Düsseldorfer Allergietage

Düsseldorfer Allergietage für Patienten: Allergiker IN FORM!

Düsseldorfer Allergietage: Allergiker IN FORM!

Eine gute Mischung aus medizinisch orientierten Informationen durch Ärzte und Ernährungstherapeuten und Patientenorganisationen boten die Düsseldorfer Allergietage am 11. März 2017. Bei der Veranstaltung „Allergiker IN FORM“ konnten Patienten und Interessierte sich zu Allergien und Unverträglichkeiten informieren. Zusätzlich konnte man sich in der Ausstellung zu Therapiemöglichkeiten, Produkten und Patientenorganisationen informieren.  MeinAllergiePortal unterstützte die Düsseldorfer Allergietage auch in diesem Jahr wieder als Medienpartner.

Gibt es alternative Behandlungsmethoden für Allergien?

Alternative Heilmethoden liegen im Trend, aber nicht alle sind sinnvoll. Das machte Dr. med. Christian Hentschel, Allergologe, Psychotherapeut, Allgemeinmediziner und Experte für Naturheilverfahren in Düsseldorf deutlich.

Während er z.B. Wasseranwendungen und Nachtkerzenölpräparate zur Behandlung von Neurodermitis durchaus als sinnvoll bezeichnete, warnte er vor ayurvedischer oder chinesischer Medizin. Grund ist unter anderem die mögliche Belastung dieser Produkte, z.B. mit Schwermetallrückständen.

Zu anderen alternativen Therapien, z.B. homöopathischen Medikamenten wie Globuli oder Schüssler Salzen, gibt es laut Dr. Hentschel keinen Wirksamkeitsnachweis.Zum Teil existieren zwar Studien, diese entsprechen aber nicht den wissenschaftlichen Kriterien für einen eindeutigen Wirkungsnachweis.
Neben alternativen Therapien werden auch alternative Diagnosemethoden angeboten. Dazu gehören die Bioresonanz, die Kinesiologie und die Applied Kinesiologie. Für diese Methoden konnten Studien eindeutig nachweisen, dass sie keinerlei diagnostischen Wert haben, betonte Dr. Hentschel. Ebenso sind IgG-Tests nicht dazu geeignet, Nahrungsmittelallergien- oder unverträglichkeiten zu diagnostizieren.

Hauterkrankungen: Patienten leiden nicht nur unter den sichtbaren Symptomen

Einen Überblick über die Arbeit ihres Vereins gab Christine Schüller von der Selbsthilfegemeinschaft Haut e.V.. Wie sie erklärte, wird oft übersehen, welchen Belastungen die von Hauterkrankungen Betroffenen, zusätzlich zu den medizinischen Problemen, ausgesetzt sind. Auch die Familie und die Freunde leiden oft „mit“.
Besonders gravierend kann es sein, wenn die Hauterkrankung zum Verlust des Arbeitsplatzes führt. Wie Christine Schüller betonte, ist dies bei ca. 30 Prozent der an Hauterkrankungen leidenden Patienten der Fall. Dementsprechend aktiv ist der Verein im Bereich „Hautschutz im beruflichen Umfeld“. Die Selbsthilfegemeinschaft Haut e.V. unterstützt die Mitglieder aber auch im privaten Alltag, unter anderem durch eine individuelle Telefonberatung.

 

Hereditäres Angioödem (HAE) : Auch unter Ärzten manchmal noch nicht bekannt

Ebenfalls aus Sicht des Patienten berichtete Lucia Schauf von der HAE-Vereinigung e.V. über Ihren langen Weg zur richtigen Diagnose. Erst nach vielen Jahren, unzähligen Fehldiagnosen und zahlreichen unnötigen Operationen, darunter auch eine Blindarmentfernung, erhielt sie die richtige Diagnose „Hereditäres Angioödem“.

Ein Grund sind die relativ unspezifischen Symptome, die auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten können. Aber auch die Tatsache, dass HAE auch bei Ärzten nicht immer bekannt ist, verzögert die Diagnosestellung. Das zentrale Anliegen des HAE-Vereinigung e.V. ist es deshalb, Patienten und Ärzte mit Informationsmaterial, vielen hilfreichen Tipps und Informationen zu Therapien und Therapiezentren zu unterstützen.

Glutenfrei leben – die DZG hilft

Grundsätzliche Informationen zur Erkrankung Zöliakie,  dem glutenfreien Leben und der Arbeit der DZG gab Ulla Hirschmann, Diätassistentin & Allergologische Ernährungstherapie VDD, von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG). Sie machte deutlich, welche Mechanismen hinter der Erkrankung Zöliakie stecken und warnte vor einem zu sorglosen Umgang mit der glutenfreien Diät: Wiederholte Diätfehler, sei es bewusst oder aus Versehen, führen zur Zerstörung der Darmschleimhaut.

Wie sie betonte, ist die wichtigste therapeutische Maßnahme bei Zöliakie die strikte Einhaltung der glutenfreien Diät. Bei der richtigen Lebensmittelauswahl unterstützt die DZG jetzt auch durch eine App (http://www.dzg-online.de/dzg-app.939.0.html).

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