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DAK 2018 Allergiekongress Dresden Forschung Praxis!

DAK 2018: Aktuelle Forschung in der Praxis!

DAK 2018: Aktuelle Forschung in der Praxis!

Eine Welt ohne Allergien“ ist das Motto, das die Kongresspräsidenten Prof. Christian Vogelberg und Dr. Lars Lange für den 13. Deutschen Allergiekongress - DAK 2018 gewählt haben. Was visionär klingt, erweist sich angesichts des Programms als sehr real. Den Kongresspräsidenten ist es gelungen, neueste Forschungserkenntnisse in ein praxisorientiertes Angebot umzusetzen, das sowohl für Kliniker als auch für niedergelassene Ärzte wertvolle Informationen liefert. MeinAllergiePortal sprach mit Prof. Vogelberg, Leiter der Abteilung Kinderpneumologie und Allergologie an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden und 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin über das Angebot des DAK 2018, der vom 27. bis 29. September 2018 in Dresden stattfinden wird.

Herr Prof. Vogelberg, das Programm für den DAK 2018 steht, wie lautet Ihre Empfehlung an die Kongressteilnehmer?

Die Themenvielfalt beim DAK 2018 ist enorm und wir haben viele spannende Themen ausgesucht, die für unsere Kongressteilnehmer im klinischen Alltag hilfreich sind. Um den Kongress noch praxisorientierter zu gestalten, wurden Anregungen der vergangenen Jahre aufgegriffen.

Es gibt jedoch einige Programmhighlights, die mir ganz besonders am Herzen liegen.

Advertorial

Welches sind die Highlights beim DAK 2018?

Ein absolutes Highlight ist das Thema FPIES - Protein Induced Enterocolitis Syndrome, eine Erkrankung, die zu den nicht IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien zählt.

FPIES äußert sich mit unterschiedlich schweren Symptomen von repetitivem Erbrechen bis zum Volumenmangelschock oder einem sepsisähnlichen Krankheitsbild.

Im Rahmen des DAK 2018 stellen wir den Kongressteilnehmern eine leitlinienadaptierte Diagnostik, inklusive Provokationsschemata, sowie das Notfallmanagement vor. Auch der Aspekt „Beratung der Eltern“ wurde berücksichtigt. Darüber hinaus werden ausgewählte Fälle vorgestellt, so dass die Teilnehmer ihr theoretisches Wissen vertiefen können.

Ein weiteres wichtiges Thema beim DAK ist das schwergradige Ekzem beim Säugling.

In welcher Form greift der DAK 2018 das Thema „schwergradiges Ekzem beim Säugling“ auf?

Ein schwergradiges Ekzem beim Säugling ist für die behandelnden Kinder- und Hautärzte eine große Herausforderung. Am Beginn der Behandlung steht oft eine stationäre Behandlung, danach ist eine engmaschige ambulante Führung angeraten. Dabei sind eine praktikable und effektive topische Therapie, eine saubere Allergiediagnostik und die mentale Unterstützung der belasteten Eltern von größter Wichtigkeit. In unserem Seminar zum Thema „schwergradiges Ekzem beim Säugling“ diskutieren wir mit den Teilnehmern Strategien des effektiven Krankheitsmanagements aus kinderdermatologischer und kinderallergologischer Sicht.


Auch die Biologika stehen beim DAK 2018 wieder im Fokus…

Dieses Jahr bieten wir beim DAK 2018 ein AllergoActive mit dem Schwerpunkt „Hands-on Biologicals interdisziplinär“. Damit wollen wir die praktischen Aspekte der aktuellen Biologika-Therapie in der Dermatologie und Pneumologie betonen. Anhand von Fallbeispielen soll der „Biologika-Alltag“ beleuchtet werden. Gleichzeitig haben die Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Advertorial

Worum geht es genau beim Schwerpunkt Biologika in der Dermatologie?

Die beiden „großen“ Hautkrankheiten mit allergologischem Bezug, chronische Urtikaria und atopische Dermatitis, stellen Indikationen zum Einsatz von Biologika dar. Eine entsprechende Zulassung besteht für Omalizumab für Urtikaria und für Dupilumab für atopische Dermatitis. Für die atopische Dermatitis sind zudem weitere Biologika in klinischer Entwicklung.

Während sich Omalizumab seit einigen Jahren nicht nur beim Asthma bronchiale, sondern auch bei der dermatologischen Indikation bewähren konnte, wurde Dupilumab erst Ende 2017 zugelassen, bemerkenswerterweise vor einer Zulassung für respiratorische Erkrankungen! Beide Biologika stellen deutliche Fortschritte für die Behandlung von schwer betroffenen Patienten mit den genannten Erkrankungen dar.

