Deutscher Allergiekongress DAK Fortschritt Restriktion

Kongresspräsident Prof. Ludger Klimek zu seltenen Allergenen!

DAK 2017: Allergologie zwischen Fortschritt & Restriktion!

Sind Pollenallergien eine Bagatellerkrankung?

Das Signal für die Patienten ist fragwürdig, denn es könnte der Eindruck entstehen, eine Pollenallergie sei harmlos - schließlich sind die Medikamente ja jetzt rezeptfrei erhältlich. Dieses Signal steht in einem krassen Gegensatz zu des Bestrebungen der NGO „Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma“ (ARIA). Die Initiative besteht aus führenden Kapazitäten der Fachgebiete HNO und Pneumologie und bemüht sich darum, eine systematische und konsequente Therapie der allergischen Rhinitis sowohl bei Ärzten als auch bei Patienten in den Fokus zu rücken, damit ein Etagenwechsel zum Asthma verhindert werden kann. Eine Therapiekontrolle der Pollenallergie-Patienten wird für die Ärzte durch die Selbstmedikation jedoch schwieriger, der Patient muss schließlich nicht mehr zum Arzt. Für die Heuschnupfen-Patienten bietet sich aktuell jedoch nur eine Option. Verschreibungspflichtig und damit voll erstattungsfähig sind nach wie vor Präparate, die sich deutlich von den nun rezeptfreien Präparaten unterscheiden. Dies trifft jedoch auf nur ein Kombinationspräparat aus dem Antihistaminikum Azelastinhydrochlorid und dem Glukokortikosteroid Fluticasonpropionat zu.

 

Allergologen im Spannungsfeld zwischen Innovation und Regulierung

Der Deutsche Allergiekongress 2017 machte es deutlich: In der Allergologie tut sich viel, zahlreiche innovative Therapiekonzepte werden untersucht, stehen in den Startlöchern oder wurden gerade zum Einsatz im klinischen Alltag freigegeben. Man versteht immer mehr, welche Mechanismen hinter allergischen Reaktionen stecken und es gibt zahlreiche Ansätze, dieses Wissen in präventive Maßnahmen zu übersetzen. Wünschenswert wäre es, wenn die Gesundheitspolitik dieses Potenzial erkennen würde, noch wünschenswerter wäre es, wenn die gesundheitspolitische Weichenstellung sich in Richtung Prävention optimieren würde.

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