Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind

Aileen Weber im Interview zur Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind!

Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind: Infos off- und online!

Gibt es auch spezielle Fragestellungen für jüngere Kinder?

Bei jüngeren Kindern, also Säuglingen bis ins Grundschulalter, besteht häufig Beratungsbedarf im Hinblick auf Fragen der Vereinbarkeit der Krankheit mit Fremdbetreuung. Dazu gehören Fragen wie:

- Welche Unterlagen sollten in Kindergarten und Schule hinterlegt werden?

- Was dürfen Erzieher*innen und Betreuer*innen notfalls tun?

- Wie kann ich die medizinisch notwendigen Anwendungen, wie z.B. regelmäßiges Cremen, Verbände anlegen, Inhalationen etc. in den Alltag integrieren?

Je älter die Kinder werden, desto eher kommen Fragen der selbstbewussten Erziehung und des eigenverantwortlichen Umgangs mit der Erkrankung auf, aber auch Aspekte des Mitspracherechtes bei der Therapie- und Arztwahl.

Hier, wie auch bei allen anderen Themen, die unsere Familien bewegen, beraten wir aber nicht nur, sondern leisten individuelle, aktive Hilfe beispielsweise, indem wir Beistand bei Arztbesuchen und der Arztsuche leisten, Kontakte knüpfen und gemeinsam mit den Familien an Anfragen und Veranstaltungen zu dieser speziellen Fragestellung und vielen weiteren Aspekten arbeiten.

Die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind gibt es schon seit 1977, wie hat sich aus Ihrer Sicht das Informationsbedürfnis Ihrer Mitglieder verändert?

Das Informationsbedürfnis unserer Mitglieder hat sich seit der Gründung der AAK ganz signifikant verändert, insbesondere in zwei Bereichen lässt sich dies deutlich beobachten.

Während der Informationsbedarf in den frühen Jahren der AAK hauptsächlich dahingehend ging, regional Kontakte zu knüpfen, sich persönlich auszutauschen, Informationen zu regionalen Angeboten, Ärzten etc. zu Asthma, Allergie und Ekzem zu bekommen, erleben wir in den Jahren der zunehmenden Digitalisierung eine deutliche Veränderung.

 

Wie hat die Digitalisierung den Informationsbedarf der AAK-Mitglieder verändert?

Informationen zu Erkrankungen generell, zu Asthma, Allergie und Ekzem im Speziellen sind heute überall und in Sekundenschnelle verfügbar. Bekommen wir oder unsere Kinder heute eine Diagnose, wird im nächsten ruhigen Moment recht häufig gegoogelt. Eltern, die für ihre Kinder gerade erst die Diagnose einer atopischen Erkrankung bekommen haben, sind – unabhängig davon ob es sich um einen Zufallsbefund handelt oder die Diagnose „dem Kind endlich einen Namen gibt“ – ohnehin schon einer Flut an Informationen ausgesetzt. Gesundheitsinformationen im Netz sind häufig nicht verifiziert, zu selten wird deutlich, wer genau hinter dieser Information steckt, manche Informationen sind auch schlichtweg falsch!

Da dies zu Verunsicherungen, bis hin zur „Sprachlosigkeit“ führt, manchen Informationen nicht auf den Grund gegangen wird, aus Furcht, keine Erfolge vermelden zu können, erleben wir insbesondere dann häufig, dass eine gewisse Grundlagenarbeit von Nöten ist. Wir müssen in der Beratung genau ausloten, wie der Wissens- und Informationsstand der Familien ist und häufig auch daran arbeiten, falsche Informationen, die sich in die Köpfe geschlichen haben, zu berichtigen.

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