Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind

Aileen Weber im Interview zur Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind!

Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind: Infos off- und online!

Können Sie ein Beispiel für eine solche Fehlinformation geben?

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Annahme, dass vorbeugende Meiden hochallergener Lebensmittel schütze vor Allergien. Dieser Gedanke findet sich noch vielfach im Netz und wird mitunter auch von medizinischem Personal weitergegeben. Hier müssen wir Aufarbeitungsarbeit leisten, indem wir den aktuellen Forschungsstand aufzeigen, verdeutlichen, warum diese Annahme nicht mehr korrekt ist und Weiteres.

Dies ist auch genau der Moment, in dem aus unserer Sicht deutlich wird, dass neben den Online-Angeboten auch die stationäre Selbsthilfe wichtig und richtig ist!

 

Gibt es weitere Faktoren, die den AAK-Mitgliedern heutzutage wichtiger sind als früher?

Neben den Chancen und Tücken der Digitalisierung hat auch noch ein weiterer Aspekt das Informationsbedürfnis unserer Mitglieder verändert: Viele von uns leben heute bewusster. Themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit rücken zunehmend auch in den Fokus der Politik, der Gesellschaft und hier stellen sich die Fragen nach Teilhabemöglichkeiten.

Unsere Familien suchen Informationen dazu, wie sie sich aktiv beteiligen können, um der Generation unserer Kinder eine gesunde und lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Es tauchen zunehmend Fragen zu Auswirkungen von Feinstaubbelastung, Klimawandel, Umweltzerstörung und deren Einfluss auf Asthma, Allergie und Ekzem auf.

Diese beiden Entwicklungen schlagen sich auch deutlich in den Inhalten unserer aktuellen AAK-Broschüren "Damit Kinder stark werden – Vor Ort ins Gespräch kommen" und "Vernetzen, Teilen, Lernen – Allergieselbsthilfe für Kinder und Eltern (online/offline)" nieder.

Die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind bietet das AAK-MITMACHNetz – was wollen Sie damit erreichen?

Das MITMACHNetz ist und soll, neben der überarbeiteten Facebook-Präsenz, unsere Antwort auf Chancen und Gefahren der zunehmenden Digitalisierung sein.

Unser MITMACHNetz ist als internet-gestützte Austausch-/Selbsthilfe-Plattform geplant und realisiert und soll einen Ort für den Austausch unter Betroffenen und Fachleuten sein. In geschützter Atmosphäre sollen hier Gespräche und Erfahrungsaustausch untereinander, das Finden von Lösungsansätzen, die Informationen über gesetzliche Bestimmungen und Förderungen und vieles mehr einen Raum finden.

Wir haben im November 2015 erstmals eines unserer großen Herzensprojekte im MITMACHNetz realisiert, das Online-Forum „Umwelt“ für Kinder und Erwachsene, dessen Ergebnisse noch immer nachlesbar sind und Betroffenen und Interessierten als Impulse zur Weiterarbeit dienen sollen. Weitere Projekte für das MITMACHNetz sind unmittelbar geplant. Nähere Informationen zum MITMACHNetz findet man beispielsweise in unserem aktuellen Folder!

Wie auch unsere anderen digitalen Angebote soll das MITMACHNetz also helfen, Selbsthilfe on- und offline zu verbinden und zu vernetzen, um so unseren Familien auf allen Kanälen eine gute Betreuung und verifizierte Informationen zu bieten.

Frau Weber, herzlichen Dank für das Interview!

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