Beim DAK 2018 werden wir den Einsatz der Therapien in der Praxis beleuchten.

Wo liegt der Schwerpunkt beim Thema Biologika und Pneumologie?

Für die Behandlung von Patienten mit schwerem Asthma stehen aktuell vier hochwirksame Biologika zur Verfügung, ab 2019 werden es sogar fünf Biologika sein. Aufgrund deutlich geringerer Nebenwirkungen haben Biologika Vorrang vor der Prednisolondauertherapie bei schwerem Asthma. In der Wirksamkeit sind die Biologika der Prednisolontherapie meist sogar überlegen und stellen daher einen großen Fortschritt für die betroffenen Patienten dar. Der Einsatz und die Auswahl der Biologika erfolgt aufgrund anamnestischer, klinischer und laborche


mischer Charakteristika der Patienten und verlangen spezifische Erfahrung. Das AllergoActive vermittelt dieses Wissen.

Auch das Thema spezifische Immuntherapie (SIT) ist beim DAK 2018 prominent vertreten…

Das Thema spezifische Immuntherapie ist uns sehr wichtig. Die Potenziale der SIT im Hinblick auf die Prävention einer Etagenerweiterung zum Asthma und der Entwicklung multipler Allergen werden zurzeit noch nicht ausreichend genutzt. Gerade bei Kindern gibt es hier eine frühe therapeutische und präventive Chance.

Auch bei bestehendem kontrolliertem Asthma wird die spezifische Immuntherapie noch viel zu selten eingesetzt. Es gibt jedoch mehre Studien, die zeigen konnten, dass die SIT bei Asthma-Patienten die Gabe der inhalativen Kortikosteroiden reduzieren kann. Bei leichtem Asthma mit nur wenig eingeschränkter Lungenfunktion wird die SIT zur Therapie des Asthmas im GINA Dokument 2017 empfohlen.

Advertorial

Die Anamnese ist der klassische erste Schritt bei der Diagnose und beim DAK 2018 behandelt ein AllergoActive speziell die Nahrungsmittelallergie…

Eine sorgfältige Anamnese generiert den Grundstein einer effektiven Diagnostik und Therapie, kann sich jedoch in der Praxis sehr schwierig gestalten, insbesondere dann, wenn es um Nahrungsmittelallergien geht.

Bereits im ersten Anamnesegespräch müssen Symptome und verdächtige Auslöser idealerweise einem sinnvollen Diagnosepfad zugeführt werden. Dabei helfen zielgerichtete Fragen zu Lebensmitteln, Essverhalten und Feinheiten der Warenkunde. Hinzu kommen verschiedenen Triggerfaktorenfaktoren, die bewertet werden müssen. Weil keine technische Maßnahme die Anamnese ersetzen kann, widmen wir ihr ein AllergoActive und stellen Kniffe, Ideen und Stolpersteine vor.

Mit diesem AllergoActive erhalten die Teilnehmer auch eine gute Vorbereitung für unser AllergoActive zu Haut- und Labortests.

Was steht beim AllergoActive zu Haut- und Labortests im Mittelpunkt?

Die Ergebnisse von Haut- und Labortests hängen in hohem Maße auch von der Qualität der verwendeten Allergene ab; analytische und klinische Spezifität und Sensitivität eines Tests müssen bei der Interpretation berücksichtigt werden. Aufgezeigt und diskutiert werden soll, welche Tests in der Praxis durchführbar und sinnvoll sind und welche Tests eher spezialisierten Zentren und Kliniken vorbehalten bleiben sollten.

Worum geht es beim AllergoActive zum Thema „Wie gelingt Allergologie in der niedergelassenen Praxis?“

Im AllergoActive zum Thema „Wie gelingt Allergologie in der niedergelassenen Praxis?“ stellen wir ganz konkret bewährte organisatorische Voraussetzungen und Praxisabläufe für effektives Arbeiten vor und stellen sie zur Diskussion.

Weiter werden sinnvolle Vorgehensweisen in der Diagnostik und Therapie einzelner allergischer Erkrankungen aufgezeigt. Unter anderem geht es auch um Tipps und Tricks zur Hyposensibilisierung und wie die Patienten motiviert werden können, die Therapie über 3 Jahre fortzuführen.

Herr Prof. Vogelberg, herzlichen Dank für dieses Interview!

 

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