil eine Allergie hat, erhöht sich das Allergierisiko des Kindes auf 20 bis 40 Prozent. Liegen bei beiden Elternteilen Allergien vor, steigt das Risiko auf etwa 50 bis 60 Prozent an. Ein besonders hohes Allergierisiko mit 60 bis 80 Prozent haben Kinder, wenn beide Eltern die gleiche Allergie haben.1)

Ein erhöhtes Allergierisiko bedeutet allerdings nicht, dass ein Kind später zwangsläufig eine Allergie entwickelt. Denn ein wichtiger Punkt in der Entstehung von Allergien ist das äußere Umfeld im frühkindlichen Alter. Unbedingt vermieden werden sollten eine Raucher-Umgebung oder die Neuanschaffung einer Katze. Dagegen sinkt das Risiko, irgendwann eine Allergie zu bekommen, wenn das Immunsystem frühzeitig mögliche Allergene wie zum Beispiel Pollen kennenlernt. Dieses Prinzip der Toleranzentwicklung gilt auch für die Ernährung, insbesondere im ersten Lebensjahr.

Die Ernährung im ersten Lebensjahr ist entscheidend für die Prävention

Bereits in der Schwangerschaft kann eine ausgewogene und vielseitige Ernährung, die gerade auch potenzielle Nahrungsmittelallergene wie Fisch beinhaltet, dazu beitragen, das Allergierisiko zu reduzieren. Irrtümlicherweise sehen es jedoch 62 Prozent der befragten Eltern als (eher) wirksam an, Allergene vorsorglich zu meiden, solange keine diagnostizierte Allergie besteht.

Ebenfalls wichtig bei der Allergieprävention: In den ersten sechs Lebensmonaten sollte ein Säugling ausschließlich gestillt werden. Denn Muttermilch ist von Natur aus reich an Antikörpern und enthält eine Vielzahl von Stoffen, die den Aufbau eines starken Immunsystems fördern. Immerhin jeder dritte Befragte (34 Prozent) hält den folgenden Zusammenhang für (eher/sehr) wirksam: Wird ein Säugling nicht voll gestillt, sollten Eltern auf eine HA-Anfangsnahrung zurückgreifen. Diese enthält ein hydrolysiertes Eiweiß, das im Vergleich zu regulärer Säuglingsnahrung schonend aufgespalten wurde und damit einer Kuhmilcheiweißallergie vorbeugen kann. Eltern sollten zudem darauf achten, dass die Nahrungen den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen folgen.
Auch die richtige Beikosteinführung unter dem Schutz des Stillens kann zur Allergieprävention beitragen. Diesen Zusammenhang sehen ebenfalls rund 63 Prozent der Eltern als (eher/sehr) wirksam. Denn anders als vor wenigen Jahren noch Standard, sollte der Zeitpunkt der Beikosteinführung für Kinder mit Allergierisiko nicht verzögert werden (idealerweise zwischen der 17. und 26. Lebenswoche). Zudem sollte die Beikost auch mögliche Allergene wie Fisch oder Hühnerei enthalten. Mit diesen Maßnahmen können Eltern zur Allergieprävention ihrer Kinder beitragen und so einen Grundstein für eine allergiefreie Zukunft legen.

Fußnote:

1) Deutscher Allergie- und Asthmabund: „Allergien vorbeugen“, unter https://www.daab.de/allergien/wichtig-zu-wissen/babys-allergie-risiko/allergiepravention/ (abgerufen am 25.06.2019).

Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO.